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GastroGuide-User: Siebecko
hat Vinarium Der Weinadvokat in 44135 Dortmund bewertet.
vor 1 Jahr
"Ausgezeichnete Weine und schmackhafte Tapas in der angesagten Kaiserstraße"
Verifiziert

Geschrieben am 11.02.2018 | Aktualisiert am 11.02.2018
Besucht am 09.02.2018 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Allgemein
 
Für den eiligen Leser vorab: Weinhandel und Tapas-Bistro auf der belebten Kaiserstraße in der östlichen Innenstadt. Carsten Jekubzik bietet in seinem Fachhandel ausgezeichnete Weine aus vielen Ländern der Welt und für die hungrigen Kunden abends eine große Auswahl an frisch zubereiteten, schmackhaften Tapas. Ich empfehle Reservierung.
 
Parken
 
Einen Parkplatz muss man sich in den vielen Parkbuchten suchen.
 
Ambiente
 
Gleich am Eingang der komplett ebenerdigen Gastronomie ist rechts eine kleine Theke mit mehreren Barhockern davor. Danach beginnt die bestuhlte Fläche für ca. 40 Personen. Auf dem braun-grau gefliesten Boden stehen an den Wänden rings herum etliche dunkle Weinregale, die gefüllt sind mit käuflichen Köstlichkeiten für Weingenießer. Diverse Leuchten und Strahler an der Decke spenden sehr gemütliches, warmes Licht. Gesamteindruck: Ambiente mit Wohlfühlcharakter.
 
Die großzügigen Zweiertische aus dunklen Eisenelementen mit rustikalen Holztischplatten können je nach Anzahl der Gäste flexibel zusammengestellt werden. Alle Tische sind eingedeckt mit dunkelbraunen Kunststoffsets, weißen Brottellern, Besteck in weißen Papierserviettentaschen und Wassergläsern.

Service
 
An diesem Tag war der Laden komplett ausgebucht. Da hatten der geschäftige Inhaber und seine zwei jungen, hübschen Servicedamen reichlich zu tun, um alle Gäste zufrieden zu stellen. Flink, freundlich, höflich regelten sie alles. Auch ein Probeschluck für unbekannte Weine wurde angeboten und Rückfragen zum Essen wurden sofort in der Küche geklärt. Der Bezahlvorgang wurde zügig abgewickelt.
 
Speisenkarte
 
Das Speisenangebot wird dem Gast in einer dunkelbraunen Kunststoffmappe mit transparenten Einlegefächern offeriert. Optisch mehr zweckmäßig als designerisch wertvoll.
Angeboten werden 6 Salate, 12 kalte Tapas, 9 Tapas mit Gemüse, 10 Tapas mit Fisch und Meeresfrüchten, 8 Tapas mit Fleisch, 4 Paellas nur mit Vorbestellung. Details zu den Desserts habe ich vergessen. Bin ja nicht so eine Süße!
Zusätzlich gibt es eine kleine Schiefertafel mit wechselnden Speisen. Ich habe 11 Positionen gezählt.
Das Angebot ist mir zu umfangreich. Kompliment von mir, dass in der winzigen Küche gleichzeitig 4 Personen effizient arbeiten können.
 
Unsere Speisen
 
Mit Brot und Dip vom Haus hatten wir hier gar nicht gerechnet. Da standen plötzlich ein Brotkorb mit köstlichem Baguette und ein erfrischender Dip von frischen, fein zerkleinerten Tomaten vor uns. Das Brot ganz frisch gebacken: außen helle, krosse Kruste – innen fluffig weich. Herrlich!
 
Datteln im Speckmantel - € 6,00
 
Auf Zahnstochern für den fettfreien Transport mit den Fingern in den Mund steckten sechs Datteln, die mit Speck ummantelt und kurz gebraten waren. Innen weich und saftig und außen leicht kross ohne verbrannt zu sein.
 
Garnelen mit Knoblauch, Curry und Cocos - € 11,50
 
In einer heißen braunen Tonschale schwammen in reichlich Sauce acht kleine Garnelen, von Schalen und schwarzem Darm sauber befreit. Nur der kleine Schwanz war noch dran, was aber in diesem Fall den Zweck, die Tierchen zum Verzehr in die Hand zu nehmen, nicht erfüllte. Das wäre nur ohne triefende Sauce möglich gewesen, zumal diese kochend heiß war. Um den fortschreitenden Garprozess der zarten Garnelen abrupt zu beenden, trennte ich die Schwänzchen zügig mit Gabel und Messer ab, fischte sie aus der Sauce und parkte sie auf meinem Brotteller zum schnellen Verzehr. Trotzdem waren mir die Garnelen schon grenzwertig trocken und mehlig.

Ja, ja, die Sauce! Eigentlich eine interessante Komposition von Knoblauch, Cocosmilch und pikantem Curry. Ich steh drauf! Aber durch zu viel Hitze flockten die Bestandteile aus und ließen sich auch durch vorsichtiges Rühren nicht mehr verbinden. Sehr, sehr schade!
 
Lammkotelette 3 Stück - € 10,00
 
Lammcarrée war aus und gibt es wohl demnächst nicht mehr. Als Ersatz stand auf der Tageskarte Lammkotelette. Meine Begleitung war etwas enttäuscht, sollte es doch heute unbedingt Lamm sein.
Natürlich sind drei kleine Lammkoteletts keine üppige Portion, eben Tapas. Das Fleisch war saftig aber durchgebraten; der Fettanteil außen natürlich reichlich. Nicht ein Hauch von rosa Farbe in Sicht! Das geht etwas besser!
 
Grillteller auf Gemüseart - € 8,00
 
Sorgfältig gegrilltes Gemüse: eine halbe Grilltomate, eine halbe vorgekochte Kartoffel, Champignonköpfe, Auberginenscheiben, Zucchinischeiben und Paprikastücke.
Puristische Zubereitung. Sah gut aus und schmeckte gut!
 
Manchego-Käse - € 6,00
 
Sechs dreieckig geschnittene Tranchen von Manchego waren dekorativ fächerartig auf dem Teller platziert. Mittelalter Käse gut gereift.  Nette geschmackliche Abwechslung dazu einige Salzmandeln und kleine Würfel von fruchtig-süßem Quittengelee. Keine Kochkunst aber gute Produkte.
 
Getränke
 
Schlossquelle Mineralwasser mit Kohlensäure - 0,75 l zu € 4,50 – moderater Preis.
2016 Cabernet Sauvignon Rosé, trocken, Vier Jahreszeiten, Pfalz - 0,1 l zu € 3,00 – trink ich noch mal
Verdejo, Bodega Hammesfahr, Rueda, Spanien - 0,1 l zu € 2,00 – war mir zu flach im Geschmack
2016 Grauburgunder trocken, Weingut Steitz, Rheinhessen - 0,1 l zu € 2,50 – guter Winzer, guter Wein
Pompaelo Tinto trocken, Navarra, Spanien – 0,1 l zu € 3,00 – der schmeckte nach mehr
 
Die Weißweine und der Rosé waren uns mit ca. 10-11 Grad etwas zu warm.
 
Fazit

Bis auf einige kleine Schwachstellen in der Küchenleistung waren wir sehr zufrieden.

4 – wenn es sich ergibt, gerne wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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