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GastroGuide-User: hbeermann
hat Siebzehn84 · by Holger Bodendorf · Hotel Landhaus Stricker in 25980 Sylt bewertet.
vor 4 Jahren
"Auf den ersten Blick gediegen und seriös"
Verifiziert

Geschrieben am 05.07.2016 | Aktualisiert am 05.07.2016
Besucht am 04.07.2016 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 175 EUR
Das Siebzehn84 ist das kleine Bodendorf mit lockerer Atmosphäre.Es gehört wie das Bodendorf zum Hotel Landhaus Stricker in Tinnum (dicht bei Westerland)

seitliche Hausfront, Eingang
Außenplätze


Es fing mit der telefonischen Reservierung an, die sich grundlegend von den voraus gegangenen unterschied: Abheben nach dem ersten Rufzeichen, intelligent, sprachlich perfekt, ausgesucht freundlich und verbindlich. Man merkt, dass die Dame auch für das Hotel und das Sterne-Restaurant reserviert.



Wir trafen kurz vor 18:00 Uhr auf dem recht großen Parkplatz ein. Nach Sichten des Außenbereiches betraten wir das Restaurant und wurden freundlich empfangen. Im Gastraum waren wir bis 18:30 Uhr allein. Der Herr, der uns empfangen hatte, machte auch den Service bei uns, und das machte er wirklich sehr gut über den ganzen Abend.
Dann kam eine Sache, die ein wenig eigenartig war. Wir wählten aus der vorgeschlagenen Auswahl Prosecco, Sekt, Champagner natürlich letzeres, meine Frau rosé, ich weiß. Unser Servicemann murmelte etwas von: ich habe da noch einen Krug. Ich riss die Augen etwas auf und fragte, was der denn kosten solle. 10 Euro je Glas sollten es sein.
Nun hätte ich misstrauisch werden sollen. Ich war mir aber nicht ganz sicher. Mir war nur in Erinnerung, dass Krug nicht meine Preisklasse ist. Mit zwei Gläsern rosé kam unser Servicemann wieder und sagte, der weiße sei leider alle. Offenbar war es ein Flaschenrest vom Wochenende, und 20 Euro sind besser als Weggießen. Es fehlte also Kohlensäure. So kamen wir in den Genuss eines Champagners oberhalb von Dom Perignon. Banausig wie wir sind, schmeckte der Alfred Gratien frisch geöffnet zum Dessert deutlich besser. Ich weiß nicht, wie Ihr das seht. Kann man das machen, wenn man Gäste erstmals sieht?

Amuse gueule: 3 X 2 Scheiben Brot (knusprig und wohlschmeckend) mit aufgeschlagener Butter und einer Tomatencreme.

Amuse gueule

Dann kam der Clou des Abends: für meine Frau Kopfsalatherzen mit Pulled Pork (12,50), für mich ein klassischer Caesar Salad (9,50). Die Menge hat uns umgehauen.  Auf den riesigen Tellern (gut 32 cm) lag jeweils ein Salatberg enormer Größe. Hinzu kam, dass die Salate exzellent schmeckten. Mein Caeser Salad war authentisch genau nach dem klassischen Vorbild. Nichts fehlte, und das Dressing war toll. Der Salat meiner Frau, von dem ich noch 1/3 verputzen musste, war nicht ganz so gut wie meiner, aber das Pulled Pork war schon der Hammer.

Caesar Salad
 
Die Hauptgerichte waren zwar drei- bis viermal so teuer, aber nicht gerade der Knaller. Bei der Knusperentenbrust (26,50)meiner Frau störte die große Menge Kohlrabistampf , bei mir eine umfangreiche Graupenunterlage unter den Rinderfiletmedaillons (32,50).

Filetmedaillons auf Graupen
Nach Anschnitt

Die Desserts, Brownie mit Schwarzwälder Kirsch(12,50) bei meiner Frau und eine Dreierkombination Sorbets mit Früchten (9,50)bei mir, rissen uns auch nicht vom Hocker.

Sorbetvariationen

Leider habe ich die Rechnung in der Rechnungsmappe vergessen und habe nur noch den Abbuchungsbeleg. Ich kann also die Einzelpreise nur aus der Erinnerung schätzen.

Getränke: 1. Champagner Krug, 2. Magnus feinperlig (7.-), 3. zwei Gläser zu 0,2 Solwey Spätburgunder (je 9.-), ein Glas 0,2 Fabelhaft von Nierpoort, Portugal (10,50). 4. eine Glas 0,1 Alfred Gratien Champagner (?).

Einrichtung:  gediegen, Fußboden aus Eichendielen, Sessel und Bänke mit Velours bezogen, historische Balkendecke. Tische mit weißer Tischdecke und vollflächig mit Kunststoffgeflecht abgedeckt, dicke weiße Stoffservietten, brennendes Teelicht im Glas, Vase mit Blüte, spanisches Olivenöl, Topf Fleur de Sal, Kikkoman Sojasoße, keine Pfeffermühle.

Innen - Tisch und Kunst
Tisch wie unserer

Speisekarte DIN A 3, ein Blatt auf Kunstlederbrett aufgezogen (eine Ecke klebrig), Weinkarte dick und sehr schwer, Dessertkarte in DIN A 5 mit einem Einlegeblatt. Hintergrundmusik in angenehmer Lautstärke, etwas jazzig.  Massive Kunst an den Wänden (auch zum Kaufen - siehe Foto). Weingläser groß und zium jeweiligen Wein passend, Champagner in Herstellergläsern, Wasser in dickwandigen Kugelgläsern. Deckenbeleuchtung als kleine Halogen-Downlights und Wandleuchten.

Service: erstklassig und aufmerksam, auch humorvoll

Schmutz habe ich nirgends gesehen bis auf die klebrige Karte
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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