Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

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hbeermann
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Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von hbeermann » Mo 4. Jan 2016, 14:11

Der Digestif bremst die Verdauung aus
Zu Zeiten von Asterix und den Galliern wurde man bei Brotverlust in der Käsemasse in den Genfer See geworfen1 – heute muss meist ein Schnaps getrunken werden, der auch gleichzeitig die Verdauung des opulenten Käseschmaus anregen soll.
Ob Alkohol jedoch tatsächlich die Verdauung der fetthaltigen Käsemasse fördert, unter­suchten Schweizer Forscher.2 Hierzu servierten sie ihren 20 Probanden (6 Frauen, 14 Männer) im Alter von 23 bis 58 Jahren ein hochkalorisches Käsefondue (3260 kJ, 32% Fett) und reichten den verschiedenen Probandengruppen zum Essen äquivalente Mengen Schwarztee oder Weißwein (13%, 40 g Alkohol). Nach dem opulenten Mahl tranken die Probanden entweder ein Kirschwasser (40%, 8 g Alkohol) oder dieselbe Menge Mineral­wasser. Die Zeitspanne der Magenentleerung verfolgten die Forscher über Atemlufttests vor, während und nach dem Essen, anhand einer dem Fondue beigemischten 13C-mar­kierten Fettsäure.
Der Schwarztee war für die Verdauung am förderlichsten, während der Käseschmaus mit Alkohol schwerer im Magen lag. Es scheint als ob Verfechter des Verdauungsschnapses tatsächlich in Erklärungsnot kommen, denn sowohl Wein als auch Schnaps reduzierten die Verdauungsgeschwindigkeit signifikant im Vergleich zum Tee.
Ein Lichtblick bleibt Schnaps- und Weinliebhabern dennoch, neben der hemmenden Wir­kung von Alkohol auf die Verdauung: Probanden, die Alkohol zum Fondue konsu­mierten, hatten deutlich weniger Verlangen nach einem Nachtisch als Probanden, die Tee und Wasser tranken

Jenome
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von Jenome » Mi 6. Jan 2016, 09:54

Warum wurde ich von den Schweizer Forschern nicht als Proband auserkoren.... :cry:
Ich hätte mich so gern der Schweizer Wissenschaft zur Verfügung gestellt. :lol:

BR Jenome

AndiHa
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von AndiHa » Mi 6. Jan 2016, 10:09

Jenome hat geschrieben:Warum wurde ich von den Schweizer Forschern nicht als Proband auserkoren.... :cry:
Ich hätte mich so gern der Schweizer Wissenschaft zur Verfügung gestellt. :lol:

BR Jenome
Stehst Du so derart auf Schwarztee? :D

Ich habe diesbezüglich mal was ähnliches gelesen. Ob es eine Studie war weiß ich nicht mehr.
Dort kam ein Kräuterschnaps zum Einsatz, welcher tatsächlich eine klitzekleine Wirkung gezeigt haben soll.
Allerdings um Längen von einem Kräutertee geschlagen :shock:

So dürfte die Wirkung eines Verdauungsschnapses eher im gesellschaftlich-geselligen Bereich liegen.
Dort ist ja für gewöhnlich auch sein angestammtes Revier ;)
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x2x
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von x2x » Mi 6. Jan 2016, 12:22

Die Sieger sind natürlich die > "Kirschwasser-Konsumenten" < Die Teetrinker somit die Verlierer.

Warum ? Nun Kirschwasser erzeugt Spaß im Mund, Tee dagegen eher Langweile. Forscher sind oftmals Theoretiker und differenzieren nicht zwischen Gesundheit und Erlebnis. Tee dient der Gesundheit, Kirschwasser eher dem Erlebnis der Geschmacksnerven.

In diesem Sinne alle GG-Kritikern ein gutes, gesundes und kulinarisch erlebnisreiches neues Jahr 2016.

Howpromotion
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von Howpromotion » Mi 6. Jan 2016, 18:28

Eine Kugel Vanilleeis oder ein Espresso nach dem Essen bewirken mehr. Aber wir wollen ja nicht für die Pleite von Underberg verantwortlich zeichnen...
"Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat." (Giovanni Boccaccio)
LG Howpromotion

AndiHa
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von AndiHa » Mi 6. Jan 2016, 19:39

Howpromotion hat geschrieben:Eine Kugel Vanilleeis oder ein Espresso nach dem Essen bewirken mehr. Aber wir wollen ja nicht für die Pleite von Underberg verantwortlich zeichnen...
Es reicht ja schon, daß Jack Daniels wegen Lemmy Kilmisters Ableben nun wohl in die roten Zahlen rutscht :D
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Gast im Haus
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von Gast im Haus » Sa 9. Jan 2016, 10:36

Die von HBmann zitierte Studie Schweizer Forscher kann natürlich auf Grund des geringen Stichprobenumfangs von gerade mal 20 Individuen noch dazu verschiedenen Geschlechts und besonders auch Alters wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügen – oder?

