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GastroGuide-User: Lodda
hat Toscana in 63538 Großkrotzenburg bewertet.
vor 3 Jahren
"Ein Erstbesuch von uns, der überzeugte!"
Verifiziert

Geschrieben am 16.08.2016
Besucht am 14.08.2016 Besuchszeit: Mittagessen 4 Personen
 
Allgemein
 
Bei Kaiserwetter verabredeten wir uns am Sonntagmorgen mit einer Schwester meiner Frau und deren Mann zu einer gemeinsamen Radtour ins Hessische, um dann nach bewusst gefahrenen Umwegen zwecks mehr Kilometern zur Mittagszeit im Restaurant Toscana in Großkrotzenburg einzukehren. Der Grund war, dass die beiden schon eine Woche vorher zum Mittagessen mit ihrem Schlemmerblock dort waren und uns einen hohen Zufriedenheitsgrad mitteilten.
 
Da wir ja auch im Besitz eines Schlemmerblocks sind und auch schon öfter mit dem Rad dort vorbeigefahren, aber noch niemals dort einkehrten, waren wir neugierig geworden. So partizipierten die beiden nochmal, da unser Coupon auch für 4:2 galt. Also die zwei preisgünstigsten von vier Essen gratis.
 
Wenn man mit dem Auto, die Hauptstraße entlang fährt, biegt man in der Ortsmitte in Richtung Main ab und sieht nach ca. 150 m linkerhand das Restaurant Toscana. Parken ist dann in den umliegenden Straßen möglich. Einen eigenen Parkplatz hat das Restaurant nicht.
 
Wir kamen mit dem Fahrrad aus der Richtung Krotzeburger Badesee, Kreuzburg-Gymnasium, am Bahnhof durch die Unterführung, geradeaus über die Hauptstraße und stellten unsere Drahtesel am Fahrradständer im Sommergarten des Restaurants ab.
 
 
 
Der Service
 
So kurz vor eins war schon einiger Betrieb in Gang. Wir fanden aber unter den zahlreichen Sonnenschirmen im Sommergarten noch einen schön im Schatten stehenden 4er-Tisch und nahmen den direkt in Beschlag.
 
Einer von zwei Kellnern in schwarzer Hose und weißem Hemd begrüßte uns kurz darauf freundlich und reichte uns die Speisekarten. Er ließ uns reichlich Zeit, das üppige Angebot zu durchforsten und fragte dann erstmal nur die Getränke ab. Ein alkoholfreies Weizen (3,- €) aus der Brauerei Glaab in Seligenstadt für meine Begleitung, einen Montepulciano (0,25 l, 4,20 €) sowie ein kleines San Pellegrino (0,25 l, 1,70 €) für ihre Schwester. Der Schwager zog ein Pils vom Fass (Glaab 0,4 l, 2,50 €) vor. Meine Wenigkeit bestellte ebenfalls von der Brauerei Glaab ein kellertrübes Urbräu (0,4 l2,50 €), ebenfalls vom Fass.
 
Die Biere waren gut gekühlt und mit schöner Krone gezapft. Der Montepulciano war wohl temperiert, das gut kalte SP Fläschchen wurde am Tisch geöffnet und in das dazugehörige Glas eingeschenkt.
 
Nachschub ordern war nur auf Handzeichen möglich, ging dann aber flott. Die Bestellungen für das Essen wurden schweigend entgegengenommen und notiert.
 
Die beiden hatten ordentlich zu tun, denn im Laufe unseres Aufenthaltes füllte sich das Restaurant doch zusehends, da ist es nur verständlich, dass der Service ohne große Konversation mit dem Gast seinen Job zügig und professionell erledigen muss. Dass da erst beim Bezahlen nach der Zufriedenheit und ob es geschmeckt hat gefragt wird, ist da für uns nebensächlich, wird aber von mir der Vollständigkeit halber trotzdem erwähnt. Auch die etwas längere Wartezeit auf das Essen machte uns nichts aus.
 
Der Bezahlvorgang ging nach unserem diesbezüglichen Handzeichen flott und korrekt über die Bühne. Es gab einen ordentlichen Bon und die beiden preiswertesten Gerichte tauchten auf der Rechnung nicht auf.
 
