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GastroGuide-User: Lodda
hat Restaurant Bachgaustuben in 63762 Großostheim bewertet.
vor 2 Jahren
"Man weiß, was einen erwartet, und diese Erwartung wurde erfüllt!"
Verifiziert

Geschrieben am 10.04.2017
Besucht am 09.04.2017 Besuchszeit: Mittagessen 4 Personen Rechnungsbetrag: 42 EUR
Allgemein
 
Sonntag, wolkenloser Himmel, gerade richtig, um mal eine Radtour in Angriff zu nehmen. Wir treffen uns nach kurzem Telefonat um 11 Uhr mit einer Schwester meiner Angetrauten und deren Mann, also unserem Schwager, an der Fußgängerbrücke über den Main, um von unserem Heimatort aus nach Mainhausen ins Hessische zu radeln. Über gut ausgebaute Waldwege sowie Fahrradwege an Bundesstraßen sowie Durchquerungen einiger Orte erreichten wir über den Umweg Babenhausen, Schaafheim, nach knapp über 30 km wieder unser schönes Frankenland. Ziel in Großostheim waren die Bachgau-Stuben, um dort unser Mittagsmahl einzunehmen.
 
Es handelt sich hier um das Vereinsheim des VfR Großostheim, das direkt am Sportplatz liegt. Etliche Fahrräder standen schon neben dem Eingang und der Parkplatz für die Autos war auch schon gut besucht, da die Östemer ein Heimspiel hatten. Es deutet also alles daraufhin, dass es mit dem Platz im Restaurant eng werden könnte. Zu dem Zeitpunkt war aber der Mittagessenrun (überwiegend Schlemmerblocknutzer) schon vorbei und wir bekamen locker Platz.
 
Am Eingang erwarten einen drei Stufen. Eine große Treppe nach oben muss in Angriff genommen werden, bevor man den Gastraum durch eine weitere Tür betreten kann.
 
 
Der Service
 
Dass es dort durchgehend warme Küche gibt, wussten wir schon vorher, also mussten wir nicht lange fragen, sondern begaben uns schnurstracks an einen freien Vierer-Tisch mitten im vorderen Bereich des Restaurants. Eine jüngere weibliche Servicekraft nahm dies abwartend zur Kenntnis. Nachdem wir saßen kam sie auch schon mit den Speisekarten in der Hand zu uns an den Tisch und begrüßte uns dabei freundlich. Unsere beiden Begleiter waren ihr durch zwei Besuche in den letzten Wochen schon bekannt, da sie als eifrige Schlemmerblock-Nutzer die dort dritte einer dreimal möglichen Nutzung desselben vornahmen. Wir waren zuletzt im Jahre 2015 dort, ebenfalls mit Schlemmerblock, und hatten heute auch unseren dabei, was wir ihr ankündigten, als wir unser Essen bestellten.
 
Wollen Sie schon was trinken oder erst mal schauen, die obligatorische Frage: Hier stört die Frage nicht, da wir ordentlich Durst hatten und auch gleich wussten was wir trinken wollen. Unsere beiden Mädels entschieden sich für das alkoholfreie Weizen (0,5 l, 2,60 €) und die Herren der Schöpfung jeweils ein frisch gezapftes Pils (0,4 l, 2,10 €), beide Getränkesorten von der örtlichen Brauerei Eder. Nach angenehmer Wartezeit wurden die gut gekühlten und schön gezapften Getränke serviert.
Österliche Tischdeko


Aufmerksam wurde bei den schnell leeren Gläsern der Herren durch Blickkontakt und Handzeichen mit der Bedienung für den nötigen Getränkenachschub gesorgt.
 
Die bestellten Speisen wurden gleichzeitig serviert, Nachfrage, ob alles in Ordnung ist, wurde gestellt und beim Abräumen der leeren Teller sich vergewissert, ob es uns auch geschmeckt hat, was ja schon durch die ratzeputz leeren Teller dokumentiert war.
 
