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GastroGuide-User: Lodda
hat Der Bayrische Hof in 63814 Mainaschaff bewertet.
vor 1 Jahr
"Immer wieder ein Genuss!"

Geschrieben am 20.09.2018
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Besucht am 16.09.2018 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
 
Allgemein
 
Heute haben wir uns wieder mal den Bayrischen Hof in Mainaschaff zum Mittagessen ausgesucht. Am Vormittag angerufen, ob noch Platz ab 13 Uhr für zwei Personen wäre. Es wäre nett, wenn sie eine halbe Stunde später kämen, lautete die Antwort der freundlichen Servicedame am Telefon. „Okay, passt auch!“ lautete meine Antwort! „Danke, bis später!“ ihre Verabschiedung am Telefon.
 
Aufgrund des super sonnigen Wetters, beschlossen wir, unsere Drahtesel startklar zu machen, um die ca. 10 km bis zum Bayrischen Hof gemütlich und nicht abgekämpft hinter uns zu bringen. Pünktlich wie die Maurer trafen wir ein.
 
Durch den kleinen Flur betraten wir das Restaurant und standen mittendrin in dem aus unserer Sicht außergewöhnlich gestylten Restaurant. Fotos und Impressionen hierzu gibt es auf der Homepage des Bayrischen Hofs genügend.
 
 
 
Service *****
 
Etliche weibliche und männliche Servicekräfte wieselten noch fleißig durch den Raum. Eine der Damen begrüßte uns freundlich und frage gleichzeitig, ob wir nach hinten raus in den schön angelegten Hof gehen möchten. Wir bejahten und machten uns auf den Weg. Der Hof war noch gut besetzt mit Gästen. Wir konnten aber noch den letzten freien Tisch, der im Schatten stand, für uns in Beschlag nehmen. Die besagte Dame folgte uns auf den Fuß und brachte gleichzeitig die Speisekarten sowie die Bestecke uns Servietten mit.
 
Da in der Speisenkarte auch die Getränke aufgeführt sind, ließ sie uns genug Zeit, das richtige Getränk zu finden.
 
Nachdem sie zügig die georderten Getränke (Schlappeseppel Pils, 0,4 l vom Fass, 3,60 € für mich sowie eine Maracuja-Schorle, 0,4 l, 3,90 € für Schätzchen), die übrigens perfekt gekühlt waren, serviert hatte, konnten wir schon unsere Essenswünsche äußern.
 
Die Speisen wurden zusammen serviert und angesagt. Ein guter Appetit gewünscht, auch immer wieder mal nach uns geschaut und unsere Zufriedenheit nachgefragt.
 
Auch ein interessanter Smalltalk mit ihr fand statt. Da wir ja ein paar Mal im Jahr dort einkehren und einmal davon unseren Schlemmerblock nutzen, war heute die letzte Gelegenheit dazu, denn im neuen Schlemmerblock 2019 ist der Bayrische Hof nicht mehr vertreten. Meine Nachfrage nach den Gründen wurde von ihr plausibel erläutert, da nach vielen Jahren der Bekanntheitsgrad und der Kreis von zufriedenen Stammkunden recht hoch geworden ist, braucht man nicht mehr im Schlemmerblock vertreten zu sein, da viele Gäste, so wie wir auch, im Bayrischen Hof auch ohne Schlemmerblock mehrmals im Jahr einkehren.
 
Übrigens: Diese Erkenntnis haben auch noch andere Restaurants, die im Schlemmerblock besuchswert waren, gemacht und dieses Portal verlassen. Das heißt für mich und Schätzchen, dass wir den neuen Schlemmerblock nicht mehr brauchen, da kaum noch was Adäquates zu finden ist.
 
Die georderte Rechnung wurde prompt mit einem ordentlichen Bon vorgelegt, sich bedankt für das Trinkgeld und eine angenehme Heimfahrt mit dem Fahrrad gewünscht.
 
 
 
Das Essen *****
 
Die Speisekarten in eleganter Aufmachung, laminiert mit Ledereinband haben einen individuellen Touch. Da stehen nicht nur die Gerichte drin, sondern zu jedem Gericht wird erwähnt, warum man gerade dieses auswählen sollte.
 
