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GastroGuide-User: DaueresserGK0712
hat Da Raffaele in 68167 Mannheim bewertet.
vor 4 Jahren
"Knusprig- leckere, hauchdünne "Flammkuchen Pizzen" direkt am Alten Messplatz"
Verifiziert

Geschrieben am 11.06.2016
Besucht am 10.06.2016 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 37 EUR
Lavandula war vor einigen Wochen in Mannheim und hatte Lust auf eine originale italienisch gebackene Pizza, wir gingen damals leider ins falsche Lokal, ein paar Steinwürfe weiter östlich ins benachbarte Limoni, leider war dort der Abend desaströs, so dass ich in den letzten Wochen immer nur Pizzen bei der Pizza Jenny bei mir auf dem Waldhof geholt habe. An dem Abend sollte aber das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft sein, welches ja bekanntlich Frankreich mit 2:1 gegen erstaunt starke Rumänen gewinnen sollte. Meine Frau und ich wollten uns deshalb "französisch" einstimmen, richtig gute Flammkuchenhäuser haben wir in Mannheim nicht, aber wir haben ja in der Westlichen Neckarstadt unseren Da Raffaele, welcher fast authentische Flammkuchen aus seinem Steinofen zaubert, er nennt sie "Pizza Bianca" in Anlehnung an Bianco, im Grunde aber zu 100% deckungsgleich mit den bekannten Flammkuchen aus dem Elsaß.

Ohne Frage, wenn man diese Art von Pizzen als "Pizza" durchgehen lässt, dann bäckt Küchenchef Raffaele De Angele zusammen mit seinem Bruder, der sich vermehrt im Service aufhält, mit die besten Pizzen in Mannheim, wobei sie an meine absolute Lieblingspizza vom Da Rossario nicht herankommt. Umso italienischer sind die Bedienungen (verstehen fast kein deutsch) und die Anmache der Salate, weil in Italien bekanntermaßen "Luigi nicht de Salate anmachen muss, das machen Gäste alleine" - aber gut, war uns bekannt uns hat uns an dem Abend nicht weiter gestört.

Als wir übrigens ankamen waren alle Außentische besetzt, so bekamen wir einen Tisch im großzügig geöffneten Fensterbereich. Hier saßen auch schon einige Gäste, das Restaurant war ungefähr zur Hälfte gefüllt. Die Lage ist eigentlich ganz gut, direkt am alten Messplatz, wo vor 3 Jahren die letzte Biermesse war. Die Neckarstadt trägt ihren Namen vom vorbeifließenden Neckar, der an der Friesenheimer Insel in den Rhein mündet. Er trennt die Neckarstadt von der südlich liegenden Innenstadt. Die heutige Neckarstadt-West hat ihren Ursprung in den ehemaligen „Neckargärten“. Diese wurden ab 1679 nördlich des Neckars auf dem „Pflügersgrund“ als Bürgergärten angelegt und Ende 1682 an 560 Bürger zur Nutzung vergeben.

Die Neckarstadt-West ist ein urban geprägter Stadtbezirk mit dem größten denkmalgeschützten Altbaubestand.  Im Vergleich zu anderen Lagen in Mannheim ist hier günstiger Wohnraum mietbar,  insgesamt leben hier ca. 22.000 Menschen aus über 120 Nationen, Deutschland nicht inklusive.

Wir bestellen aus der Speisekarte, die gehörten übrigens  mal wieder neu eingebunden, einen italienischen Salat als Vorspeise, als Hauptspeise Pizza Pastore (Pizza Bianca) sowie einmal die Pizza Calzone.Einen Gruß aus der Küche bekommen wir nicht. Zu trinken sollte es ein gut temperiertes Hefeweizen sein, der Name war mir unbekannt, es schmeckte aber sehr fruchtig und spritzig, so dass ich noch Nummer zwei und Nummer drei im Laufe des Abends orderte. Natürlich wurde dann irgendwann der Großbild TV eingeschaltet, damit wir in Echtzeit die Vorbereitung des Eröffnungsspiels mitbekamen.

Unser Vorspeisensalat wir serviert. 


Ausgesehen hat er nicht schlecht. Eisbergsalat geschnitten, Kochschinken, Ei, angemacht war er natürlich nicht, Balsamico und Olivenöl, sowie eine Pfeffermühle, die man auch mal austauschen könnte, wurden dazu gereicht. Uns ist aber so eine selbst angemachter Salt mit frischen Zutaten lieber als ein fertig gekauftes Dressing aus dem Großeimer. Dazu gab es frisch aufgeschnittenes Weißbrot. Nachdem wir den Salt verputzt hatten, wurden unsere Pizzen serviert. Meine Frau bekam ihre Calzone:


ich meine Pizza Pastore (8,50)  - Weiße Soße, Mozzarella, Schafskäse und Pesto:



beide Pizzen schmeckten uns sehr gut, wobei auch meine Frau beim nächsten Besuch die Pizza Bianca, eventuell noch mit Parmaschinken den normalen Pizzen mit Tomatensauce vorziehen würde. Der Boden fast schon dünner als Zeitungspapier (siehe Bild)





der Rand luftig auf gebacken, von den Nährstoffen hatte der Boden genauso viel Gehalt wie eine Bild-Zeitung, dennoch, mit dem sehr leckeren Belag war das kulinarisch ein Weitwurf, auch wenn es für eine Ehrenurkunde insgesamt Geschmack(s) technisch und Service bedingt nicht ganz reicht, aber für eine Siegerurkunde allemal. Für ein Dessert hat es leider an dem Abend zeitlich nicht mehr gereicht, wir hätten uns wohl beide für die selbst gemachte Panna Cotta mit heißen Himbeeren entschieden.

Übrigens: auf den Tafeln stehen bei Da Raffaele verschiedene saisonale Gerichte. Heute waren das Seeteufel, mit sommerlich geschmortem Gemüse und Zitronensauce sowie Saltimbocca (Kalb) mit selbst gemachten Tagliatelle in Zitronen-Kapernsauce, beide Gerichte um die 17 Euro. 

Wir kommen wieder, dann bestelle ich ein Gericht von der Tafel !! 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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