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GastroGuide-User: Lodda
hat Akzent-Hotel Löwen in 88085 Langenargen bewertet.
vor 1 Jahr
"Essenstechnisch guter Auftakt für die Urlaubswoche in Langenargen!"

Geschrieben am 07.06.2018
Besucht am 27.05.2018 Besuchszeit: Abendessen 8 Personen
Allgemein
 
Da ja in unserem Quartier keine Tischreservierung möglich war, musste für den ersten Abend eine andere Location gefunden werden. Auf unserem Orientierungsrundgang stach uns das Hotel-Restaurant Löwen ins Auge. Schon vom See aus konnte man die schöne Terrasse erblicken, die auch am Nachmittag gut besetzt war. Auf dem Rückweg vom Strandcafé zur Unterkunft liefen wir in der Oberen Seestraße auf der Eingangsseite zum Löwen vorbei. Der erste Eindruck war positiv, und so begab sich einer von uns ins Innere des Restaurants, um einen Tisch für acht Personen auf der Terrasse zur Seeseite um 19 Uhr zu reservieren.
 
Nur kurz darauf kam er zurück und beschied uns, dass es leider nicht möglich war, für acht Personen eine Tafel zusammenzustellen und zu reservieren. Wer nicht will, der hat, war der deutliche Spruch eines Kumpels. Dies wurde von einer weiblichen Servicekraft vernommen, die meinem Freund auf den Fuß folgte und sich sofort bei uns entschuldigte. Es handelt sich hier um ein Missverständnis. Nur auf der Terrasse werden keine Reservierungen angenommen. Sie könnten aber gerne im Restaurant für uns einen Tisch für acht Personen zusammenstellen und logischerweise reservieren. Also rein und eine schöne Ecke für uns im Restaurant ausgesucht. Die Nahrungsaufnahme für den Abend war gebongt.
 
 
 
Service
 
Als wir gegen 19 Uhr dort eintrafen wurden wir von einer weiblichen Servicekraft freundlich begrüßt und an unseren Tisch geführt. Wir setzten uns paarweise nebeneinander bzw. gegenüber und machten es so der Bedienung einfach, so dass sie später für jedes Paar die richtige Rechnung ausdrucken konnte.
 
Jeder Person wurde von ihr eine Speise- und Getränkekarte in die Hand gereicht. Die Frage nach einem Aperitif erledigte sich von selbst. Wir standen allesamt auf Durstlöscher, mussten deshalb auch in die Karte schauen. Sie ließ uns ordentlich Zeit, bevor sie die Getränkewünsche dann abfragte. Noch während wir die Speisekarten studierten kamen die georderten Kaltgetränke an den Tisch. Ordentlich gekühlt, stilvoll die Biere ins Glas gezapft, die Wasserflasche wurde am Tisch geöffnet und das prickelnde Nass in das dazugehörige Glas eingeschenkt. Die angebotenen Gerichte in der Speisekarte, die übrigens auch auf der Homepage des Hauses anzuschauen ist, lasen sich ausgesprochen gut. Nach einigen Überlegungen wurde ein jeder fündig, und auf das Zuklappen der Karten hin, kam sie wieder freundlich an den Tisch, um die Bestellungen aufzunehmen.
 
Die Servicekräfte waren ausnahmslos vom Fach. Freundlich, kompetent, unaufgeregt und aufmerksam. Bei leeren Gläsern wurde sofort reagiert, ob es Nachschub sein darf oder ob es etwas anderes zum Trinken sein soll. Fragen zu den Gerichten wurden freundlich beantwortet. Die Frage, ob alles in Ordnung ist oder auch, ob es geschmeckt hat sowie nach der Zufriedenheit des Gastes ist hier obligatorisch.
 
Wir fühlten uns insgesamt gut umsorgt. Nach den Irritationen vom Nachmittag wurde uns ein angenehmer Abend beschert.
 
Deshalb volle Punktzahl für den Service.
 
