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Picasso will auch nicht, dass seine Bilder fotografiert werden!

Verfasst: Do 6. Dez 2018, 13:01
von DerBorgfelder
Eine Premiere: Dienstag hat ein Gastronom mir bzw. meinem Sohn untersagt, die Teller zu fotografieren. Begründungen: Foodporn ist Mist. Des Kochs Gesicht ist sein Gericht. Konkurrenten kupfern ab. Er dürfe uns ja auch nicht ungefragt fotografieren. Und schließlich: Siehe Überschrift.

Schon mal erlebt? Wie geht Ihr damit um?

Re: Picasso will auch nicht, dass seine Bilder fotografiert werden!

Verfasst: Do 6. Dez 2018, 17:53
von simba47533
Bisher habe ich es noch nie erlebt, dass mir das Fotografieren meiner eigenen Teller oder der Teller meiner Begleitung untersagt wurde. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass es recht gerne gesehen wird, selbst oder gerade bei den kulinarischen Schwergewichten. Einmal haben mich meine dem entsprechenden Bericht beigefügten Fotos sogar enttarnt; beim Folgebesuch ein paar Wochen später kam der Chef persönlich aus der Küche gerannt und begrüsste mich als "Simba". Zweimal wurde ich von der Restaurantleitung, die meine fotografischen Bemühungen beobachte hatte, im Scherz als "Spion" tituliert.
Ich habe den Eindruck, dass die meisten Köche stolz darauf sind wenn ihre wohlgelungenen Arrangements auf dem Teller dem Gast nicht nur schmecken sondern von diesem auch zuvor im Bild festgehalten worden sind.

Schwierig wirds beim Fotografieren des Ambientes; habe ich Glück und es sind nur wenige oder keine Gäste im Restaurant (Lokal, Gastwirtschaft, Brasserie etc.) versuche ich auf die Schnelle ein paar Bilder vom Gastraum einzufangen. Ist der Laden gut besucht, lasse ich das natürlich sein.

Re: Picasso will auch nicht, dass seine Bilder fotografiert werden!

Verfasst: Do 6. Dez 2018, 18:23
von Lodda
Mittlerweile ist das Fotografieren dessen, was man im Restaurant auf den Tisch bekam, weit verbreitet. Nicht nur über die Portale wie Gastroguide und Mitbewerber, sondern auch über die Social Media, WhatsApp etc. Da braucht man keine Hemmungen mehr zu haben, seinen Teller zu fotografieren und in die Welt hinaus zu posten. Bei den Ambiente-Fotos wird es aber für unsereiner schon schwieriger, erst recht wenn das Restaurant voll besetzt ist. Das Verbieten des Fotografierens von seiten des Gastronomen ist heutztage nicht mehr üblich und mir schon lange nicht mehr begegnet. Aber wie im richtigen Leben gibt es natürlich solche und solche!

Re: Picasso will auch nicht, dass seine Bilder fotografiert werden!

Verfasst: Do 6. Dez 2018, 21:30
von enjaunddusty
... ganz meiner Meinung! Der Koch / Gastronom hat die Rechte auf alle Bilder seiner Räumlichkeiten und Gerichte. Aus diesem Grund habe ich das Fotographieren zumindest der gereichten Gerichte komplett eingestellt. Wem meine Beschreibung nicht ausreicht, muß selbst seine Erfahrungen vor Ort machen.

Re: Picasso will auch nicht, dass seine Bilder fotografiert werden!

Verfasst: Sa 8. Dez 2018, 12:25
von AndiHa
Da bin ich mittlerweile recht schmerzfrei geworden.
Nur einmal wurde ich darauf komisch angesprochen. Das entpuppte sich allerdings als Missverständnis.
Sollte aber das nicht gewünscht sein würde ich dies auch respektieren und nicht heimlich knipsen.

Re: Picasso will auch nicht, dass seine Bilder fotografiert werden!

Verfasst: Mi 12. Dez 2018, 13:50
von Carsten1972
Sehe ich auch so, wenn das gewünscht ist, hat man sich daran zu halten.

Re: Picasso will auch nicht, dass seine Bilder fotografiert werden!

Verfasst: Di 1. Jan 2019, 14:52
von elfenblume56
Ist mir so auch noch nicht passiert, allerdings tue ich dabei so, als ob ich etwas schreibe/nachlese im Handy und dann drücke ich ab. Das werden dann keine Superfotos aber man bekommt einen Eindruck, denke ich.
Mich hat allerdings letztens ein Gastronom angeschrieben über dessen Lokal ich einen "Verriss" geschrieben habe. Hat sich hier als User angemeldet unter dem Namen des Lokals und gefragt wie er mich erreichen kann :?

Re: Picasso will auch nicht, dass seine Bilder fotografiert werden!

Verfasst: Di 1. Jan 2019, 17:33
von tischnotizen
Ist mir bisher nicht passiert. Natürlich würde ich es respektieren, wenn es nicht gewünscht würde, aber kleinlich bliebe es trotzdem. Mittlerweile hat so ziemlich jedes Restaurant einen eigenen Facebook- oder Instagram-Auftritt und postet seine Gerichte selbst in die Welt. Wenn es nicht gerade ein kompletter Verriss ist, sind doch die meisten Gastronomen eher dankbar dafür, dass sie auf diesem Weg kostenlose Werbung bekommen.
Dass im konkreten Fall der Inhaber aber nach 4 Jahren und einem gar nicht mal so üblen Bericht das Veröffentlichen der Bilder reklamiert, passt gut zu der übrigen zu ihm beschriebenen Exaltiertheit.