3 GG-Sterne empfinde ich als okay bewertet.
 
 
 
Das Essen
 
Die mehrseitige Speisekarte ist übersichtlich gegliedert. Angefangen mit den Vorspeisen, geht es weiter mit 3 Suppen und verschiedenen Salatvariationen. Dann kommen Pizza und Nudelgerichte sowie hausgemachte Pasta. Einige Fleischgerichte vom Schwein sowie sieben verschiedene Rumpsteak-Variationen von mit Kräuterbutter bis zur Barolosauce. Nicht zu vergessen drei verschiedenen Fischgerichte, einige Desserts. Eine eingelegtes DIN-A4-Blatt offerierte etliche Variationen von Pfifferlingsgerichten. Die Speisekarte ist auch auf der Website des Restaurants zu lesen. Allerdings lässt die Aktualität zu wünschen übrig. Sämtliche Speise waren am Sonntag, wie ich im Nachhinein beim Schreiben der Rezi entdeckte, zwischen einem und 1,50 € teurer als auf der Website zu lesen.
 
Für mich sollte es ein Rumpsteak mit Barolosauce für 19,- €. sein. Dazu wurden Bratkartoffeln, Gemüse sowie ein Salat angeboten. Es war eine gute Wahl von mir. Optisch schön auf einem großen Teller präsentiert, machte dieses Stück Fleisch aus Argentinien einen guten Eindruck. Und der bestätigte sich gleich nach dem Anschneiden. Das Messer glitt ohne große Anstrengung durch das butterzarte Stück Fleisch. Der gewünschte Gargrad medium war perfekt getroffen. Zusammen mit der Barolosauce, die auch einige Rosinen enthielt und einen leicht säuerlichen Geschmack verbreitete, war dies ein wahrer Genuss vom ersten bis zum letzten Bissen. Das Gemüse, Brokkoli, Blumenkohl, Karotten war gut bissfest und passte bestens dazu. Die Bratkartoffeln sahen etwas anders aus, wie sie gemeinhin kennt, hatten aber auch einen tollen Geschmack.
Rumpsteak mit Barolosauce
 
Mein mir gegenüber sitzendes Schätzchen hatte für ihr Gericht Tris di Pasta (3 verschiedene hausgemachte Pasta, stolze 14,50 €) auch nur Gutes zu berichten. Ich hoffe, dass sich ein jeder durch das Foto einen Reim drauf machen kann, dass dieses wunderbare Gericht jeden Cent wert war. Die einzelnen Komponenten zu benennen, geschweige denn zu beschreiben, überfordert mich gerade. Nur so viel, sie war begeistert, der Teller wurde leer geputzt.
Tris di Pasta hausgemacht

Ihre Schwester entschied sich für das Cordon Bleu vom Schwein mit Pommes, Gemüse und Salat (10,50 €, wegen Schlemmerblock nicht auf der Rechnung). Auch hier gab es nichts zu meckern. Im Gegenteil: Sie sagte zu mir: Ich wollte, es würde überall so gut schmecken. Also auch hier äußerste Zufriedenheit.
Cordon Bleu


Der Schwager neben mir entschied sich für die Penne al forno (auch so um die 10,- €, ebenfalls nicht auf der Rechnung). Superheiß und noch dampfend kamen die daher. Mit Champignons und Käse überbacken. Die Nudeln bissfest, der Käse würzig. Die Pilze allerdings nach Meinung des Schwagers aus der Dose, was aber seiner Zufriedenheit keinen Abbruch tat.
Penne al Forno

 
Ambiente
 
Da wir nur im Sommergarten saßen kann ich nur über diesen meinen Eindruck schildern. Und der war gut. Die Tische mit einer schweren Tischdecke belegt. Die Stühle aus Kunststoff in Rattan-Optik mit Armlehnen sehr bequem. Dieses Gefühl wurde noch durch ein Sitzkissen gefördert. Auf dem mit Terrassenplatten versehenen Boden sah auch alles ordentlich aus. Alles ebenerdig zu erreichen. Zu den Toiletten geht man noch durch einen überdachten Wintergarten, der mit Holzmöbeln ausgestattet ist.
 
 
Sauberkeit
 
Alles hat einen sauberen und gepflegten Eindruck hinterlassen. Auch die schon in die Jahre gekommenen Toiletten haben in einwandfreiem Zustand keinen Anlass, etwas zu bemängeln, gegeben
 
 
Fazit
 
Den Gast erwartet eine solide und schmackhafte italienische Küche. Das Preisniveau ist im Gegensatz zu unserer bayerischen Heimat (3 km Luftlinie) hier im hessischen etwas höher angesiedelt. Das sollte uns aber nicht abschrecken, dem Erstbesuch weitere folgen zu lassen.
 
 
Gesamteindruck:
4 = gerne wieder!
 
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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