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GastroGuide-User: Erika11
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vor 4 Jahren
"Eiderstedter Kleinod"
Verifiziert

Geschrieben am 03.08.2017
Besucht am 16.05.2017 2 Personen
Jahrzehntelang schlief das Herrenhaus Hoyersworth hinter Mauern seinen Dornröschenschlaf. Einmal im Jahr öffneten die damaligen Besitzer die Türe für Führungen bis zum nächsten Jahr. Dann wurde es an Alfred Jordy , den Töpfermeister aus Sylt verkauft und er machte das museale Kleinod der Öffentlichkeit vor 5 oder 6 Jahren zugängig. Näheres kann man der Homepage entnehmen. Fährt man die B202 von Tönning nach St. Peter-Ording, so ist der Weg in der Nähe von Kotzenbüll ausgeschildert. Vor der Anlage stehen einige Parkplätze zur Verfügung.

In der ehemaligen guten Stube hat Herr Jordy ein kleines, aber feines und uriges Café eingerichtet, was seine Tochter führt. Betritt man das Herrenhaus, so führen einige knarzende Stufen in den kleinen , edlen aber gemütlichen Gastraum. Dort sitzt man dann auf Stühlen, die uralt sind und an Tischen, die Antiquitäten sind. An den Wänden Fliesen aus der Hand des Hausherrn.  Auch das Obergeschoss, was schon ein Museum für sich ist, kann kostenlos besichtigt werden. Spenden aber sind willkommen.

In einer Ecke der guten Stube befindet sich der Tresen und der Kuchenturm. Hier schlägt das Herz der Süßschnäbel höher. Aber auch für Allergiker hat man ein Herz, denn es gibt Kuchen ohne Gluten, ohne Laktose und noch mehr. Steht vor jeder Torte und vor jedem Kuchen auf Schildern dran. Ein Schwerpunkt bildet die bodenständige Bäckerei mit Dinkelmehl. Rezepte zu einigen Kuchen gibt es in einem Buch von Marion Kiesewetter. Näheres gerne per PN. Ja dann steht man vor der Auswahl und hat die Qual der Wahl. Alles, was wir bisher dort aßen sehr schmackhaft . Man muss sich eben inspirieren lassen, wo man drauf Hunger hat. Kaffee und Tee, der Marke Darboven /Eilles Tee, was für Qualität bürgt. Das mit Kaffee und Tee ist eine angenehme Ausnahme, denn oft bekommt man Discounter Brühe vorgesetzt. Man fühlt sich dort, als wäre man bei dem Besitzer zu Besuch.

Sauberkeit wird in diesem Museumscafé groß geschrieben. Die Bedienung freundlich und aufgeschlossen. Kann auch sein, dass der Hausherr selbst hinter dem Tresen steht. Nur ist er ein richtiger Nordfriese. Freundlich, aber ein wenig brummelig, aber sehr sympathisch. Viele Worte müssen nicht sein. Was er sagt, das hat aber Hand und Fuß.

Die Toiletten sind ein wenig urig, aber sehr gepflegt. Leider ist das Café nur über zwei mal drei Stufen zu erreichen. Ein Besuch lohnt sich. Sowohl für den Kuchen, wie auch für das Museum.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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