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GastroGuide-User: Lobacher
hat Seeger Stuben in 87637 Seeg bewertet.
vor 3 Monaten
"Fazit vorab: kann man, muss man aber nicht."
Verifiziert

Geschrieben am 30.04.2019 | Aktualisiert am 30.04.2019
Besucht am 29.04.2019 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 29 EUR
Die Lage: das Lokal befindet sich im Rathausgebäude der Gemeinde Seeg in der Ortsmitte. Damit beginnt schon die Krux, ich verstehe die Architekten nicht, die dieses Lokal NACH dem Rathaus platziert haben, im „Hinterhof“! Vorn an der Straße befinden sich die Büro- und Funktionsräume der Gemeindeverwaltung, versteckt dahinter das Lokal! Nach einem Erweiterungsbau der Gemeindeverwaltung ist das Lokal noch weiter in den Hintergrund gedrückt worden. Mit Laufkundschaft kann daher kaum gerechnet werden, man muss schon wissen, wo man hin möchte. Das Lokal ist auch für den Gemeindesaal verantwortlich. Dazu kann eine variable Trennwand zwischen Saal und Lokal geöffnet oder geschlossen werden. Zusätzlich wird noch eine Kegelbahn im Untergeschoss betrieben, wo sich auch die Toiletten für das Lokal befinden. Für Behinderte besteht jedoch die Möglichkeit, einen Aufzug im Gemeindegebäude zu benutzen mit dem man zu den Toiletten des Gemeindesaales kommt. Ob die jedoch immer geöffnet sind kann ich nicht sagen.
 
Der Anlass, wir hatten schon verschiedene Aussagen über die neuen Pächter gehört und wollten uns eine eigene Meinung bilden. Die neuen Betreiber sind nun schon die dritten  oder vierten Pächter und haben nun nach Jahren der Nichtverpachtung einen Neuanfang gewagt. Vereine und Privatpersonen die in dieser Zeit den Saal benutzen wollten mussten die Bewirtung entweder selbst übernehmen oder einen Caterer beauftragen.
 
Das Ambiente: vorsichtig umschrieben könnte man es als angenehmen Warteraum bezeichnen. Sehr viel Platz im Raum, die Tische mit Bänken befinden sich an der Fensterseite Tischdecke mit Salz / Pfefferstreuer und zwei Vierertische stehen frei im Raum – ungemütlich! Ambiente Überrascht war ich von der angenehmen Raumtemperatur. Die Helligkeit die früher über große Oberlichtfenster rein kam muss nun durch Lampen erzeugt werden, wer auch immer dafür die Verantwortung trägt, die Fenster sind jetzt mit Solarzellen zugepflastert! Vor dem Lokal ist eine Terrasse die bei schönem Wetter genutzt werden kann. Im Moment schaut das Ganze noch ziemlich trist aus, aber es konnte nach dem Winter ja noch nicht viel gemacht werden. Ein Nachteil dieses Freisitzes sind jedoch die noch jungen (kleinen) Bäume die noch nicht viel Schatten spenden können und der direkt gegenüberliegende Kuhstall. Fliegen überwinden diese Distanz in Sekunden.
 
Die Speisekarte ist sehr übersichtlich, es werden 2 Suppen, 5 Vorspeisen, 3 Salate, 3 Brotzeiten angeboten. Danach folgen 4 Fleischgerichte, 4 Fischgerichte, 3 Kinderangebote.
Etwas verwunderlich ist, dass obwohl ein guter Italiener gleich in der Nähe ist, eine ganze Seite mit Pasta Gerichten und Pizzen angeboten wird. Die Biere kommen von der Engelbrauerei in Rettenberg. Daneben gibt es noch Standard Weiß- und Rotweine, Heißgetränke und Spirituosen.
 
Der Service erfolgt durch den Betreiber, der sichtlich um Freundlichkeit und Aufmerksamkeit bemüht ist. Wie das funktioniert wenn das Lokal einmal voll ist, mal sehen. Wir waren um 12:15 Uhr die einzigen Gäste, nach etwa einer halben Stunde kamen noch 4 weitere Personen. Der Service funktionierte daher recht zügig und problemlos. Auch das Abkassieren erfolgte schnell, wenn auch der Wirt erst die Preise aus der Speisekarte eruieren musste. Dafür gab es dann auch einen „schönen“ Beleg händisch auf einem Brauhauszettel geschrieben.
 
Das Essen: wir bestellten zwei verschiedene Gerichte, einmal das Gyros für 12,50 € Gyros mit Pomes und Zaziki und das Schweineschnitzel für 10,50 €. Schweineschnitzel mit Pommes Beide wurden nach einer angemessenen Zeit zusammen an den Tisch gebracht und waren richtig heiß. Beides waren anständige Portionen und auch geschmacklich in Ordnung. Meine zwei Schnitzel waren noch nicht totgebraten aber (wenn überhaupt) zu kurz auf Küchenkrepp abgetropft und daher unten ziemlich fettig. Bei den Pommes das übliche Spiel, solange sie heiß sind, sind sie außen schön knusprig und innen weich. Nach einer gewissen Zeit wenn sie kühler werden durchgängig schlabberig. Etwas störend fand ich, dass die zwei Plastiktütchen mit Majonäse und Ketchup direkt an die Pommes / Schnitzel gelegt waren. Wer weiß, wie oft sie schon den Weg        von der Küche über den Teller zum Gast und wieder zurück gefunden haben? Das Gyros war eine gehörige Portion und ebenfalls schön heiß. Die Dekoration bestand auch hier aus einem Salatblatt, gefüllt mit Zaziki und Tomatenscheiben. Etwas Farbe muss ja sein.
 
Die Sauberkeit gibt auf den ersten Blick keinen Grund zur Klage, es sind jedoch die Kleinigkeiten. Als wir unseren Tisch einnahmen waren noch Krümel auf der Tischdecke, diese wurde jedoch vom Wirt sofort gewechselt als er unsere Bestellung aufnahm. Ich frag mich aber warum erst jetzt, als wir ankamen waren alle im Vorraum des Eingangs beim Rauchen und hatten also Zeit! Später, zwischen dem Servieren der Biere und dem Essen, brachte er auf einem Tablett das Besteck auf zwei Servietten. Als wir uns bedienten stellten wir fest, dass das Tablet nicht gereinigt war und noch Flecken zeigte.
 
Die Toiletten wurden nicht besucht, darum keine Bewertung. 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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