Dennoch fassten die Forscher als Ergebnis eine Aussage, die HBmann erläuterte: Der Digestif bremst die Verdauung aus.

Ein wissenschaftlicher Ansatz aber erfordert wissenschaftlich nachvollziehbare, standardisierte Versuchsanordnung. Um eine gleichförmige Zusammensetzung mit nachvollziehbarer Versuchsbasis zu ermitteln, und es mir unmöglich war, 20 Probanden aufzutreiben, kam ich auf die Idee, dass ich selbst genau die richtigen Voraussetzungen für einen solchen Test erfülle: einheitliche Masse, die auch statisch quantitativ repräsentablen Umfang bietet, psychisch- wie physische einheitliche Verfassung ohne fremde Störgrößen auf das Ergebnis und natürlich Engagement auch für GG. Da ich kein Freund des Käsefondues bin (nicht nur weil man da Kirschwasser trinken muss, das ich aber nicht mag) musste eine verbesserte Testbasis gefunden werden, die sich in einem Rib Eye Steak einheitlich definieren ließ (vlg. dazu auch „beer ‘nd beef“. zweite Aufl., aaO, GG 2014).

Als weitere Testsubstanzen nutzte ich Grüntee (biologisch nachhaltiger Anbau, Vehr-Tret oder ähnlich) sowie Tafelwasser aus regionalem Anbau und einen 40% igen Uozo –(biologisch usw..). Da die von HBmann zitierte Methodik „Die Zeitspanne der Magenentleerung verfolgten die Forscher über Atemlufttests vor, während und nach dem Essen, anhand einer dem Fondue beigemischten 13C-mar¬kierten Fettsäure.“ (HBmann, GG Forum aaO. 1.Beitrag, 2.Absatz, letzter Satz, 2016) von mir so nicht nachbildbar war, musste ich für die Bestimmung der Zeitspanne einen neuen Ansatz entwickeln.

Da ich nicht über C13 Marker, sondern nur die üblichen Copy- oder Textmarker verfüge, galt es einen nachweisbaren Marker zu finden, der sich klar von den Probesubstanzen unterscheiden ließ. Da kam ich dank der Beiträge anderer GG-Kritiker (siehe auch Howpromotion , GG Forum, 5. Beitrag, Thread HBmann, 2016) auf die Idee, dass Underberg ein geeigneter Marker sein müsste. Soweit zu den verwendeten Mitteln des Tests.

Modalität des Testablaufs: Nach Verzehr des Rib-Eye-Steaks habe ich im gesellschaftlich akzeptierten Zeitfenster einer üblichen Verabreichung eines Digestif von ca. 5-10 Minuten nach mathematischer Ermittlung eines Zentralwertes durch Mittelung einen Wert von 7,5 Minuten erarbeitet. Dieser wurde damit der Abstand des Probenablaufs – siehe dort.

Probenablauf: 7,5 Minuten nach Verzehr habe ich also eine Tasse Grüntee (biologisch nachhaltiger Anbau etc..s.o.) zu mir genommen und im direkten Anschluss den Marker. Nach weiteren 7,5 Minuten das Glas Tafelwasser und im direkten Anschluss den Marker. Danach konnte ich keinerlei Wirksamkeit feststellen, weder für Grüntee noch für Tafelwasser, auch der Marker wurde vollständig absorbiert.
Nach weiteren 7,5 Minuten habe ich dann den ersten Digestif zu mir genommen und im direkten Anschluss den Marker – ohne Wirksamkeit. Nach weiteren 7,5 Minuten habe ich dann den zweiten Digestif zu mir genommen und im direkten Anschluss den Marker – usw. nach einem Testumfang von 82,5 Minuten und einer Einwirkzeit von weiteren 3 Minuten kam es zu einer spontanen Emesis, (vulgo: Würfelhusten) d.h. der Digestif verhinderte eine durch die sekretorischen und mechanischen Funktion des Magens geglättete Abgabe des Speisebreis durch Ostium pyloricum an die distalen Darmabschnitte.

Damit ist nun wissenschaftlich korrekt eindeutig nachgewiesen: Digestif bremst die Verdauung aus –oder?

Lobacher
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von Lobacher » Sa 9. Jan 2016, 14:15

lachender.jpg
Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist. :?

First
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von First » So 10. Jan 2016, 11:52

:mrgreen:
Bin voll bei Lobacher

AndiHa
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von AndiHa » So 10. Jan 2016, 16:29

Und ich bin auch bei Lobacher.
Im Gegenteil zu Anderen allerdings nüchtern ;)
Ein Stau ist nur hinten blöd.
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Jenome
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von Jenome » Mo 11. Jan 2016, 09:12

@GiH: Kopf>Tisch... :lol:

kgsbus
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Re: Zum Wert des "Verdauungsschnapses"

Beitrag von kgsbus » Mo 11. Jan 2016, 09:30

Guter Schnaps kann Gesundheitsschäden verursachen, schlechter immer (frei nach "Gutes Essen kann gesundheitsschädlich sein, schlechtes Essen ist es immer" von Wolfram Siebeck).

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