Neues aus der Gastroszene

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Lobacher
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Lobacher » Mi 2. Dez 2015, 14:20

Hier kommen die besten Adressen für Steakfans in Deutschland,
ausgewählt von der Zeitschrift "Der Feinschmecker".

Backnang
Backnanger Stuben

Fleisch aus Neuseeland, Irland und von Limousin-Rindern kommt auf den Grill der gemütlichen Stuben. Beliebt ist das Drei-Gänge-Steakmenü für 39 Euro.
Bahnhofstr. 7, Tel. 07191-912 79 37, http://www.bk-stuben.de

Berlin
Filetstück - das Urgestein

Rustikale Holztische, lässige Interieur und bestes trocken gereiftes Rindfleisch, das akkurat gegrillt wird. Zum Steak wählt man Saucen und kreative Beilagen wie Babyspinat mit Ingwer-Limetten-Sauce
OT Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee 45, Tel. 030-48 82 03 04, http://www.filetstueck-berlin.de

Royal
Blickfang im Szeneklassiker sind die Rinderhälften im Show-Kühlraum. Auf dem Grill liegen Porterhouse-Steaks, Filets und mächtige Entrecotes in höchster Qualität, auch vom japanischen Kobe-Rind.
OT Mitte, Friedrichstr. 105 b, Tel. 030-28 87 92 88, http://www.grillroyal.com

Midtown Grill
Aus der Showküche kommen US-Klassiker wie in New York. T-Bone-Steak, Rib-Eye, Striploin, Tenderloin vom Black Angus liefern "Creekstone Farms".
OT Tiergarten, im Hotel"Marriott", Ebertstr. 3, Tel. 030-220 00 64 15, http://www.midtown-grill.de

The Grand
Das Fleisch stammt von norddeutschen Milchkühen, außerdem gibt's Irish Hereford Prime und Kobe Beef (BMS 10, höchste Marmorierungsstufe).
OT Mitte, Hirtenstr. 4, Tel. 030-278 90 99 55, http://www.the-grand-berlin.com

Bremen
The Grill

Die Steaks liefert der Betrieb "Greater Omaha" in Nebraska, gebrutzelt wird auf dem Southbend Grill (800 Grad heiß).
OT Vahr, In der Vahr 64, Tel. 0421-87 82 56 40, http://www.the-grill-bremen.de

Dortmund
Emil - Grill und Meer

Im Gewölbekeller des "Dortmunder U". Neben Rindfleisch aus Australien, Neuseeland und den USA kommen dry-aged-Cuts vom Rücken der Pommerschen Färse (Jungkuh), italienisches Milchkalb und kanadische Bison-Hüftsteaks auf den 800 Grad heißen Grill.
Innenstadt, Emil-Moog-Platz, Tel. 0231-47 64 78 14, http://www.emil-dortmund.de

Hohoffs 800°
Das Fleisch aus Nebraska (Omaha Natural Angus Beef) und von "Donald Russell" aus Irland (dry-aged) wird auf dem Southbend-Grill perfekt gegart. Die Steaksauce bereitet der Service am Tisch zu. Grill perfekt gegart.
OT Deusen, Deusener Str. 215, Tel. 0231-92 69 96 05, http://www.hohoffs.de

Dresden
[m]eatery

In gläsernen Schränken reift das Fleisch verschiedener Rinderrassen mindestens sechs Wochen. Tatar in drei Variationen.
Innenstadt, im Hotel "Gewandhaus", Ringstr. 1, Tel. 0351-49 49 80, http://www.meatery.de

Düsseldorf
Golden Calf

Luxus pur mit Kobe, Kalb und Kaviar. Eine gute Übersicht bietet die "Japanese Wagyu Degustation" mit vier Teilstücken von Kobe Beef und Wagyu-Fleisch aus der Region Kagoshima.
OT Pempelfort, Moltkestr. 120, Tel. 0211-51 50 79 79, http://www.goldencalf.de

The Classic Western
Ein signature dish des klassischen Steakhauses Steakhouse ist das "Apachi Prime Cut Filet" im scharfen Gewürzmantel. Informative Fleischpräsentation am Tisch.
OT Pempelfort, Tußmannstr. 12, Tel. 0211-20 03 15 07, http://www.steakhouse-duesseldorf.de

Essen
Bistecca Grillroom

Eleganz mit Wurzelholztischen und feinen Stoffen. An Steaks gibt es argentinisches Black Angus von "Quickfood", Prime Beef von "Greater Omaha" in Nebraska und australisches Wagyu Beef von "Jack's Creek".
Innenstadt, Rüttenscheider Str. 2, Tel. 0201-74 71 69 31, http://www.bistecca-grillroom.de

Frankfurt am Main
Buffalo

Frankfurts Steakklassiker, eröffnet vor 42 Jahren. Die Premiumware aus Argentinien wird auf einem Eisenguss-Grill zubereitet.
Innenstadt, Kaiserhofstr. 18-20, Tel. 069-28 57 96, http://www.buffalo-steakhaus.de

M-Steakhouse
Fleischpräsentation am Tisch von neuseeländischem Rib-Eye bis zum dry-aged-Tomahawk aus Nebraska. Süßlich-scharfe Sauce, gute Beilage: cream spinach.
OT Westend, Feuerbachstr. 11 a, Tel. 069-71 03 40 50, http://www.mook-group.de

Surf'n Turf
Die jüngere Schwester des "M". Das namensgebende Gericht wird mit halbem oder ganzem Hummer serviert. Terrasse.
OT Westend, Grüneburgweg 95, Tel. 069-72 21 22, OT , http://www.mook-group.de

Geisenheim
Grill & Wine Bar

Auf den Josper-Holzkohlegrill kommen heimisches Limousin-Rind und USPrime-Beef. Zehn verschiedene Saucen.
OT Johannisberg, im Hotel "Burg Schwarzenstein", Rosengasse 32,OT Johannisberg, Tel. 06722-995 00, http://www.burg-schwarzenstein.de

Hamburg
Bullerei

Betont lässige Atmosphäre beim Fernsehkoch Tim Mälzer. Entrecote, Filet oder US-Beef-Ribs werden solide gegrillt.
OT Karolinenviertel, Lagerstr. 34 b, Tel. 040-33 44 21 10, http://www.bullerei.com

Delta Bistro
Fensterloses Bistro im ersten Stock des Fleischlieferanten. Dry-aged beef in fünf Garstufen - die Qualität überzeugt.
OT St. Pauli, Lagerstr. 11, Tel. 040-431 61 36, http://www.delta-hamburg.de