Da wir ja sonntags zum Mittag nicht so viel essen, bestellten wir nur je ein Hauptgericht und ließen Vorspeise sowie Dessert ausfallen.
 
Die Küche grüßt mit einem Gläschen Kräuterquark für uns beide, dazu frisches lauwarmes, aufgeschnittenes Baguette. Das Ensemble wird auf einem weißen Porzellanteller mit dicker Papierserviette serviert. Für jeden von uns gab es einen kleinen Teller sowie je ein kleines Löffelchen. Wir teilten uns den Kräuterquark sowie die Baguettescheiben. Je ein kleines Messer half noch zum Belegen der Baguettescheiben. Ein kleiner, aber feiner Gaumenkitzel, wie wir fanden.
 
Schätzchen entschied sich für den Klassiker, das argentinische Rumpsteak, nach ihren Wünschen gebraten, mit gestoßenem Pfeffer und Kräuterbutter, dazu frische Marktsalate und Rosmarinkartoffeln. Sie wählte die kleinere Version von 180 g für 19,80 €.
 
Die frischen Marktsalate wurden sozusagen dann doch als Vorspeise serviert und waren mit einem schmackhaften Dressing angemacht.

Rumpsteak 
Das Rumpsteak kam perfekt nach ihrem Wunsch medium gebraten auf den Teller. Es erwies sich als sehr zart, schmackhaft durch den gestoßenen Pfeffer in Verbindung mit der Kräuterbutter. Mit kleinen Grilltomaten sowie Sprossen dekoriert, was auch gut dazu passte. Die Rosmarinkartoffeln wurden in einer separaten Porzellanschüssel gereicht. Ein Gericht ohne Fehl und Tadel. Laut Schätzchen passte alles.
 
Für mich sollte es die butterzart geschmorte Ochsenbacke in betörender Burgunderrahmjus mit jahreszeitlichen Gemüsen und Butterkartoffeln sein. Für 17,80 € ein absoluter Volltreffer.

Ochsenbacke
Schon als mein Messer den ersten Schnitt durch das in der Tat butterzart geschmorte Fleisch glitt, konnte ich vor Freude kaum den ersten Happen im Mund erwarten. Meine Erwartungen wurden voll übertroffen. Die Ochsenbacke hatte auch eine respektable Größe, war an einem Stück und viel bei jedem Schnitt immer leichter auseinander. Die Burgunderahmjus gab einen großen Beitrag für das herrliche Geschmackserlebnis dazu. Passend auch das jahreszeitliche Gemüse. Auch die Dekoration mit dem Sprossen wurde vertilgt. Die Butterkartoffeln wurden auch separat in einer kleinen Porzellanschüssel gereicht. Es waren Gott sei Dank nicht allzu viele, sonst hätte ich die Portion vielleicht nicht geschafft. Man soll ja nicht so sehr in Superlativen schwelgen, aber ich hatte den Eindruck, es handelte sich hier um die beste Ochsenbacke, die ich jemals gegessen habe.
 
 
 
Das Ambiente****
 
Muss man einfach mögen. Die Tische schön eingedeckt. Hoher Wohlfühlfaktor. Besser ersehen, als ich es beschreiben könnte, kann man dies aber auf der Homepage des Bayrischen Hofs. Im Innenhof saßen wir heute zum ersten Mal. Es hat uns gefallen. Viele Pflanzen, ein kleiner Springbrunnen, zusammen mit den mit lila-weiß-karierten Tischdecken versehenen Tischen und bequemen Stühlen ergab eine schöne Einheit des Wohlfühlens.
 
 
 
Die Sauberkeit*****
 
Alles bestens. Die Toiletten könnten mal eine Renovierung vertragen. Sind zwar auch sehr sauber, haben aber den nicht mehr zeitgemäßen Chic der 80er Jahre. Ihren Zweck erfüllen sie aber immer noch einwandfrei
 
 
 
Fazit:
 
Weiterhin eine klare Empfehlung von mir für den Bayrischen Hof. Wir werden selbstverständlich auch ohne Schlemmerblock wiederkommen. Denn wenn man etwas gehobener und trotzdem noch Geldbeutel schonend einkehren will, ist man hier genau richtig.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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