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GastroGuide-User: Carsten1972
hat Vinothek Domäne Bergstraße - Weinterrasse im Rebmuttergarten in 64646 Heppenheim (Bergstraße) bewertet.
vor 3 Jahren
"Straußenwirtschaft beim Staatswinzer............"
Verifiziert

Geschrieben am 22.08.2016 | Aktualisiert am 22.08.2016
Besucht am 21.08.2016 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 20 EUR
Man kennt die Hessischen Staatsweingüter ja eher über ihre äußerst beeindruckende Vinothek im Kloster Eberbach, weniger bekannt ist die Dependance mitten in der Lage Heppenheimer Centgericht.

Sonntagmittag waren meine Frau und ich dort. Auf der Rückreise von den Schwiegereltern im Schwäbischen ging es zäh über die A5 Richtung Frankfurt. Irgendwie hatten wir Beide Bedarf nach einer Rast. Kurze Diskussion in Höhe Heidelberg mit dem Resultat, lass uns mal ein paar Kilometer B3 fahren, parallel zur A5 durch die Weinberge. Dort wird sicher was Schönes zum einkehren finden.

Wir fuhren also die B3 durch Heppenheim und hätten fast am beeindruckenden Neubau der Bergsträßer Winzer eG gehalten, das verhinderte allerdings die Lage am anderen Straßenrand und der Gegenverkehr. Auf der Suche nach eine Wendemöglichkeit kam mir ein Schild in den Blick "Parkplatz Vinothek und Weinausschank Hessische Staatsweingüter". Noch besser, einige Produkte aus dem Angebot des VDP Weingutes finden regelmäßig den Weg in unseren Keller. Es war kurz nach 12 Uhr und wir konnten oben direkt am Gebäude parken.

Am nördlichen Rand von Heppenheim liegt das Gebäude der Vinothek oberhalb der B3 mitten im Weinberg. Auf der Vorderseite, siehe oben, ein kleiner Parkplatz.

Auf der Rückseite eine schöne Terrasse mit Eingang zu Vinothek und Ausschank zur einen Seite und dem Zugang in die Lage Heppenheimer Centgericht zur anderen Seite.

Die Terrasse bietet bei schönem Wetter einen schönen Blick in den Weinberg.

Natürlich schauten wir erst einmal in die Vinothek und recht schnell ergab es sich, dass einige Produkte der Dependance auf dem Tresen landeten und verkostet wurden.

Die sehr nette und fachkundige Angestellte der Vinothek bemerkte unsere interne Diskussion bezüglich einiger Flaschen, die im Kofferraum landen sollten und schlug uns vor, in Ruhe bei einem kleinen Mittagessen eine Entscheidung zu fällen. Das hatten wir eh vor, aber wir nahmen uns das gerne zu Herzen. Eine kleine Vesperkarte liegt auf den Tischen aus.

Dazu verkündete eine Tafel am Eingang das Angebot von Handkäse und Kochkäse aus dem Odenwald. Das ist ja nun was, was weder der norddeutsche Wikinger noch seine schwäbische Angetraute kennen und so orderten wir je eine Portion für uns Beide. Alle Weine der Domäne Bergstraße plus einige aus dem Rheingau werden natürlich in allen denkbaren Mengen (0,1/0,2/0,5/0,75) zum Verkosten im Ausschank angeboten.
Trotz Selbstbedienung wurde uns am Tisch dann der Käse serviert, es war noch wenig los.

Kochkäse

Handkäse (mit Musik, nachher so recherchiert)
Sauermilchkäse auf Quarkbasis sind ja ein recht regionale Produkte Hessens. Wir beide kosteten von beiden Käsen. Der Kochkäse war sehr mild. Schmackhaft wurde er vor allen Dingen durch ein mit ihm serviertes tadelloses Sauerteigbrot. Leider wird es immer schwerer, natürlich gesäuerte Brote mit hohem Roggenanteil zu finden. Aber noch gibt es ein paar Bäcker, die das können und herstellen. Und der Wirt im Ausschank kauft sein Brot bei einem solchen! Die Kombi war lecker. Sehr viel herzhafter, vermutlich auch reifer, der Handkäs in seiner Zwiebel-Essig-Marinade. Auch hier half das Brot sehr, den Käse zu einem Genuss zu machen. Mir persönlich hat der reifere Handkäse besser gefallen als der sehr milde Kochkäse. Aber mit geröstetem Kümmel ist auch dieser, auf einem guten Brot genossen, eine schöne Vesper.

Dazu für mich ein Glas Riesling, für meine Frau zwei kleine weiße Burgunder (Grau und Weiß). Für 20 EUR eine schöne Rast auf dem Rückweg ins Münsterland.

Und so schleppten wir denn noch zwei Karton zu unserem Wagen und fuhren weiter. Und das mit dem Geschmack eines kleinen Schmankerl auf der Zunge, den die Dame in der Vinothek nach dem packen der zwei Kartons anbot. Eine Trockeneerenauslese von 1988 aus Riesling. Gigantisch gut, man konnte das Glas nicht mehr von der Nase nehmen. Aber ich traute mich auch nicht nach dem Preis zu fragen.....sonst wäre ich noch, unter vermutlichen Protest meiner Frau, schwach geworden..........
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
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