Mash
Die dänische Kette möchte mit ihrem "Modern American Steakhouse" nach London nun auch Hamburg erobern. Könnte klappen - beste Fleischqualität.
OT Altona, Große Elbstr. 148- 50, Tel. 040-809 00 81 11, http://www.mashsteak.de

[m]eatery
In lässigem Ambiente werden argentinisches Black Angus, American Beef oder Husumer Weiderind angeboten. Das Fleisch vom Weiderind reift in der gläseren "Dry-aged-box" im Restaurant.
OT Neustadt, im Hotel "Side", Drehbahn 49, Tel. 040-30 99 90, http://www.side-hamburg.de

Rach & Ritchy
Beste Steaks vom Southbend-Grill, etwa Filets vom Black Angus, dazu hausgemachte Pommes und knackiges Gemüse.
OT Bahrenfeld, Holstenkamp 71, Tel. 040-89 72 61 70, http://www.rach-ritchy.de

Heroldsberg
Freihardt

Fränkisches Gasthaus nahe Nürnberg. Das dry-aged beef vom heimischen Rind kommt aus dem eigenen Reifeschrank.
Hauptstr. 81, Tel. 0911- 518 08 05, http://www.freihardt.com

Köln
Pure White Food

Dry-aged US-Beef, japanisches Ozaki-US-Beef, japanisches Ozaki-Rind, australisches Wagyu in Top-Qualität.
OT Belgisches Viertel, Antwerpener Str. 5, Tel. 0221-29 43 65 07, http://www.pure-white-food.de

Leipzig
Steaktrain

Die Steaks in diversen Cuts von argentinischen und von Holstein-Rindern garen auf dem Lavagrill.
Innenstadt, im "Seaside Parkhotel", Richard-Wagner-Str. 7, Tel. 0341-985 20, http://www.parkhotelleipzig.de

Mülheim an der Ruhr
KAIS Restaurant & Bar

Irisches dry-aged beef vom Lavasteingrill, der mit besonders dicken Grillstäben und einer erhöhten Zahl von Brennern für ein optimales Gar-Ergebnis bürgt.
OT Saarn, Düsseldorfer Str. 269, Tel. 0208-848 40 07, Tel. 0208-848 40 07, http://www.kais-mh.de

München
Brenner

Steaks vom Black Angus und Pommerschen Weiderind (vier Wochen trocken gereift) aus artgerechter Haltung kommen unter anderem auf den Buchenholzkohle-Grill in der vollverglasten Säulenhalle.
Altstadt-Lehel, Maximilianstr. 15, Tel. 089-452 28 80, http://www.brennergrill.de

Little London
Das Schummer-Ambiente erinnert an einen Edgar-Wallace-Film. Im Angebot sind australischesWagyu, irisches Black Angus und auch Nebraska-Roastbeef. Dazu gibt es propere Ofenkartoffeln mit Maldon Sea Salt und offene Spitzenweine, Wasser ist immer inklusive.
Innenstadt, Tal 31, Tel. 089- 22 23 94 88, http://www.little-london.de

The Grill
Im lackschwarzen Interieur wird das Premium-Rind bis Nebraska) (dry-aged, von Charolaisvon Charolais bis Nebraska) in sechs Garstufen über dem offenen Feuer zubereitet. Gute Weinauswahl.
Altstadt-Lehel, Lenbachplatz 8, Tel. 089-45 20 59 50, Tel. 089-45 20 59 50, http://www.the-grill-munich.de

Theresa
In "Theresas" Grillabteilung werden saftige Steaks gebraten. Das Fleisch von deutschen Rindern reift 35 Tage, aus Spanien kommen Roastbeef ("Txogitxu"-Qualität, 25 Tage gereift) und Ibérico-Kotelett.
OT Maxvorstadt, Theresienstr. 29, Tel. 089-28 80 33 01, http://www.theresa-restaurant.com

Weinbauer's Metzgerei
Atter-Ochs, Allgäuer Buntvieh, Limpurger oder das Schweizer Luma-Beef, auch Wollschwein gibt's perfekt gebraten.
OT Schwabing, Siegfriedstr. 14, Tel. 089-89 08 29 80, http://www.weinbauersmetzgerei.de

Nienstädt
Sülbecker Krug

Das Traditionshaus huldigt dem US-Beef. Entrecote, flank steak BBQ-Style und Filet werden bei 800 Grad bestens gegrillt.
OT Sülbeck, Mindener Str. 6, Tel. 05724-955 00, http://www.suelbeckerkrug.de

Nürnberg
Gusto Natural

Aus Uruguay kommt das Fleisch für Rib eye, Sirloin und Filets, die mit Sorgfalt über Holzkohle gegrillt werden.
OT Mögeldorf, Bürgweg 25, Tel. 0911-148 70 30 20, http://www.gusto-natural.de

Oldenburg
Brasserie Michael Schmitz

Diverse Steaks vom Grill in der schicken Brasserie. Prunkstück: das im Reifeschrank abgehangene, rund 800 Gramm schwere Côte de Boeuf für zwei Personen.
Im Hotel "altera", Herbartgang 6, Tel. 0441-21 90 84 00, http://www.schmitz-oldenburg.de


Saarbrücken
Schlachthof Brasserie

Das Fleisch reift in speziellen Kühlräumen bei geringer Luftfeuchtigkeit 42 Tage am Knochen. Das garantiert mit dem 800 Grad heißen Spezialgrill höchste Qualität.
OT St. Johann, Straße des 13. Januar 35, Tel. 0681-685 33 32, http://www.schlachthof-brasserie.de

Stuttgart
[m]eatery

Im dekorativen Glasschrank reifen die Rinderhälften aus Argentinien und den USA sieben Wochen lang.
Innenstadt, Kronprinzstr. 24, Tel. 0711-87 03 98 80, http://www.stuttgart.meatery.de

Pier 51
Neben dem Seafood steht der Inhalt des Fleisch-Klimaschranks im Mittelpunkt: Heimisches, Argentinisches und US-Beef in diversen Cuts, teilweise dry-aged.
OT Degerloch, Löffelstr. 22-24, Tel. 0711-976 99 97, http://www.pier51-stuttgart.de

Sylt/Rantum
Sansibar

Die Kult-Strandbude serviert auch sehr gute Steaks: Wagyu-Beef von Dan Morgan aus Nebraska, US-Beef in Prime-Qualität, US-Bison, australisches Striploin.
Hörnumer Str. 80, Tel. 04651-96 46 46, http://www.sansibar.de

Sylt/Westerland
Ivo & Co

Erstklassige Steaks vom Husumer Weiderind oder US-Beef werden im kleinen Lokal perfekt gegart. Hausgemachte Dips, sehr gute, erschwingliche Weine.
Gaadstr. 7, Tel. 04651- 231 11, http://www.ivoundco.de

Trier
Plaza Grill

Top-Qualität vom heimischen Weiderind bis zu US-Steakvarianten, auch Sauce béarnaise und Portweinjus überzeugen.
Innen stadt, im Hotel "Park Plaza", Nikolaus-Koch-Platz 1, Tel. 0651-999 30, http://www.parkplaza-trier.de

Würzburg
Chase

Im Schwesterlokal des "Backöfele" werden Nebraska-Steaks der Qualitätsstufen Prime und Choice gegrillt.
Innenstadt, Bockgasse 3, Tel. 0931-502 71, http://www.chase-steakhouse.de
Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist. :?

