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GastroGuide-User: Lavandula
hat Cafe Kandler an der Thomaskirche - Stammhaus in 04109 Leipzig bewertet.
vor 3 Jahren
"Angenehmer Zwischenstopp mit einer Leipziger Lerche"
Verifiziert

Geschrieben am 25.01.2018
Besucht am 06.12.2017 2 Personen
Bei einem Leipzig-Besuch darf die Besichtigung der Thomaskirche natürlich nicht fehlen und danach darf natürlich ein Café-Besuch nicht fehlen. Und da wir schon in einem historischen Ort waren, sollte das Café auch einen historischen Touch haben. Wir entschieden uns daher, einem der ältesten Kaffeehäuser Leipzig, dem Café Kandler, einen Besuch abzustatten, das sich gegenüber der Thomaskirche befindet. Also beste zentrale Touri-Lage!

Das Kandler ist ein traditionelles Caféhaus mit Stil und Charme, recht gemütlich eingerichtet, aber mit etwas eng gestellten Tischen, und erstreckt sich über zwei Etagen.

Vom oberen Caféraum mit seiner niedrigen Decke und Kopfbeulenverhinderungspolstern an den entscheidenden Stellen hat man vom Rundumgeländer in der Mitte einen guten Blick auf die Kuchentheke und den unteren Gastraum.

Es gibt eine große Auswahl an Torten und Gebäckspezialitäten wie z.B. die Leipziger Lerche und die Bachthaler, und eine noch größere Auswahl an Teesorten, nämlich über 80. Doch es geht auch herzhaft: Auf der Karte fand sich beispielsweise Wildschweinroulade oder ganz regional Sächsische Kartoffelsuppe. Etliche Alternativen für andere Tageszeiten werden geboten.

An der Kuchentheke gab ein junger Mann freundlich und kompetent Antworten auf meine Fragen nach der Zusammensetzung einzelner Torten und meine Entscheidung fiel dann auf die Quark-Sahne-Mandarinen-Torte für 3,90 €, meine Freundin suchte sich ein Petit Four (2,70 €) aus und eine Leipziger Lerche für 3,00 €. Eine Tasse Kaffee schlägt mit 2,60 € zu Buche und der Cappuccino mit 3,40 €. Das sind schon stolze Preise!
Unsere Servicedame, die locker drauf war, brachte uns zügig das Bestellte mit den Worten „Lassen Sie sich das schmecken“.

Und schon beim ersten Bissen musste ich dann doch nicht mehr an den Preis denken, so lecker war dieses Tortenstück. Die Quark-Sahne-Mischung so was von cremig, für mich sogar süß genug, sie zerging auf der Zunge. Der Kaffee dazu richtig heiß und sehr aromatisch.

Meine Freundin, die u.a. auch ein Marzipan-Fan ist, musste unbedingt die Leipziger Lerche probieren. Die Geschichte zur "Lerche", die ich sehr interessant finde,  gibt es zum Nachlesen gleich auf dem Teller dazu.
Aus dem Info-Blatt:
Im 18./19. Jahrhundert wanderten jährlich Hunderttausende der Singvögel in den Kochtopf, mit einem Faden zurechtgebunden und/oder mit Kräutern und Eiern gebacken  Auch die Leipziger Kaufmannschaft machte ein Riesengeschäft mit dem Versandhandel der gerupften und gefüllten Vögel in alle Welt, bis 1876 die Tierfreunde Sachsens dem ein Ende bereiteten.
Ein Ersatz musste her. Die gewitzten Leipziger Konditoren fertigten fortan unter dem Markenzeichen Leipziger Lerchen ein Mürbeteigtörtchen mit Marzipanfüllung und erreichten damit ebenso einen schwunghaften Handel und großen Umsatz.

Da ich kein Marzipan mag, habe ich nichts von der Lerche probiert, aber meine Freundin war geschmacklich sehr angetan von dem Gebäck, obwohl es sogar ihr ein wenig zu trocken war. Begeistert war sie allerdings von dem Petit Four.

Im Sommer kann man wunderbar auf der großen Terrasse vor dem Haus Platz nehmen mit Blick auf die Thomaskirche und dem Treiben auf dem Kirchplatz zuschauen.

Fazit:
Gute Qualität zu Touri-Preisen!
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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