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GastroGuide-User: PetraIO
hat Waldhotel Felschbachhof in 66887 Ulmet bewertet.
vor 5 Jahren
"Eine gute Adresse im Kuseler Land"
Verifiziert

Geschrieben am 07.07.2015 | Aktualisiert am 07.07.2015
Besucht am 06.07.2015
Kleine Vorgeschichte:

Der Felschbachhof ist mir schon seit ca. 20 Jahren als gute Adresse bekannt. So lange ist auch mein erster Besuch im Felschbachhof her. Der Besuch ist mir noch in guter Erinnerung. Ich war zufrieden mit dem Essen und mit meinem Wein.

Damals in „jungen Jahren“ sah ich eine Rieslingempfehlung vom Weingut Armin Diehl („Deutschlands wohl frechester Restaurantkritiker“ und Winzer). Der Name war mir ein Begriff und ich wollte mal schauen, ob so ein Kritiker auch einen anständigen Wein hinbekommt. Für meine damaligen Verhältnisse war der Wein sündhaft teuer und mir noch lange als einer der besten Rieslinge im Bewußtsein.

Der Felschbachhof liegt parallel zur B420, aber so zurückgesetzt dass es wirklich wunderbar ruhig ist. Der Wald grenzt an.

Dieses Mal war ich wieder für einen Tagesseminar mit Kollegen hier.

Service:

Ausreichendes, freundliches und gut geschultes Personal kümmert sich hier um das Wohl der Gäste. Es ist alles gut organisiert. So wurde die gut durchdachte Speisenauswahl kurz im Seminarraum abgegeben und man durfte per Strichliste wählen.

Aufgrund der Hitze fragte ich, ob ich die Vorspeisensuppe in einen Beilagensalat tauschen könne. Kein Problem.
Beim Essen im Restaurant wurden wir zügig bedient. Dennoch denke ich, „normale“ Restaurant- und Hotelgäste werden besser umsorgt. So wurde zum Beispiel nicht gefragt, ob alles Recht ist oder nach weiteren Wünschen gefragt. Auch wurde mein benutztes Besteck beim Tausch in Fischbesteck auf einem Tablett mit dem frischen Fischbesteck (mit Berührung) abgelegt. Ich wies die Servicedame drauf hin, dass ich dieses Besteck für den Salat benutzt hatte. Sie bedankte sich für den Hinweis.

Es ist halt vom Seminaranbieter alles vorgebucht und so läuft einfach das Programm durch, Trinkgeld ist auch nicht in Sicht.

Speisen und Getränke:

Wasser zum Essen (leider kein toller Riesling... aber bei den Temperaturen und Seminar ist Verzicht ratsam!).

Für mich den kleinen Beilagensalat als Vorspeise. Hier die Salate alle definitiv hausgemacht, der Rotkrautsalat in der bunten Mischung war ganz klasse. Ein feines Essig-Öl-Dressing rundete den guten Geschmack der restlichen Rohkost ab. Dem Blattsalat hatte wohl die Hitze sehr zu schaffen gemacht, er hing schlapp „in den Seilen“. Bei den derzeitigen Temperaturen von ~ 40 Grad halte ich es aber auch für möglich, dass schon der Transport zum Felschbachhof den Salat schwächeln ließ.

Die Kollegen waren mit dem  blassen Cremesüppchen von der Erbenschote auch zufrieden, sie kühlte auch nicht so schnell ab :-).

Zur Suppe / Salat wurde ein Körbchen mit 2 Sorten frischem Baguette / Brot gereicht.

Als Hauptgang  wählte ich den hausgebeizten Lachs mit BIO-Zucchinigemüse und BIO-Reis.

Die Portion nicht sehr groß, aber für ein Mittagessen angemessen. Den Lachs hatte ich mir anders vorgestellt, von der Beize war nicht viel zu spüren. Er war geschmacklich aber sehr gut und schön saftig. Das Gemüse hätte für meinen Geschmack noch Biss haben dürfen, es war weich gegart. Der Reis schön locker und mit angenehmen Aroma. Durch den Gemüsesud war das Essen auch mit dem Reis nicht zu trocken.

Danach gab es noch einen kleinen Eiskaffee. Der war leider für „Felschbachhof-Niveau“  wirklich lieblos serviert. 1 Bällchen Eis, Kaffee (dieser hätte vorher besser gekühlt sein müssen), Sahne, Tütenwaffel. Fertig.
Aber extra für meine GastroGuide Kollegin Obacht! habe ich dieses Mal das Dessert genommen!

Meine Kollegen waren von ihren Speisen auch alle sehr angetan. Für einen Seminartag waren wir wirklich sehr zufrieden!

Schön finde ich, dass man sich hier durch die BIO-Lebensmittel  abheben will. Schaut man in die reguläre Speisekarte wird man vor lauter BIO, BIO, BIO fast erschlagen. Da sind dann die Nebenrollen alle als BIO deklariert. Die Hauptrollen, besetzt durch Fisch und Fleisch, leider nicht. Das ist so ein bisschen „Augenwischerei“. Man bemüht sich allerdings um regionalen Einkauf, dies kommt gut an.
 
Ambiente und Sauberkeit:

Ländliches Flair mit viel Holz und gepflegter Gediegenheit. Das passt hier wirklich gut.

Eine Finnhütte gehört auch noch mit zum Hotel. Die ist richtig schön und ich kann mir hier gut ein Fest mit Freunden vorstellen. Mit bis zu 50 Personen kann man hier reservieren.

Ein angelegter Kräutergarten / -schnecke hinter dem Haus. Gebrauchsspuren der Küche sind zu sehen.

Ein Blick in die geräumige Küche war auch möglich - für mich immer ein gutes Zeichen.

Die Tische schön eingedeckt, sogar für uns Seminarteilnehmer mit Stoffservietten und Gartenblumen auf dem Tisch.
Alles piccobello.

Die Toiletten allerdings mit Oberlichtern aus klarem Fensterglas. Klare Fehlplanung. Der Blick vom Nebengebäude oder aus dem höher gelegenen Garten in die Örtlichkeit ist dadurch möglich… und es gibt doch Momente im Leben, da möchte man alleine sein!

Preis/Leistung keine Wertung da ich hier keine Info habe. Die Tagungspauschale inklusive Wasser (3 Sorten im Kühlschrank zur Selbstbedienung), Kaffee, Tee, Gebäck, Mittagsmenü und Nachmittagskuchen dürfte laut Prospekt bei ca. 35,00 pro Person gelegen haben. Das war dann absolut ok!
 
Fazit:

3 - 4 - wenn es sich ergibt, gerne wieder. Das nächste Mal vielleicht privat, dann ist es sicherlich noch besser!
Da wir im Kollegenkreis hier dieses Mal auch regional gebucht waren, haben ein paar Kollegen das Gleiche vor. Auch dies ein Wink an den Service für Tagungsgäste.

(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").     
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung
keine Wertung


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