Lavandula
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Lavandula » Do 3. Dez 2015, 00:12

Sehr schöne Fleißarbeit! *dickesLobaussprech*

Lobacher
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Lobacher » Mi 16. Dez 2015, 10:25

Domino's schluckt größte deutsche Pizza-Kette Joey's

Die US-Pizzakette Domino's will mit dem Kauf des Marktführers
unter den Lieferdiensten nun endlich ein Bein auf dem deutschen
Markt bekommen - und greift dafür tief in die Kasse.

Der größte deutsche Pizza-Lieferdienst Joey's Pizza wird vom
Konkurrenten Domino's übernommen. Der Kaufpreis für die Kette
mit ihren bundesweit 221 Filialen liege bei 45 Millionen Euro,
teilten die Käufer am späten Dienstagabend mit.

Bei Erfüllung bestimmter Kriterien könnte er sich auf bis zu 79
Millionen Euro erhöhen. Die US-Pizzakette Domino's hat
Schwierigkeiten, in Deutschland Fuß zu fassen. Derzeit betreibt
die Gruppe 20 Filialen in Deutschland, mindestens fünf sollen
nun geschlossen werden. Auch die Hauptverwaltung in Düsseldorf
und eine Verwaltung in Berlin werden dichtgemacht.

Erworben wird Joey's von einem Joint Venture der britischen
Domino's Pizza Group ("DPG") und der australischen Domino's
Pizza Enterprises ("DPE"). DPG hält die Franchise-Rechte für
Domino's Pizza unter anderem in Großbritannien und Deutschland,
DPE besitzt die Franchise-Rechte für Domino's Pizza unter
anderem in Frankreich und den Niederlanden.

Joey's Pizza wurde 1988 gegründet und erwartet im laufenden
Jahr bei einem Umsatz von 143 Millionen Euro einen Betriebsgewinn
(Ebitda) von rund sieben Millionen Euro. Die Übernahme, die noch
von den Behörden genehmigt werden muss, soll im Frühjahr
abgeschlossen werden.

rei/reuters
Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist. :?

Obacht!
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Obacht! » Mi 13. Jan 2016, 20:28

http://www.br.de/radio/bayern2/gesellsc ... o-100.html

... und GG ist natürlich nicht genannt :oops:

Lobacher
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Lobacher » Mo 18. Jan 2016, 16:02

Stühlerücken bei der kriselnden Restaurantkette Vapiano:
für den Chefkontrolleur Stephan Howaldt kommt nun der
McKinsey-Direktor Thomas Tochtermann. Auch neu in das
Kontrollgremium rückt Gregor Gerlach, er hält 30 Prozent
der Anteile und ist der Vapiano – Gründer (bisher
Vorstandsvorsitzender).

Rigbert Fischer, Beteiligungsmanager der Fininvest
Verwaltungs GmbH, vertritt künftig die Interessen
der Wella-Erben Gisa und Hans-Joachim Sander
(26 Prozent der Anteile).

Seit September letzten Jahres ist der neue Vorstandsvorsitzende
Jochen Halfmann im Amt.

Lediglich der stellvertretende Aufsichtsratschef Hinrich Stahl
vertritt wie bisher den Tchibo-Erben und Vapiano-Großinvestor
Günter Herz mit 44 % der Anteile.
Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist. :?

Obacht!
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Obacht! » Mo 25. Jan 2016, 17:48

McD hat mit dem gesteigerten Gesundheitsbewußtsein seiner Kunden zu kämpfen. Ob da gerade diese Idee hilfreich ist?

http://www.gmx.net/magazine/gesundheit/ ... s-31294804

AndiHa
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von AndiHa » Mo 25. Jan 2016, 18:07

Obacht! hat geschrieben:McD hat mit dem gesteigerten Gesundheitsbewußtsein seiner Kunden zu kämpfen. Ob da gerade diese Idee hilfreich ist?

http://www.gmx.net/magazine/gesundheit/ ... s-31294804
Ich kann mir durchaus vorstellen, daß diese Idee in Japan erfolgreich sein könnte.
Ein Stau ist nur hinten blöd.
Vorne geht's eigentlich

Obacht!
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Obacht! » Fr 5. Feb 2016, 17:53


Lobacher
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Lobacher » Sa 6. Feb 2016, 10:47

Die 20 besten Italiener Deutschlands (laut „Der Feinschmecker“)


1. Acquarello, München
Keine deutsche Stadt ist Italien näher. Da liegt es nahe, dass auch Deutschlands bestes italienisches Restaurant hier steht.
Patron Mario Gamba gibt seit 22 Jahren mit herzlicher Grandezza den kulinarischen Botschafter seiner Heimat. Da er vorher in Frankreich, Spanien und der Schweiz Erfahrungen gesammelt hatte, kommen die Gerichte mit einem weltläufigen Touch auf die Tische. Und weil ein ambitionierter Gastronom bei der Qualität seiner Zutaten keine Kompromisse macht, stammt der Lachs aus Schottland, die Taube aus der Bresse und das Lamm aus den Pyrenäen.
Mühlbaurstr. 36, Tel. 089/470 48 48, http://www.acquarello.com

2. Anna Sgroi, Hamburg
Für Deutschlands beste Pastagerichte muss man nach Hamburg fahren: Wohl niemand kann sie besser zubereiten als Anna Sgroi in ihrem kleinen Palais nahe der Außenalster.
Bestseller sind die Ravioli-Variationen aus fast durchsichtigem Teig. Auch die übrigen Gerichte begeistern mit Eleganz und intensiven Aromen, ob Steinbutt mit violetten Artischocken, Topinambur und Barbera-Fond oder das Zicklein aus dem Ofen mit Mangold-Saubohnen- Roulade. Wir freuen uns auf den Sommer, wenn wir Annas Delikatessen auf der Terrasse an der schmalen, lebendigen Pöseldorfer Gasse genießen können.
Milchstr. 7, Tel. 040/28 00 39 30, http://www.annasgroi.de

