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GastroGuide-User: Berry
hat Aachener Brauhaus/Degraa am Theater in 52062 Aachen bewertet.
vor 3 Jahren
"Ein Bier kann man dort trinken..."
Verifiziert

Geschrieben am 10.10.2016 | Aktualisiert am 10.10.2016
Besucht am 03.10.2016 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 34 EUR
Wir hatten uns auf einen Tipp verlassen, das man in Aachen unbedingt das Brauhaus besuchen solle. Also blindlings hinein...
Das Brauhaus liegt zentral in Aachen. Innen dominiert die große Theke, gegenüber gibt es einige Sitzplätze, im oberen Bereich (der gesperrt war) deutlich mehr Platz. Das Brauhaus war daher leidlich voll besetzt, einige Senioren und einige Touristen. Es war sehr ruhig und verhalten, eine Brauhausatmosphäre kennen wir anders.

Nachdem wir uns selbst den letzten freien Platz gesucht hatten, dauerte es recht lange, bis wir die Karte bekamen, obwohl wir gesehen wurden.

Wir bestellen zwei Oecher Lager (0,5l zu 3,90€), was dann auch umgehend kam. Die Getränkepreise liegen im moderaten Rahmen.
Die Speisekarte bietet typische Brauhausgerichte, Schnitzel, Fisch, Vegetarisches, Suppen, einige Vorspeisen, Steaks, Grillgerichte, Desserts und mehr. Die Preise für ein Hauptgericht bewegen sich etwa zwischen 10 - 20 Euro.

Der Mann wählte die Haxe mit hausgemachtem Rotkohl und Bratkartoffeln (14,50€). Senf gab es auf Nachfrage des Kellners aus Portionsbeuteln dazu.
Der Rotkohl war Rotkohl und zeichnete sich nicht durch Raffinesse aus. Die Bratkartoffeln waren recht dicke Würfel, viel zu blass und nicht kross, dafür recht fettig. Dezent gewürzt trifft es eben noch. Das Tolle an der Haxe war, dass sie keine glibberigen Bestandteile hatte. Dies war technisch auch nicht möglich, da der Großteil der Haut entfernt war. Kein Glibber, aber auch keine resche Kruste. Fazit des Mannes: "Der Magen ist nicht befriedigt".

Ich wählte das gebackene Fischfilet Zigeuner Art mit Salzkartoffeln und Salat (11,90€). Der Salat rette den Abend...ein bisschen Grün, ein paar Möhren, Scheibchen Gurke, ordentlich säuerliches Dressing drauf, rein ins kleine Schälchen, fertig. Die Salzkartoffeln erwiesen sich als ungewürzte, blasse, nicht krosse Pommes Frites, immerhin kamen sie sehr fettarm daher (Anmerkung: auf der Speisekarte im Internet steht das Gericht mit Pommes Frites).
Auf dem Fischfilet war reichlich Zigeunersoße mit Gemüsestückchen verteilt. Wer jetzt um die knusprige Panade des Fisches bangt: keine Sorge! Die Panade war wunderbar fest um das trockene Fischfilet geschnurrt, da konnte selbst die Soße nichts erweichen. Die Orangenspalte als Dekoration war nett, aber zum Fisch wäre Zitrone passender gewesen.

Insgesamt haben wir uns in dem Brauhaus nicht sehr wohl gefühlt und waren mit dem Essen nicht zufrieden. Positiv waren die Sauberkeit, der freundliche Service und das kalte Bier. Vielleicht hatten wir einen schlechten Tag erwischt, man weiß es nicht, aber für mehr als ein Bier trinken würden wir das Brauhaus nicht nochmal besuchen.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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