 
Das Essen
 
Etwas ausführlicher bewerte ich heute nur das Essen von mir und meiner besseren Hälfte. Auch Fotos habe ich nur von dem gemacht, was wir verzehrt haben. Erstens mag das nicht jeder an unserem Tisch und zweitens soll eine Rezi über die Restaurantbesuche im Urlaub nicht in all zu viel Arbeit ausarten.
 
Ich stand auf leichte Kost und entschied mich deshalb für Felchen-Filet auf der Haut gebraten in Mandelbutter mit Salzkartoffeln (21,80 €). Eine gute Wahl, wie sich nach dem Servieren des Tellers allein schon optisch herausstellte. Drei mittelgroße Filets, perfekt gebraten, federleicht stach das gereichte Fischmesser durch die saftigen Filets. Die Haut top gewürzt. Das bisschen Zitronenscheiben Deko hätte nicht sein müssen, sorgte aber auch für einen optischen Klecks. Die Salzkartoffeln wurden in einer separaten Porzellanschüssel gereicht, aber nicht aufgelegt. Das musste ich selber nach und nach tun, was aber dem Genuss keinen Abbruch tat.
Felchen in Mandelbutter

Da Fisch ja bekanntlich schwimmen muss, war ich leicht enttäuscht von der Glasgröße des servierten urigen Kellerbieres von Simmering. Immerhin mussten dafür 3,50 € gelöhnt werden. Was aber nicht nur den Nachschub wert war, sondern auch sein Geld wert.
Simmerberg Kellerbier, süffig

Schätzchens Wahl waren Schweinemedaillons vom Grill, gratiniert mit hausgemachtem Birnen-Chutney und Allgäuer Rohmilchkäse mit grünem Pfeffer, dazu wurden Kroketten ebenfalls in einer Porzellanschale gereicht. Selbige fanden auch hier nur mit Selbsthandanlegen den Weg auf den Teller und somit in den Mund J Die drei Medaillons waren jetzt nicht gerade die größten und auch nicht die dicksten, aber sie waren, obwohl sie nicht einen Hauch von Rosa aufzeigten, saftig und zart. Das Birnen-Chutney sowie der Rohmilchkäse harmonierten gut. Schmackhaft auch die Sauce mit den grünen Pfefferkörnern.


Ein Primitivo Salento (0,25 l, 6,70 €) war ein flüssiger Begleiter der besseren Sorte für dieses Gericht.
 
Zum Abschluss gönnten wir uns noch einen Espresso (2,50 €), der zwar nicht an den bei den Italienern rankam, aber trotzdem für ein deutsches Restaurant ganz in Ordnung war.
 
Da die anderen unserer Gruppe mir über Essen wohlwollend, was den Geschmack betrifft, berichteten, waren sie auch alle äußerst zufrieden. Einzig die Portionen hätten aweng grösser, wie der Franke sagt, sein dürfen.
 
Summa summarum 4 GG-Sterne
 
 
Ambiente
 
Die zur Tafel zusammengestellten Tische waren schön eingedeckt. Ordentliche weiße Tischdecken mit ein bisschen Deko drauf erweckten den Eindruck eines leicht gehobenen Restaurants. Allerdings wirkte der Raum schon etwas düster ob des dunklen Mobiliars. Noch schöner wäre es aber gewesen, wenn wir auf der Terrasse oder auch im Wintergarten den schönen Blick auf den Hafen und den See im Einklang mit dem schönen Abendhimmel hätten erleben dürfen.
 
 
Sauberkeit
 
Vom Raum über die Tische, Besteck, Teller, Gläser machte alles einen sauberen Eindruck. Da gibt es nichts zu bemängeln. Dasselbe gilt auch für die ausreichend dimensionierten Toiletten.
 
 
Mein Fazit:
 
Wer als Tourist in Langenargen weilt, der kann mit einer Einkehr in dieses Restaurant eigentlich nichts verkehrt machen. Ich könnte mir vorstellen, dass Einheimische dort bei besonderen Anlässen auch gerne einkehren.
 
 
Gesamteindruck:
 
4 – gerne wieder, falls wir nochmal nach Langenargen kommen sollten.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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