3. Villa Medici, Münster
Seit nunmehr 29 Jahren steht das "Medici" für feine italianità in Westfalen. So elegant und urban wie die Inneneinrichtung der Villa sind die Gerichte, die Hausherr Carmelo Caputo und Küchenchef Daniel Wobbe auftischen. Eine feine Sache ist der Hausklassiker lauwarmer Kartoffel-Pulpo-Salat mit Riesengamba und Pesto, beim caprese tritt das Basilikum als erfrischende Mousse auf. Gediegene Weinkultur.
Prozessionsweg 402, Tel. 0251/342 18, http://www.villa-medici-muenster.de

4. Carmelo Greco, Frankfurt am Main
Die Nummer eins am Main! Carmelo Greco steht fest auf italienischem Fundament, sperrt die übrige kulinarische Welt aber nicht aus, er nutzt ihre Errungenschaften für zeitgemäße, geschmackssichere Gerichte. Beispielhaft ist die gebratene Entenstopfleber mit Belper Knolle (Schweizer Hartkäse) und Birneneis. Eleganter Rahmen in Grau, Silber und Gold.
Ziegelhüttenweg 1-3, Tel. 069/60 60 89 67, http://www.carmelo-greco.de

5. Enzo im Schiffchen, Düsseldorf
Der Meisterkoch Jean-Claude Bourgueil kann auch italienisch - mit französischer Raffinesse. In seinem Zweitlokal wird Vitello tonnato zur eleganten Komposition aus zartem Milchkalb mit sardellengewürzter Creme und Thunfisch mit bottarga; Hummer und Garnele adeln Muschelnudeln in Estragonsauce. Maître und Namensgeber Enzo Caso sorgt im schmalen Lokal für die mediterran-leichte Atmosphäre und weiß auch genau, welcher Wein zu welchem Gast passt.
Kaiserswerther Markt 9, Tel. 0211/40 10 50, http://www.im-schiffchen.com

6. Alfredo, Köln
Das Ristorante gibt es noch nicht so lange wie den Dom, aber eine Kölner Institution ist es allemal: Vor 42 Jahren begann Alfredo Carturan, den Rheinländern zu vermitteln, dass italienische Küche mehr ist als Pasta und Pizza - mit großem Erfolg. Sein Sohn Roberto setzt die Tradition fort, mit sensiblen Kompositionen, die von den Regionalküchen Italiens inspiriert sind. Weine und Olivenöle importiert er selbst.
Tunisstr. 3, Tel. 0221/257 73 80, http://www.ristorante-alfredo.com

7. Scarpati, Wuppertal
Seit mehr als drei Jahrzehnten steht das elegante Ristorante in einer bergischen Fachwerk-Villa für klassische alta cucina italiana mit einem Hauch Frankreich. Trofie (gedrehte Nudeln) mit Taleggio-Sauce und Trüffeln schmecken ebenso ausgezeichnet wie gebratener Atlantik-Seeteufel mit Belugalinsen. Der junge Jerome Scarpati bringt Schwung ins Haus.
Scheffelstr. 41, Tel. 0202/78 40 74, http://www.scarpati.de

8. La Vigna, Sulzburg
Südbaden ist eine gastronomisch hoch entwickelte Region. Braucht es da noch ein italienisches Restaurant? So eines wie dieses auf jeden Fall! Ob Jakobsmuscheln mit Orangen-Fenchel-Salat, ob Seeteufel-Saltimbocca oder scaloppine al limone: Die kräftigen, klaren Aromen passen zum Klima im sonnenreichen Südwesten. Dazu kommen die guten Weine aus der Region und aus Italien sowie die natürliche Herzlichkeit der gastgebenden Familie Esposito - also alle Voraussetzungen für das Prädikat Lieblingsrestaurant.
Weinstr. 38, Tel. 07634/80 14, http://www.restaurant-la-vigna.de

9. La Scala, Hamburg
Zu Mario Zini gehen wir in Hamburg besonders gern, und das bleibt auch so. Weil der Patron über stupende Weinkenntnisse verfügt, die weit über seine Heimat hinausreichen.
Weil sein Sohn Michele eine blitzsaubere, authentische Küche jenseits kurzlebiger Moden pflegt und weil das Ristorante seine Vergangenheit als Eckkneipe nicht leugnet, sondern so bewahrt, dass man sich festsitzen möchte. Noch einen Wein, bitte! Falkenried 54, Tel. 040/420 62 95, http://www.ristorante-la-scala.com

10. San Lorenzo, Glinde bei Hamburg
Wenn ein atlantischer Tiefausläufer mal wieder deutlich macht, dass Norddeutschland ziemlich weit vom Mittelmeer liegt, dann spendet die Einkehr in die weiße Gründerzeitvilla am Glinder Mühlenteich Trost. Schon der Anblick der Weinregale wärmt das Herz, und der herzliche Empfang der Gastgeberin Iris Dellavecchia bringt Sonne ins Gemüt. Stehen dann spaghetti alla chitarra im Parmesanlaib oder Steinbutt mit Entengriebenkruste und Tomaten-Minz-Chutney oder Lammrücken mit Auberginen-caponata aus Beppe Dellavecchias Küche auf dem Tisch, herrscht ein Menü lang prima Klima. Zu dem tragen rund 300 Weine - vor allem aus der Toskana, aus Piemont und dem Friaul - einen erheb lichen Teil bei, sie sind die Leidenschaft der Hausherrin. Im Bistro "Lorenzino" gibt's Antipasti, Pasta und Pizza, auch außer Haus.
Kupfermühlenweg 2, Tel. 040/711 24 24, http://www.san-lorenzo-glinde.de

