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GastroGuide-User: Karibiksonne210
hat In Woma in 74321 Bietigheim-Bissingen bewertet.
vor 5 Jahren
"Hungrig habe ich das Restaurant betreten und hungrig bin ich gegangen ... von mir absolut keine Empfehlung"
Verifiziert

Geschrieben am 10.11.2015
Besucht am 23.09.2015
Eigentlich hätte uns der Blätterwald unter den Tischen im außenbereich eine Warnung sein sollen. Ich tat es leider damit ab, daß eben der Wind regelmäßig sein Unwesen treibt und man(n) gar nicht so schnell mit Blätter zusammenkehren nachkommt. Bei genauerem Hinsehen entdeckten wir dann zu den Blättern auch noch Zigarettenstummel.

Eine freundliche Begrüßung fällt aus und bevor wir uns setzen, sollen wir uns noch im Stehen zwische den zwei Tagesessen entscheiden. Achso ... mittags ist es nicht möglich, aus der Speisekarte zu bestellen? "Ausnahmsweise geht das heute, es ist eh nicht viel los " bekomme ich als Antwort.

Wir nehmen aus der Karte das argentinische Rinderfilet, zartes Stück vom Rind, dazu frisch gebratenes Gemüse und feine Soße (14 Euro). Da ich irgendwie das Gefühl habe, daß es sich nicht um eine große Portion handelt und ich auch eine Sättigungsbeilage vermisse, frage ich nach Pommes und die Extrakosten. "Ja das ist möglich und sind kostenlos" und dabei schweift ihr Blick wieder in die Ferne. Das zweite Essen, argentinisches Black Angus Beef Royal Filet mit norwegischem Lachsfilet, gebratenem Gemüse und feiner Soße (15 Euro) nimmt sie genauso teilnahmslos entgegen  und stiert dabei in die andere Richtung.

Danach marschiere ich Richtung Toiletten. Hierzu muss ich durch den Gastraum auf dessen Fliesenboden ich viele Krümmel, Fussel und kleine Blätter entdecke. Das Innere würde mich nie zu einem gemütlichen Abendessen her bewegen können. Die Tische stehen sehr eng, viel zu eng um nicht unfreiwillige Mithörer zu haben. Die Musik ist viel zu laut und hinter der offenen Küche wird hantiert. Bei dieser Art von Küche und einem vollen Retaurant habe ich größte Bedenken wegen der Geräuschkulisse. Im Treppenhaus angekommen, finde ich denselben schmutzigen Fußboden vor und auch die Toilette ist schmutzig. Auf dem Fenstersims liegt Staub und Spinnen haben schon in den Ecken ihre Fäden gezogen. Es reicht eben nicht, nur Sagrotan ins WC zu schütten.

Als ich wieder an meinen Tisch zurückkomme, habe ich schon mein Getränke serviert bekommen und auch das Besteck wurde hingelegt. Unsere Messer haben unübersehbare häßliche Wasserflecken.

Nach einer angemessenen und angenehmen Wartezeit werden unsere beiden Essen serviert. Die zwei aufeinander gesetzten Fleischstücke mit den Pommes und dem Gemüse sind ansprechend angerichtet. Irritiert bin ich dagegen über die rosafarbene Soße, die ich wegen der unnatürlichen Farbe erst gar nicht probiere. Das Gemüse besteht aus grünem Paprika, Zucchinistücken und etwas undefinierbarem Grünem. Mir schmeckt das Gemüse nicht und ich lasse den größen Teil auf dem Teller. Das Fleisch sieht für mich aus, als sei es in irgendeiner Weise bearbeitet worden, eine glatte Oberfläche fehlt und die Fasern stehen einzeln, ich kann diese "Zerstörung"  sehr schwer beschreiben. Die Pommes waren ok, dabei kann man auch nicht so viel falsch machen.

Das Essen meines Gegenübers schien auch kein Highlight zu sein. Das Fleisch ok und das Lachsfilet belanglos, von heller Farbe, zu lange gebraten und mindere Qualität.

Wir waren nicht nur enttäuscht sondern sind auch noch hungrig aufgestanden. Das alles schien auch eine Erklärung für die gähnende Leere dort zu sein. Mal sehen wie lange es das Woma noch gibt, bis jetzt konnte sich kein Restaurant, und dazu noch in dieser versteckten und unfrequentierten Ecke, lange halten.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung