Gasthof Dreihus
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Dorf 21, 48465 Ohne
Restaurant Gasthaus Ausflugsziel
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GastroGuide-User: Carsten1972
hat Gasthof Dreihus in 48465 Ohne bewertet.
vor 2 Jahren
"Bleibt einfach und gut!"

Geschrieben am 20.08.2018
Besucht am 10.08.2018 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 110 EUR
Das Dorf Ohne liegt zwischen meinem Arbeitsplatz und meinem Wohnort genau auf halber Strecke. Ohne ist ein kleines Dorf, aber in seiner lütten Mitte liegen noch zwei gastronomische Betriebe, eine wirkliche Bierkneipe und das Gasthaus Dreihus. Hier betreiben Valérie Chevé und Jens Lansmann den von Familie Lansmann in etlichen Generationen geführten Betrieb weiter. Da Jens Lansmann über die Woche einem Gelderwerb als angestellter Küchenchef nachgeht, öffnet das Restaurant nur an den Wochenenden.

Meine alte Kritik ist aus 2015 und war eine meine allerersten Kritiken überhaupt exklusiv nur für GG, es ist also mal Zeit wieder einen Besuch in Ohne bei Dreihus wieder zu rezensieren. Das Gasthaus liegt mitten im Ort, war früher zusätzlich ein Kolonialwarenhandel, der parallel zur Gastwirtschaft betrieben wurde. Ein Besuch im Inneren des Gebäudes lohnt immer, ein dickes Fund ist aber die zur Ortsmitte ausgerichtete Terrasse unter einen großen Linde.

Im Münsterland fährt man mit dem Rad zum Essen, also machten wir uns am Freitag, den 10. August mal wieder auf den schönen Weg von Rheine nach Ohne. Ein Tisch war vorab unkompliziert per Mail reserviert, aber auch spontan hat man gute Chancen einen schönen Platz auf der Terrasse zu bekommen. Auf der Terrasse hat Familie Lansmann ein schönes Ambiente geschaffen.

Über das Jahr bietet die Küche verschiedene Saisonkarten an, hat sich der Spargel im Juni verabschiedet, kommt die Küche des Heimatlandes von Frau Chevé an die Reihe und man kann ein paar Klassiker der bürgerlichen französischen Küche ausprobieren.

Das geht dann bis zum Herbstanfang so, wenn die Wildkarte die französische Küche ablöst. Erfreulich ist auch die Weinauswahl im Gasthaus Dreihus, auch das geschuldet der Herkunft von Frau Chevé, sie hat ihre Wurzeln in der Bretagne, in Saint Nazaire. Da finden sich einige ungewöhnliche Tropfen und Carsten tritt dann zurück, damit Frau Carsten1972 ihrer Vorliebe für französische Weissweine frönen kann. Resultat der Recherche in der Karte war diese Flasche

ein Pouilly Fumé von 2007. Nun denn, der war in Würde gealtert, kein Spitzengewächs, aber für den Jahrgang ein noch sehr gut trinkbarer Weisswein. In der Zwischenzeit hatte Frau Chevé auch unsere Bestellungen aufgenommen. Für uns beide vorweg ein Salat, der uns bei der herrschenden Sommerhitze als feine Wahl erschien.

Salade avec des oeufs de caille, du saumon fume et des croutons........klingt wirklich verlockend und viel besser als Salat mit Wachtelei, geräuchertem Lachs und Croutons. Ein wirklich topfrischer Salat mit sicherlich 30% frischen Kräutern wurde serviert, mit einer gut gelungenen Vinaigrette. Dazu ein schmackhafter Lachs und auf den Punkt dotterweich gebratene Wachteleier. Insgesamt ein sehr guter Einstand, deswegen mecker ich das Aufbackbaguette einfach mal nicht an, weil ignoriert.

Bei den Hauptspeisen gingen wir getrennte Wege, für meine Frau ein Klassiker

Coq au vin avec de Polenta, geschmortes Hühnchen mit Polenta. Um es vorweg zu nehmen, den ganzen Hauptgang über habe ich neidisch auf die Wahl meiner Frau geschaut, nur dafür kommen wir noch mal wieder, dass muss ich im Sommer 2018 auch noch mal essen. Fabelhaft! Auch meine Wahl ein klassisches französisches Gericht

Lapin au four avec une Sauce a la moutarde et des legumes........Kaninchen, geschmort, serviert in einer Senfsauce mit Beilagen. Auch sehr gut gelungen, nur nicht so fabelhaft wie das coq au vin! Nimm einfach immer die Klassiker der französischen Landküche und du bist glücklich! Beim nächsten Besuch tauschen wir einfach....dann ist alles wieder gut!

Es war ein schöner Abend, wir waren noch nicht völlig gesättigt, und Frau war in der Karte noch mal fündig geworden und lies das hier auf den Tisch stellen

aus dem Medoc....von 2009, war das ein sehr leckeres Tröpfchen. dazu gesellte sich natürlich Käse

auch in der Karte angeboten. Roquefort, Camenbert, ein Ziegenweisschimmelkäse, Reblochon und weitere Klassiker. Guter Abschluss, dann waren wir satt und ziemlich angesäuselt.

Herr Lansmann in der Küche hatte seinen Job ohne Fehl und Tadel erledigt, und auch Frau Chevé im Service lies keine Klagen aufkommen, wir wurden über den Abend fachkundig und gut bedient.

Fazit unseres Besuches im Gasthaus Dreihus in Ohne. Es gibt nicht mehr so viele Dorfgasthäuser, und vor allen Dingen keine, die so hohe Ansprüche an ihre Küche haben. Hier in Ohne findet man noch eines, und es lohnt sich immer einzukehren.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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FamilieGernesser und 25 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.