11. Acetaia, München
Die Nummer zwei unter Münchens vielen italienischen Restaurants. Romantisch ist die Atmosphäre in dem Lokal in Neuhausen-Nymphenburg mit seinem Altbauflair und dem schummerigen Kerzenlicht. Einfallsreich sind die Gerichte, die mit ihren kräftigen Aromen Italien vom Stiefelschaft bis zur Spitze repräsentieren: Carpaccio wird da aus Hirschfleisch mit Löwenzahn, Mohn samen und Tomatensauce zubereitet, eine Kürbiscremesuppe mit Lammzunge angerichtet, und der Seeteufel schmeckt angenehm fruchtig mit Orangen- Karotten-Sauce und Knusper-Couscous. Sehr gute Weinauswahl. Toller Terrazzo- Boden, hübsche Terrasse im Vorhof.
Nymphenburger Str. 215, Tel. 089/13 92 90 77, http://www.restaurant-acetaia.de

12. Minneci Leonardo, Nürnberg
In dem stimmungsvollen Restaurant mit Balkendecke im historischen Altstadtgebäude werden die italienisch-mediterranen Gerichte fast ausschließlich aus saisonalen Zutaten bereitet, und die Pasta ist selbstverständlich hausgemacht.
Wie wär's mit einem offenen Raviolo mit Pastinakenpüree, Entenragout und Balsamico-Zwiebel? Oder lieber Chicorée im Orangensud mit Garnele und Avocado-Espuma? Im Sommer lockt eine Hofterrasse nach draußen, und das Kellergewölbe der "Cantina del Vino" ist eine urige Kulisse für Wein proben.
Zirkelschmiedsgasse 28, Tel. 0911/20 96 55, http://www.minneci-ristorante.de

13. Galleria, München
Wenn die Chefin in dem farbenfrohen Restaurant einen Stammgast überschwänglich mit "Ciao, bello" begrüßt, passt das zur Leidenschaft, mit der sie ihr Lokal zwischen Marienplatz und "Hofbräuhaus" führt. Die Küche ist durchaus ideenreich: Die Entenbrust gibt es im Herbst auch mit Lavendel-Sichuanpfeffer- Kruste, Fenchel und Steinpilzen. Die lockeren, mit Weichkäse gefüllten Gnocchi zu hauch feinen Scheiben vom Schweinebauch und Radicchio sind fast so groß wie Kinderfäuste. Große Weinauswahl.
Sparkassenstr. 11, Tel. 089/29 79 95, http://www.ristorante-galleria.de

14. La Grappa, Essen
Von der üppig dekorierten, nicht mehr ganz zeitgemäßen Einrichtung sollte man sich nicht täuschen lassen bei Essens bestem Italiener im Südviertel: Die ist mit den vielen Stammgästen in Würde gealtert. Schon die Weinkarte mit 1200 Positionen und einer gigantischen Grappa-Auswahl nötigt Respekt ab. Gekocht wird in Padrone Rino Frattesis Reich über - zeugend authentisch und handwerklich tadellos. Haus gemachte Cannelloni mit Tiroler Speck, Steinbutt auf Seeigelmark oder Taube mit Balsamico-Sauce überzeugen in heiterer Atmosphäre mit herrlichen südlichen Aromen. Wir kommen wieder! Rellinghauser Str. 4-6, Tel. 0201/23 17 66, http://www.la-grappa.de

15. Villa Medici, Krefeld
Die Jugendstilvilla im grünen Stadtteil Bockum mit stilvoll-gediegenem Flair, Stuck und getäfelten Wänden ist das beste Restaurant der Stadt. Der Service überfällt die Gäste nicht mit überschwänglich-jovialen Gesten, sondern ist dezent und zuvorkommend, wenn er die Tagesgerichte empfiehlt. Bei denen wagt die Küche kreative Experimente, ansonsten hat sie sich der klassischen cucina italiana ver schrieben: Gegrillten Fisch nach Marktangebot gibt es ebenso wie ossobucco und diverse Pastagerichte.
Schönwasserstr. 73, Tel. 02151/506 60, http://www.villa-medici-krefeld.de

16. Enoteca, Freiburg im Breisgau
Ein Klassiker in Freiburgs Innenstadt. Schlicht ist die Einrichtung mit blanken Holztischen, aber hoch der Anspruch, wenn es um die Qualität der Zutaten geht. Fast alles wird hier selbst gemacht, das Brot wie auch die sehr gute Pasta - nicht nur Steinpilzravioli mit Birne und gerösteten Walnüssen wärmen die Seele. Klassisch ist die Grundlinie, bis weilen geht es durchaus ambitionierter zu, etwa bei confiertem Kabeljau mit Gemüse tatar und Herbsttrompeten-Vinaigrette, bei gebratenem Weißem Heilbutt mit Orangen-Chicorée und Venusmuschelrisotto oder Wildschweinragout mit Quitten und Salbei-Polenta. Weinbar.
Gerberau 21, Tel. 0761/389 91 30, http://www.enoteca-freiburg.de

17. Sette Feinbistro, Elmshorn
Das schlicht-moderne Tagesbistro und der angeschlossene Feinkostladen in der Fußgängerzone des holsteinischen Städtchens sind ein kleines Paradies für Liebhaber italienisch-mediterraner Köstlichkeiten. Auf der Tageskarte steht immer beste Pasta: mit Pesto gefüllte panzerotti zum Beispiel oder taglierini (feine Eierbandnudeln) mit Jakobs muscheln. Sich darauf zu beschränken wäre allerdings töricht, weil die übrigen Gerichte wie Gänseleber mit Milchreisschaum und Zitrusfrüchten oder Kalbssteak mit Artischocken, Tomaten und Oliven auch sehr gut sind. Keinesfalls sollte man das Dessert auslassen - um die süße Abteilung kümmert sich die Chefin persönlich.
Marktstr. 7, Tel. 04121/26 29 39, http://www.sette-feinbistro.de

18. Cornelia Poletto, Hamburg
An den Tischen in der kleinen gastronomia der Fernsehköchin im Stadtteil Eppendorf sitzt man zwischen Regalen und Theke, beides üppig gefüllt mit Schinken, Käse, Saucen, Gewürzen und Olivenölen. Auf der kleinen Karte stehen Klassiker wie Antipasti oder Sardinillas de Rianxo aus der Dose sowie Tagesgerichte, unter denen immer auch Pasta ist (etwa Kartoffel-Vacherin-agnolotti mit Blattspinat, Parmesanschaum und Trüffeln) sowie ein Fisch- und ein Fleischgericht, etwa Weißer Heilbutt mit Limetten-Kapern-Jus. In der Saison gibt's nach Hamburger Tradition auch mal eine Vierländer Ente.
Eppendorfer Landstr. 80, Tel. 040/480 21 59, http://www.cornelia-poletto.de

