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GastroGuide-User: Nolux
hat Kupferkanne in 55566 Bad Sobernheim bewertet.
vor 3 Jahren
"Schade, dass hier bald die Lichter ausgehen. Der Abend war dennoch grandios!"
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Geschrieben am 01.11.2016
Kupferkanne

Heute mal ne Kurzkritik. Der gemeinsame Abend mit PetraIO und dem Solinger Shaneymac, der extra für diesen Abend an die Nahe kam, wurde von den beiden schon ausgiebig beschrieben. Auch ich habe schon in zwei vorherigen Bewertungen alles zu dem Lokal geschrieben.
Bleibt mir nur noch ein wenig zu ergänzen und unsere Speisen zu bewerten.
An diesem Abend musste ich glücklicherweise nicht fahren, da PetraIO, bzw. ihr Mann, uns abholten, nachdem Herr S. und ich schon ein wenig vorgeglüht hatten. Mein Fräulein sollte etwas später direkt zur Kupferkanne stoßen.
Ich hatte reserviert, beim Betreten des Restaurants wurde uns darauf hin auch gleich ein Tisch in der hintersten rechten Ecke zugewiesen. Jacken aufhängen blieb jedem selbst überlassen.
Das Ambiente hat sich gegenüber meinen letzten Besuchen immer noch nicht geändert, recht großzügig gestaltet der Innenraum, genug Platz gibt es allemal. Wenn aber wenig los ist kann man sich schon etwas verloren vorkommen.
Die Karte wie gewohnt klein und fein gehalten, heute war deren erster Tag nach ihrem Urlaub, daher fehlte wohl auch das sonst übliche Soonahe-Menü.
Ich wurde aber schnell fündig, obwohl mich einiges anlachte. Als Aperitif sollte es für uns dann ein Winzersekt vom Weingut Barth sein, 0,1 /5,20€. Ein guter Einstieg, es gibt im Umkreis aber wesentlich bessere Sekte.
Als kleinen Gruß spendierte die Küche gewöhnliches Brot und einen Kräuterquark, der für Gesprächsstoff am Tisch sorgte. Das er nach einem bestimmten Fertigquark schmeckte konnte ich nicht behaupten, da ich den erwähnten auch nicht kenne. Für mich war der aber eigentlich ganz in Ordnung, und mag ehrlich gesagt auch nicht glauben, dass hier der fertige Quark zugekauft wird...
Wie auch immer...
Dazu gab es den Abend über zwei Flaschen Schwollener Mineralwasser für 5€ die 0,75l Flasche.
Und eigentlich dachte ich, wir suchen eine Flasche Weißwein für den ersten Gang aus, aber Herr S. aus S. war schneller und bestellte sich individuell einen Weißburgunder. Na gut. Mein Fräulein mag eh lieber Riesling, ebenso PetraIO, und ich bestellte mir dann ebenfalls den Weißburgunder (4,40€ / 0,2) vom Weingut Hees aus Auen. Sehr toller Wein. Passte hervorragend zu meiner Vorspeise.


Karamellisierter Ziegenkäse mit Kürbis Chutney und Feldsalat (9,80€)

Karamellisierter Ziegenkäse mit Kürbis Chutney und Feldsalat

Mein erster Gedanke, Ohh! Da ist ja Lachs dabei, dann fiel mir wieder ein, ist ja Kürbis. Die „Pre-Show-Party“ zeigte Wirkung ;-))) Nein. Hatte nur den Ziegenkäse beim Bestellen im Blick und eben den Feldsalat. Alles für sich gut zubereitet, der Ziegenkäse schön cremig und mild, unter karamellisiert verstehe ich aber etwas anderes. Es wirkte so, als wäre der Käse im Ofen erwärmt worden, dann mit braunem Zucker bestreut und anschließend abgeflämmt. Naja. War aber trotzdem gut! Der Salat ordentlich geputzt mit gutem Dressing. Allein der Kürbis hätte für mich etwas mehr Geschmack vertragen können. Passte aber gut zum Käse. Trotzdem gute 4*


