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GastroGuide-User: Siebecko
hat Oespeler Deele in 44149 Dortmund bewertet.
vor 4 Jahren
"Oespeler Deele: Bloß keine Cannelloni mit Ricotta und Spinat!"
Verifiziert

Geschrieben am 14.10.2016 | Aktualisiert am 14.10.2016
Besucht am 16.09.2016 Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Die Oespeler Deele ist ein alteingesessenes italienisches Restaurant im westlichen Vorort Dortmund-Oespel.
Die Pächter haben im Laufe der Jahre mehrfach gewechselt. Derzeit schwingt Aldo Rematore den Kochlöffel in der im Tiefparterre eines mehrgeschossigen Wohnhauses liegenden Gastronomie.
 
Gleich gegenüber sind eine S-Bahn-Haltestelle und ein öffentlicher Parkplatz.
 
Von der Straße geht man einige Stufen hinab zum Eingang. Innen geht es zu den Fensterplätzen links einige Stufen hoch und rechts zu den Fensterplätzen einige Stufen hinab.
Das Ambiente war, seit ich vor 20 Jahren dort war, fast unverändert. Nur die Bestuhlung aus rustikalem Leder scheint neuer zu sein.
Die Gestaltung der Räumlichkeit war auf sehr rustikal getrimmt. Dunkelrote alte Bodenfliesen. An der Decke und den Wänden etliche dunkle Balken, die Fachwerk simulieren sollen. Ein großes hölzernes Wagenrad unter der Decke unterstrich diesen Stil. Alles wirkte auf mich sehr düster und verstaubt. Die vier Glaswindlichter auf der Fensterbank neben mir waren verstaubt und voller Kerzenwachsrückstände.
Die uralten hölzernen Kneipentische wiesen deutliche Gebrauchsspuren auf. Sie waren mit beigen Sets mit Ledermotiv, einfacher weißer Stoffserviette, einer Glasvase mit frischer Blume, einem Milchglaswindlicht sowie Pfeffer- und Salzmühlen eingedeckt.
 
Service
 
Ein junges Pärchen war für den Service zuständig. Er schickte sie zu mir für die Aufnahme meiner Bestellung. Sie war hübsch, aber gehemmt und unerfahren. Vielleicht war ich der erste Gast, auf den sie losgelassen wurde. Eine Verständigung auf deutsch war kaum möglich. Mit Hilfe ihres Kollegen klappte die Bestellung doch noch. Ich meine, ein nettes Lächeln macht noch keinen guten Service!
Zum Schluss entschuldigte sich der Inhaber, dass seine Tochter noch nicht gut deutsch spreche.
 
Speisekarte
 
Die üblichen italienischen seit Jahrzehnten unveränderten Verdächtigen.
8 Vorspeisen 8-16 €; 16 Pastagerichte 7-12 €; 7 Fleischgerichte 13-24 €; Fischgerichte 17-26 €.
 
Mein Essen
 
Vorab reichte man mir eine Scheibe Baguette mit Bruschetta als Gruß aus der Küche. Das sah ordentlich aus, ließ ich aber dankend zurückgehen, da ich Bruschetta nicht mag.
 
Cannelloni alla Ricotta e Spinaci – 8,50
Teigröllchen gefüllt mit Ricotta und Spinat
 
 ...sollten mich angenehm sättigen. In einer ovalen Auflaufform lagen vier Teigrollen, die mit salzarmer Tomatensauce umgossen und mit Reibkäse gratiniert waren. Die Füllung der Rollen bestand aus einer festen grünen Masse, die weder nach Ricotta noch nach Spinat schmeckte. Hartnäckig pappte sie an meinem Gaumen fest. Ich hatte das Gefühl, eine grün eingefärbte Mehlpampe zu essen. Die Füllung schmeckte mir so ähnlich wie die billiger Convenience-Tortellini – nämlich nach nichts.
Ich dachte mir, wenn der Koch Cannelloni mit frischem Ricotta und frischem Spinat nicht kann, sollte er es schnell von der Karte nehmen!

Cannelloni: Detail Füllung

 
Zum Abräumen kam der Koch/Inhaber zu mir an den Tisch. Er sah meine noch halb gefüllte Schale und fragte, ob es mir geschmeckt habe. Ich sagte ihm „nein“ und „dass die Füllung sehr trocken und geschmacksarm war“. Er räumte ab und ging ohne etwas darauf zu antworten.
 
Ich trank mein San Pellegrino 0,25 l zu 2,50 € und mein Glas gekühlten Chardonnay 0,1 zu 2,50 € aus und ging!
 
Fazit
 
2 – kaum wieder, da ich hier kein Interesse auf weitere kulinarische Experimente habe.
 
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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