19. Vecchia Lanterna, München
Der Umzug vom Vorort Germering in den Lehel freut die Münchner: Sie lieben das schicke Lokal mit der teilverglasten Küche und dem prachtvollen gläsernen Weinklimaschrank über eine ganze Wand länge. Hier weiß man, wie gute Pasta (natürlich hausgemacht) sein muss, das beweisen zum Beispiel Tortelloni mit Salsiccia, wildem Fenchel und cima di rapa (Stängelkohl). Gerichte wie gefüllte Artischocken mit Losa-Käse, Kartoffelcreme und Trüffeln oder bretonischer Steinbutt mit Risotto zeugen vom Anspruch der Küche.
St.-Anna-Str. 31, Tel. 089/81 89 20 96, http://www.vecchia-lanterna.de

20. Hippocampus, München
Der Marmor für den Fußboden stammt aus Siena. Auch sonst ist in dem beliebten Ristorante in Bogenhausen alles recht authentisch, und der Service beherrscht die Balance zwischen herzlicher Zugewandtheit und professionellem Feingefühl. Klassisch und ambitioniert sind die Gerichte aus "Mimmo" Ruggieros Küchenreich wie gegrillter Oktopus mit Cannellini-Bohnen und Radicchio Tardivo di Treviso oder Stubenküken mit Kartoffel-Kürbis-Törtchen und natürlich die Pasta, etwa ravioli amatri ciana mit Scamorza (Räucherkäse).Am besten aber man sich von Padrone Sergio Artiaco die Spezialitäten des Tages empfehlen.
Mühlbaurstr. 5, Tel. 089/47 58 55, http://www.hippocamopusrestaurant.de

Gefunden in
Der Feinschmecker
Heft 2/2016
Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist. :?

Lobacher
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Lobacher » Do 18. Feb 2016, 11:46

Das Wirtshaussterben auf dem Land entwickelt
sich zu einer, scheinbar ansteckenden, Seuche!
:cry:


Dorfentwicklung
Faschingsdienstag vor einem Jahr in Hopferau: Der Umzug ist bereits vorbei, hat tausende Zuschauer in den Ort gelockt. Im Gasthof Engel bei Johannes Steinacher wird weitergefeiert. Die Gaststube ist voll, es wird getrunken, gegessen, sich aufgewärmt – und dann geht auf einmal das alkoholfreie Weizen aus. Die Wirtsleute wundern sich. „Da sieht man mal, wie sich die Trinkgewohnheiten verändert haben“, sagt Steinacher.

Am Dienstag dieses Jahres feierten bei ihm keine Narren, denn nach 117 Jahren gibt es den Betrieb nicht mehr. Auch anderen Gasthöfen auf dem Land könnte es ähnlich ergehen. „Es sind viele kleine Nadelstiche, die dazu führen, dass es sich für Wirte nicht mehr lohnt“, sagt Wolfgang Sommer, Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes. Trinkgewohnheiten, das Nichtrauchergesetz, gestiegene Bürokratie und realitätsferne Auflagen sind nur ein paar davon.

Für Steinacher, der den Betrieb in der fünften Generation übernehmen sollte, stand fest, dass sich etwas ändern muss. So habe es sich im Laufe des vergangenen Jahres ergeben, im Gasthof Asylbewerber unterzubringen.

(Quelle Allgäuer Zeitung vom 12.02.2016)


Asyl
In das Landhotel "Adler" in Martinszell sollen 80 Flüchtlinge einziehen
Wirtin Maria Platz (51) gibt Hotel und Gaststätte nach 25 Jahren auf

Aus dem Landhotel „Adler“ in Martinszell wird eine Flüchtlingsunterkunft. Diese überraschende Mitteilung macht „Adler“-Chefin Maria Platz am Freitag.

Nach 25 Jahren, sagt Platz, wolle sie sich aus wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Das vielfach preisgewürdigte Tagungshotel und Traditionsgasthaus soll zur Herberge werden für rund 80 Asylsuchende.

Dazu, bestätigt Landrat Anton Klotz, werde der Landkreis mit Platz einen Mietvertrag auf zunächst acht Jahre schließen. Ihre Entscheidung teilt die 51-Jährige am Freitagvormittag dem Personal mit. Abends spricht sie mit Gemeinde- und Kirchenvertretern, Vereinsvorsitzenden, Stammgästen und Freunden.

Seit 15 Jahren ist Maria Platz Chefin des „Adler“, den sie 2001 von ihren Eltern übernahm und mit den Jahren vom Metzgerei-Gasthof zum Landhotel umbaute. Doch steigende Kosten, immer strengere Auflagen und der Fachkräftemangel, sagt sie, hätten sie immer mehr Geld und Kraft gekostet.

Ein Problem sei auch die Zweihäusigkeit: 50 Meter neben dem Hotel steht ein ausgelagertes Gästehaus mit 25 Betten. Und es gebe keine Möglichkeit, das Haus durch einen Wellnessbereich oder behindertengerechte Ausstattung aufzuwerten.

Zunehmend, sagt Platz, habe sie gemerkt, dass es so nicht weitergehen könne: „Ich bin seit längerem gesundheitlich angeschlagen.“ Ihr 20 Jahre alter Sohn macht eine gastronomische Ausbildung. Doch bis er soweit sei, eine Entscheidung darüber zu treffen, ob er den „Adler“ übernehmen will, halte sie nicht durch. Zudem wolle sie ihre Kinder nicht zwingen, den Betrieb zu übernehmen: „Das war früher.“ Nicht zuletzt habe der „Adler“ auch keine vernünftige Perspektive.

Die Idee, die Immobile als Flüchtlingsunterkunft zu vermieten, wurde von außen an sie herangetragen, sagt Platz. Letztlich sei die Entscheidung schnell gefallen. Erst vor eineinhalb Wochen habe sie mit Landrat Klotz erstmals gesprochen und ihn gebeten, Stillschweigen zu bewahren. Sie wollte zunächst Mitarbeiter – alle 25 kämen übrigens anderweitig unter –, Freunde und auch Bürgermeister Eckhard Harscher informieren.

Er sei, sagt er der AZ, bereits mit zwei Grundstückseigentümern in Verhandlung, um Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Martinszell und Oberdorf zu finden. Das wüssten die Bürger. Dass jetzt aber der „Adler“ zur Unterkunft wird, kam für ihn überraschend. Bange sei ihm wegen der Unterkunft nicht. Dass Martinszell aber seine letzte Wirtschaft verliere, sei ein großer Verlust: „Es ist einfach schade. Und schmerzt.“

Überrascht von Platz’ Idee wurde auch Landrat Klotz. Die 51-Jährige, sagte er, habe zunächst geplant, den „Adler“ als Unterkunft an die Regierung von Schwaben zu vermieten. Klotz legte ihr dann nahe, den Vertrag mit dem Landratsamt zu machen. „So haben wir es selbst in der Hand.“ Den „Adler“ hält der Landrat als Unterkunft für ideal. Etwa 80 Menschen könnten dort eine Bleibe finden – 40 im Gästehaus und noch einmal so viele im Hauptgebäude.

