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GastroGuide-User: konnie
hat Gallo Nero in 12347 Berlin bewertet.
vor 7 Jahren
"Das Restaurant Gallo Nero wurde im ..."

Geschrieben am 27.10.2013
Das Restaurant Gallo Nero wurde im August 2013 eröffnet. Zuvor befand sich an dieser Stelle jahrzehntelang das Lokal Zum Britzer Löwen. Nun also etwas ganz anderes; gehobene italienische Küche.

Wir entdeckten das Restaurant durch Zufall im September, als wir die Hannemannstraße entlangfuhren. Kurzentschlossen kehrten wir am selben Abend, einem Samstagabend, dort ein.

Wir traten ein. Das Restaurant war sehr gut besucht, wir bekamen gerade noch einen Tisch an der Tür. Damit mussten wir samstagabends rechnen, es störte uns nicht. Im Gegenteil, das ließ für unseren Besuch hoffen. Uns wurde später empfohlen, am Wochenende lieber zu reservieren.

Zuerst schauten wir uns um. Vom ehemaligen Kneipenflair war überhaupt nichts mehr zu sehen. Sowohl im Hauptraum als auch im Nebenraum befanden sich jetzt Regale mit Weinflaschen an den Enden, was sehr einladend aussah. Der Tresen war ein Stück nach rechts gewandert, dadurch gab es einen direkten Zugang zum Nebenraum. Die Wände und Decken waren in Weiß gehalten, die Tische mit rot-weiß karierten Tischdecken eingedeckt. Die Sommerterrasse wurde deutlich vergrößert, mit etlichen Tischen darauf. Da das Restaurant in einer ruhigen Wohngegend liegt, sitzt es sich auf der Terrasse sehr schön.

Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen die Karten überreicht. Darauf fanden sich Suppen, Vorspeisen, Salate, Pasta, Pizza (darunter auch weiße Pizza) sowie nur sehr wenige Fleisch- und Fischgerichte. Dazu gab es eine Karte mit Tagesangeboten sowie Überraschungsmenüs mit mehreren Gängen. Außerdem wurde uns eine Kreidetafel mit weiteren Angeboten vor den Tisch gestellt.
Man hat also nur wenige Standardgerichte, setzt offenbar mehr auf ein wechselndes Angebot. Die Essenspreise bewegten sich im gehobenen Bereich.

Im Gegensatz dazu die Getränkepreise; sie waren im absolut durchschnittlichen Bereich angesiedelt. Man konnte nach dem Essen durchaus noch verweilen, ohne dabei arm zu werden.

Beim ersten Besuch nahmen wir Gerichte aus der Standardkarte. Vorneweg Bohnensuppe toskanischer Art, die sehr lecker war. Mein Begleiter entschied sich danach für eine Pizza, die einen knusprigen, dünnen Teig hatte und gut belegt war. Meine Lasagne Classica hätte etwas mehr Hackfleischsauce enthalten dürfen.

Beim zweiten Besuch nahmen wir beide Pasta aus der Standardkarte, Penne Arrabbiata für meinen Begleiter sowie Bandnudeln mit Filetspitzen für mich. Vorneweg gutbelegtes Bruschetta. Diesmal waren wir beide von unserer Pasta überzeugt.

Dritter Besuch. Auf der Kreidetafel fand sich ein Duetto di Pasta, angeboten ab zwei Personen. Als wir fragten, was serviert würde, hieß es, wir könnten sagen, was wir gern hätten oder auch nicht. Sehr entgegenkommend, zumal wir keine Fischfreunde sind. Wir haben uns Fisch und Meeresfrüchte komplett verbeten und warteten gespannt, was nun auf den Tisch käme: Ravioli mit Cherrytomaten sowie Bandnudeln mit Steinpilzen, dazu Salbeipesto. Die Portionen waren großzügig bemessen. Geschmeckt hat beides hervorragend. Zum Abschluss gönnte ich mir ein Tirami Su; ein Gedicht. Der freundliche Kellner brachte zwei Löffel, damit mein Begleiter probieren konnte.

Das italienische Personal haben wir bei allen Besuchen freundlich und zuvorkommend erlebt.

Das Restaurant hat uns bei allen Besuch gefallen. Es ist keine preiswerte Pizzeria, sondern ein Ristorante mit gehobener Küche und ebensolchen Preisen. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Einen Besuch können wir empfehlen.