Der spätere Bezahlwunsch unsererseits wurde umgehend erfüllt, und jedes Paar von uns bekam seine separate Rechnung auf einem Block mit Kugelschreiber notiert in die Hand.
 
Die Servicekraft musste jetzt keine ungewöhnliche Leistung abrufen, aber das was man erwarten konnte, wurde von ihr in die Tat umgesetzt und so denke ich, dass ein Okay, also 3*, in Ordnung ist.
 
 
Das Essen
 
Die Speisekarte, die auch auf der Website des Restaurants einzusehen ist, bietet deutsche und indische Küche sowie italienische Pasta und Pizzen an.
 
Auf einer Tafel unten am Eingang war zu lesen, dass es heute frischen Spargel mit paniertem Schnitzel, Sauce Hollandaise sowie Salzkartoffeln für 13,50 € gibt. Da gab es für unsere besseren Hälften nix zu überlegen, die Spargelgerichte wurden geordert. Beide waren mit ihrer Auswahl sehr zufrieden. Das Schnitzel zart, die Panade gut gelungen, der Spargel einwandfrei geschält und gut zu schneiden wie auch im Biss in Ordnung. Und die Hollandaise, die garantiert nicht hausgemacht war, gehörte zu der Kategorie der etwas besseren Fertigprodukte. Jedenfalls hatten die Hausfrauen nichts daran auszusetzen. Auch die Salzkartoffeln waren auf den Punkt.



Nun zu den Herren: Der Schwager entschied sich für das Schweinesteak mit Kräuterbutter, gebratenen Zwiebeln und gebratenen Pilzen, dazu Pommes (11,90 €). Dass die Kräuterbutter ein Fertigprodukt war, störte ihn nicht im Geringsten. Das Fleisch war top, der Geschmack gut, die Pilze (Champignons) sowie die Zwiebeln gut gebraten. Nichts, aber auch gar nichts, blieb auf seinem Teller übrig.
 
Da ich in meiner Rezi von 2015 geschrieben hatte, dass ich mir beim nächsten Mal vielleicht indisch bestellte, ist ja nicht so meine Geschmacksrichtung) setzte ich es diesmal prompt in die Tat um:  
 
Chicken Jaipuri (würzig) (11,90 €): Hähnchenfleisch mit Nüssen, Rosinen, Knoblauch, dazu Reis. Ordentliche Portion, viel Sauce, das Hähnchenfleisch okay, der Reis schön locker. Ich hab ihn schön mit der Sauce vermischt, die ordentlich würzig, aber nicht scharf war. Von Nüssen und Rosinen hab ich nichts gesehen, geschweige denn aus der Sauce herausgeschmeckt, falls sie denn mit eingebracht waren. Auch Knoblauch spürte weder meine Zunge noch hatte ich anschließend eine Knobifahne. Nichtsdestotrotz, der Teller wurde leer gegessen. Die Fans der indischen Küche mögen mir verzeihen, dass ich a) keine Ahnung davon habe und b) dass ich trotzdessen es mir ja einigermaßen geschmeckt hat, nicht unbedingt einen zweiten Versuch starten werde.
Chicken Jaipuri

Für die Herren gab es vorab einen Beilagensalat, der genauso aussah und schmeckte, wie bei meinem Erstbesuch. Blattsalat, Karottenstreifen, Krautsalat, ein Tomatenachtel, zwei Scheiben Gurke, ein paar Kräuter. Nur dieses Mal Joghurt-Dressing. Ich hab ihn mit Schätzchen geteilt.
 
 
Fazit:
 
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich rede hier von ganz normaler bürgerlicher Küche, die geschmeckt hat und somit unseren Erwartungen gerecht wurde. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Zumindest auch für Schlemmerblock-Besitzer eine empfehlenswerte Adresse. Zumal ja auch die Preise, insbesondere bei den Getränken, äußerst moderat sind.
 
 
Gesamteindruck:
 
3 – wenn es sich ergibt, wieder
 
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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