Bis 15. März bleibt der „Adler“ geöffnet. Vor allem beim Brandschutz muss laut Klotz nachgerüstet werden. Danach sollen vor allem Familien einziehen. Klotz hofft, dass die Flüchtlinge in den eigenständigen Dorfgemeinschaften Martinszell und Oberdorf schnell integriert werden.

Der „Adler“, der eine Jahrhunderte alte Geschichte hat, diente übrigens schon mehrfach als Herberge: Auch in den Kriegsjahren um 1850 und 1945 waren hier Notquartiere für bayerische Truppen und französische Streitkräfte eingerichtet worden, 1948 fanden Flüchtlinge aus dem Osten vorübergehend Obdach.

Und wie geht es für Maria Platz nun weiter? „Der Adler war mein Zuhause und mein Arbeitsplatz. Das hier ist schwer und ich habe keine Ahnung, was kommt.“ In den nächsten Monaten sei sie mit der Abwicklung ausgelastet, danach werde sie weitersehen.

(Quelle Allgäuer Zeitung vom 12.02.2016)


GEMEINDERAT BERNBEUREN IST ENTSETZT
60 Asylbewerber für den Doldewirt?

Im Doldewirt Bernbeuren sollen Asylbewerber einquartiert werden. Der Gemeinderat ist sowohl entsetzt über den dubiosen Investor als auch über die Pläne für 60 Betten auf engstem Raum. Ein ordentlicher Bauantrag liegt indes nicht vor.

Asyl: „Muss die Dorfinteressen vertreten“
Bürgermeister Martin Hinterbrandner ist wütend. Zwar will man eine Belegung des Doldewirts mit Asylbewerbern nicht verhindern, aber gleichzeitig die menschliche Seite nicht außer Acht lassen. Der Gemeinderat lehnte eine Nutzungsänderung ab. Zuvor hatte er – für die Ortsentwicklung – eine Veränderungssperre erlassen.

„Ich will nicht in den Kleinkrieg mit Herrn El Naib gehen, aber was Recht ist, muss Recht bleiben.“ So fasste Bürgermeister Martin Hinterbrandner das Thema Nutzungsänderung für den Doldewirt zusammen. Dies war eigentlich der vorletzte Punkt auf der Tagesordnung, indirekt befassten sich die Bernbeurer Gemeinderäte damit aber schon bei Punkt drei und vier. Schon lange angedacht und vorbereitet, packte man nun das Thema Ortsentwicklung an. Um weiteren Leerstand zu verhindern und die Bebauung innerorts „verträglich nachzuverdichten“, sprich auch große, wenig oder ungenutzte Hofstellen neu überplanen zu können, soll der Bebauungsplan für den Ortskern geändert werden. In diesem Zuge erließ der Gemeinderat eine Veränderungssperre auch für den Bereich der Mühlenstraße – was für den Doldewirt bedeutet: Die genehmigten 50 Plätze des Beherbergungsbetriebs könnten zwar umgesetzt werden. Die seitens des Investors beantragten zusätzlichen zehn Plätze für Asylbewerber hofft man aber damit verhindert zu haben. Gleichzeitig erließ der Gemeinderat eine Vorkaufsrechtssatzung für diesen Bereich.


Harte Bandagen werden angekündigt

Geht es nach dem Gremium, sollen noch nicht einmal die genehmigten 50 Betten mit Flüchtlingen belegt werden – in der vergangenen Sitzung hatte man sich eine langfristige Lösung für den Ort gewünscht, mit Wohnungen und bezahlbarem Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge. Weitere Pläne, auch nicht die geforderten Unterlagen samt Brandschutzmaßnahmen für die zusätzlichen zehn Plätze, möchte der Münchner Kaufinteressent für den Doldewirt jedoch nicht vorlegen. Dies hatte Alexander El Naib der Gemeinde in einem Schreiben mitgeteilt. „Er kündigt uns schon mal die harten Bandagen an; das ist leider die Bestätigung, dass mit solchen Unterkünften viel Geld zu verdienen ist“, so Bürgermeister Martin Hinterbrandner. El Naib habe in einer Heftigkeit auch die Rücknahme falscher Behauptungen gefordert. Hinterbrandner zitierte in diesem Zusammenhang auch aus dem Leserbrief des Investors in den Schongauer Nachrichten, der mit seinem Zitat „Stimmungsmache auf Basis falsch recherchierter Schlagzeilen“ betitelt war. „Für die Google-Vita, die jemand hinterlässt, kann ich nichts.“ Zwar habe es tatsächlich ein Gespräch mit El Naib gegeben, dieses sei aber, wie die Gespräche mit anderen Interessenten auch, sehr unverbindlich geblieben.

Was Hinterbrandner besonders ärgert:

Die Renditen der Investoren würden mit Steuergeldern finanziert – so werde von der Landesregierung der Respekt der Bevölkerung vor der Staatsautorität geschliffen. Die Gemeinde könne im Fall Doldewirt bauordnungstechnisch nicht mitreden und gleichzeitig auch bauplanungsrechtlich nicht eingreifen – durch die Veränderungssperre hole man sich lediglich die Planungshoheit wieder zurück. Hinterbrandner: „Ich muss die Dorfinteressen vertreten, nicht die eines Investors oder der Regierung von Oberbayern.“

(Quelle: Elke Robert / Merkur.de 18.02.2016)
Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist. :?

First
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igitt

Beitrag von First » Mo 29. Feb 2016, 16:31

http://www.der-postillon.com/2015/02/zw ... urant.html


wurde mal Zeit, dass so ein Schuppen dicht gemacht wird.

Lobacher
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Lobacher » Mo 29. Feb 2016, 16:55

.. und das ist den Behörden jahrelang nicht aufgefallen?
:lol:
Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist. :?

kgsbus
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von kgsbus » Di 1. Mär 2016, 00:06

Der grüne - weil schimmelige - Meerrettich hätte doch auffallen müssen. Gut, dass dieser Skandal endlich angeprangert wird. :D

Ja, man muss den "Der Postillon", "Titanic" oder "Die Tagespresse" täglich lesen.