Feldsalat mit lauwarmem Kartoffeldressing, Brotcroûtons ohne Speck (6,80€)

Feldsalat mit lauwarmem Kartoffeldressing, Brotcroûtons ohne Speck

Fräuleins Wahl, dazu ein Tonschiefer Riesling vom Weingut Emmerich Koebernik aus Waldböckelheim (5,40 / 0,2). Wie PetraIO schon schrieb, mit jedem Schluck wurde der besser.
Der Salat an sich eine gute Portion mit reichlich gut gerösteten Croutons und wie gewünscht ohne Speck. Das vorzügliche Kartoffeldressing kam in einer extra Sauciere. Mein Fräulein war zufrieden, dann bin ich es auch ;-) 4*

Der Service immer da wenn er gebraucht wurde, beim abräumen dann die obligatoriche Nachfrage. Ich hatte ja auch immer noch die Karte, und wählte dann zum Hauptgang den passenden Wein für uns, was nicht gerade einfach ist, da die Auswahl zwar sehr ansprechend, aber auch recht klein ist. Trotzdem fanden ich, mit Unterstützung meines Fräuleins, den wohl richtigen Wein für den Rest des Abends. Einen 2011er Frühburgunder – Monzinger Frühlingsplätzchen, vom Weingut Weber in Monzingen. (19,80 die Flasche) Ein toller Wein zum Essen. Hätte ihn aber gerne dekantiert gehabt. So konnte er erst gegen Ende sein volles Aroma entfalten...


Rosa gebratene Entenbrust mit Ofenkürbis und Kürbiskerngnocchi (18,80€)

Rosa gebratene Entenbrust mit Ofenkürbis und Kürbiskerngnocchi

Sah erst mal etwas überschaubar aus. Die drei Stücke der perfekt gebratenen Brust hab ich erst mal zusammengepuzzelt um zu sehen ob da vielleicht was fehlt, aber die war nicht größer... Die Haut war gerade noch knusprig. Der Ofenkürbis war sehr delikat, die Gnocchies sehr aromatisch und hatten einen feinen Biss. Und allein die Soße dazu war so gut, hätte gerne etwas mehr sein dürfen... Gutes rundes Gericht. 4*


Pilzragout mit hausgemachten Semmelknödel und Feldsalat (14,80€)

Pilzragout mit hausgemachten Semmelknödel und Feldsalat

Auch dieses Gericht meines Fräuleins konnte überzeugen. Ein sehr intensiver Geschmack von Steinpilzen, dazu die perfekten Knödel, die Soße sehr cremig und gut abgeschmeckt. Geht kaum besser. 5* An den Salat kann ich mich nicht erinnern. (Gab es den überhaupt??)

Dann gab es ja noch Nachtisch, meine bessere Hälfte begnügte sich mit einem Espresso (2,30), ich hatte Lust auf Schokolade...


Schokokuchen mit flüssigem Kern und karamellisierten Birnenspalten (7,30€)

Schokokuchen mit flüssigem Kern und karamellisierten Birnenspalten

Ja, da lag er nun vor mir auf dem Teller. Sah erst mal aus wie nicht selbstgemacht. Und dann hatte er nicht den gewünschten flüssigen Kern :-( Schade. Geschmacklich aber vertretbar. Die Birnen fast das Beste auf dem Teller. Eine Joghurtcreme sorgte für die Frische im Gericht. Also das Schokotörtchen hatte ich schon wesentlich besser.... 3*

Im Gesamten sehe ich die Bewertung des Essens etwas besser als PetraIO, ähnlich wie Herr Shaneymac. Abgesehen von meinem Dessert war alles zu meiner absoluten Zufriedenheit.
Schade das hier bald die Lichter ausgehen werden, da sich der Besitzer und Koch neu orientiert. Immerhin bleibt er in der Stadt.
Bis dahin werden wir bestimmt noch mal wieder kommen.


P.S: Dieses Treffen sollte in der Form hoffentlich nicht das Letzte bleiben. Immer wieder erstaunlich wie sehr man hier doch auf der gleichen Wellenlänge ist.


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