Jenome
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Jenome » Fr 25. Mär 2016, 11:02

@ksbus: das ist eine Bezahlseite der TLZ, kann ich ohne zu blechen nicht öffnen. :roll:

BR Jenome

kgsbus
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von kgsbus » Fr 25. Mär 2016, 12:01

Ups

Das ist mir gar nicht aufgefallen.

Den Artikel fand ich auf meiner FB-Seite und habe die Adresse gepostet.

Hier der Artikel wie ich ihn lesen konnte:

Mahlzeit: Mutmaßliche Zechprellerin erneut in Weimar unterwegs

Erneut war eine mutmaßliche Zechprellerin in Weimar unterwegs, die seit Tagen die Wirte narrt und ärgert. Der Polizei sind offenbar die Hände gebunden.

Die TLZ berichtete über jene Zechprellerin, die die Wirte narrt. Und darüber, dass der Polizei die Hände gebunden sind. Nun langte die Frau erneut zu: Im Restaurant „El Niño“ verspeiste sie fünf Hauptgerichte, ohne die Rechnung von 60,20 Euro zu bezahlen.

Für kurze Zeit stand die füllige Frau aus Sömmerda am Pranger, luden doch die Wirte des spanisch-mexikanischen Restaurants, die Brüder Robert und Mark Deobald, ein Foto der mutmaßlichen Zechprellerin auf ihrer Facebook-Seite hoch. „Wir wollten die Kollegen warnen.

Zumal die Polizei ja offenbar hilflos ist“, sagte Mark Deobald.

Dass das Foto nach wenigen Stunden gelöscht wurde, sei einer aus dem Ruder laufenden Diskussion geschuldet gewesen.
Plötzlich nämlich sei es um Flüchtlinge gegangen und um die AfD. „Jemand schrieb, dass es gut sei, dass eine Deutsche sich das nehme, was Flüchtlinge umsonst bekämen. Das reichte uns“, sagte Mark Deobald. Er bestritt, das Persönlichkeitsrecht der 49-Jährigen verletzt zu haben. Sie sei vor dem Fotografieren ausdrücklich gefragt worden und habe keine Einwände gehabt. Die Brüder alarmierten die Polizei, sogar ein Notarzt kam, der jedoch keinen Anlass sah, die Frau mitzunehmen.

Die Frau aus Sömmerda ärgert seit Tagen, wenn nicht gar seit Wochen Weimarer Gastronomen: Sie speist und trinkt fürstlich und ist allerdings nicht in der Lage oder nicht willens, die Rechnung zu begleichen. Sie besaß sogar die Chuzpe, gleich zweimal an einem Tag die Zeche zu prellen: Nachdem sie wegen einer nicht bezahlten Mittagsmahlzeit angezeigt worden war, suchte sie später das nächste Restaurant auf, um wieder kostenlos zu speisen. Sie war Gast unter anderem im Hotel Kaiserin Augusta, im Ratskeller und auch im Restaurant „Anastasia“, wo sie ein sechsgängiges Menü für fast 70 Euro bestellte samt Wein und Wasser: hausgemachte Ricottaravioli mit Artischocken, Oliven und getrocknete Tomaten, gebratenes Seeteufelfilet auf Bärlauchrisotto und andere Gänge mehr.

Wein teilweise direkt aus der Flasche getrunken

Dass die Frau offenbar psychisch krank sein muss, habe man erkannt, als sie auch noch die Blumendekokration verspeiste, sagte Inhaber und Küchenchef Andreas Scholz. Zudem habe ein Servicemitarbeiter erzählt, dass sie den Wein teilweise direkt aus der Flasche trank. Ihren Besuch hat sie allerdings angekündigt: Tags zuvor wurde ein Tisch per Telefon reserviert, sie kam mit vier vollen Plastiktüten, die sie an der Hotelrezeption abgab. Zumindest in diesem Fall gelang es, den Sohn der korpulenten Frau ausfindig zu machen. Er habe dann die Rechnung seiner Mutter bezahlt.

Bei notorischer Zechprellerei sind der Polizei offenbar die Hände gebunden. Selbst wenn Betrüger ihr Treiben ungerührt fortsetzen, obwohl bereits Anzeigen gegen sie vorliegen, dürfen sie bei neuerlicher Zechprellerei das Lokal oder das Hotel als freier Mann oder freie Frau verlassen. Eine Gewahrsamnahme oder gar vorläufige Festnahme eines Zechprellers kämen nicht in Frage, da es hierfür an den rechtlichen Voraussetzungen fehle, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Thüringen. Festgenommen dürfe generell jemand nur, wenn verhindert werden muss, dass er weitere Taten begeht, die „erhebliche Bedeutung für die Allgemeinheit“ haben. Davon aber könne, wenn nur ein einzelner Wirt geprellt werde, nicht die Rede sein.

Ob es sich bei einem Fall von Zechprellerei überhaupt um eine Straftat des Betruges gemäß Paragraf 263 Strafgesetzbuch handelt, müsse zudem erst ein ordentliches Gericht feststellen.

Lobacher
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Lobacher » Fr 25. Mär 2016, 12:18

Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln! Die frisst sich
den Ranzen voll auf Kosten der Wirte und kann nicht belangt
werden? Prellt den Wirt um 70 € und kann mit einem Grinsen
das Lokal verlassen? Wenn sie aber dem Wirt 70 € in Scheinen
klaut dann schon? Tut mir leid, verstehe ich nicht!
missmutige Katze.jpg
Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist. :?

Jenome
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von Jenome » Di 29. Mär 2016, 07:28

Das ist schon heftig.
Und dann berichtet Sie uns hier noch nicht einmal von ihrem Geschmackserlebnis :lol:

BR Jenome

x2x
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Re: Neues aus der Gastroszene

Beitrag von x2x » Sa 30. Apr 2016, 11:30

Johann Lafer hat einen Strafbefehl (Stand 29.04.2016) erhalten. Dieser beinhaltet eine Haftstrafe von 1. Jahr, die zu 5 Jahren auf Bewährung ausgesetzt ist. Zusätzlich hat Lafer eine Geldstrafe in Höhe von 360 Tagessätzen erhalten. Was das in Summe bedeutet, wurde nicht veröffentlicht. Wobei "360 Tagessätze" identisch sind zu einem Jahresgehalt.

Lafer wurde wegen Steuerhinterziehung und Veruntreung von Arbeitsentgeld verurteilt. Johann Lafer hat den Strafbefehl angenommen und damit akzeptiert.

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