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GastroGuide-User: AndiHa
hat Zur Laterne in 79279 Vörstetten bewertet.
vor 2 Jahren
"Wohl nicht die beste Pizzeria im Breisgau..."
Verifiziert

Geschrieben am 18.02.2018 | Aktualisiert am 18.02.2018
Besucht am 17.02.2018 Besuchszeit: Mittagessen 3 Personen Rechnungsbetrag: 48 EUR
Der oberste Cheffingerwickler und Liebling aller Kinder in der Straße war nicht mehr. Und nach kurzer Zeit kam in bei meinen Lieben der Wunsch auf sich doch wieder nach einem neuen besten Freund umzusehen.
So kam es, daß wir uns an diesem Samstag nach Vörstetten auf machten um einen fast-noch Welpen zu begutachten.
Das erste Thema (Hundie) war eigentlich gebongt, es fehlt nur noch, daß sich die „Übergangspflegerin“ noch unser Zuhause anschauen will um den Nachwuchsfingerwickler mit gutem Gewissen abgeben zu können.
Das zweite Thema war dies, daß ein Halbtagesausflug auch irgendwann mal eine Nahrungsaufnahme beinhalten sollte.
 
Und AndiHa wäre nicht AndiHa, wenn er keine Pizzeria ausfindig machen würde.
Leider.
 
Aber der Reihe nach.
GG war an dieser Flanke natürlich mal wieder blank wie affenar***.
Big Brother spuckte zwar viele positive Rezies aus aber deren Aussagekraft ist oft Grundlage so mancher Bachelorarbeit.
 
Wie dem auch sei, wir erwähnten dieses Ansinnen bei der Hundemama kurz aber irgendwie blieb dies unbeantwortet.
 
So standen wir alsbald vor dem Haus im örtlichen Industriegebiet.
 
Industriegebiet. Hmmm. Aber ein freundlich leuchtender Tupfer Farbe machte einen guten Eindruck.
 
Ich bekam gerade noch eine Knipsografie vom Gebäude hin als meine Mädels schon in den ebenerdig zu enternden Gastraum drangen und uns von der sehr freundlichen Wirtin auch gleich ein Tisch angeboten wurde.


 
Der Gastraum mit beherrschender Theke strahlte eine außergewöhnliche Gemütlichkeit aus und wir fühlten uns umgehend recht wohl darinnen.


 
Mit den Karten üblicher Provenienz kam auch die Frage nach den Getränkewünschen welche in anbetracht unserer aktuellen Situation natürlich nicht umgehend mit der Frage nach einer Weinbegleitung beantwortet wurde.
Fah’n fah’n fah’n auf der Autobahn wäre mit Riesling in der Blutbahn sicherlich nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt. Zumal es ordentlich regnete bzw. im weiteren Verlauf sogar noch fast schneebedeckte Fahrspuren gab. Jetzt hilft zwar Ethanol den Schnee zu schmelzen aber es sollte wohl sicherlich anders angewendet werden um diesbezüglich Erfolg vermelden zu können.
 
Angola (0,4l zu 3,20) könnt ick mir dotsaufen.
Frau und Tochter orderten Spezi (siehe oben) bzw. stilles Wasser (0,4l zu 3,-).
 
Jau, gemütlich sah es aus da drinnen. Viel helles Holz und eine einigermaßen Schnuckelige Einrichtung. Nur das Radio, welches wohl irgendwo hinter der Theke lief störte minimal. Eigentlich nur die Kontaktaufnahme bei Sonderwünschen. Dazu später mehr.
 
Ein Insalata al Italiana (10,90) sollte es für uns drei gemeinsam sein.
 
Und die gesonderten Haupspeisen waren:
 
Canneloni al Forno (9,80)
Crepes Nostrana (9,80)
Pizza mio Gusto (8,50)
 
Der Insalata kam alsbald mit drei Tellern an den Tisch und war von reichhaltiger Menge aber sah recht bleich aus.


Ein mildes und leckeres Joghurtdressing verhalf ihm zu dieser herrschaftlichen Blässe. Zudem sorgten noch Mozzarellastreifen und Eier an seinen Flanken für Farbtupfer.
Ja, das Dressing war schon ok aber leider war der Salat, wie so oft, nicht durchgehend angemacht sondern das Dressing nur darüber geläppert.
Daraufhin orderte ich bei der Wirtin Essig und Öl. Zumindest versuchte ich es. Das Radio…. Sie kam um die Theke herum und versprach umgehend eine Menagerie an den Platz zu bringen.
Hoppla, Öl und Öl.
Nochmaliger Kontaktaufnahmeversuch und nochmaliger gleicher Vorgang.
Nochmal Hoppla. Öl und Öl in der Menagerie.
Sorry, das ging über mein Verständnis. Selbst wenn man mit der Materie so gut wir nix zu tun hätte ein kurzes Schwenken hätte unmissverständlich die Konsistenz des Inhaltes offenbart und einen Hinweis auf dessen….., ach egal….
Dann kam zuletzt eine Flasche Balsamico der einfacheren Art an den Tisch.
Jepp, geht doch.
Des Weiteren war der Salat schon ok. Eisbergsalat und Gurkenrädel. Ei und einfacher Mozzarella und zudem etwas Schinken. Die Auflistung des Schinkens in der Speisekarte war aufgrund der sparsamen Verwendung womöglich nicht mal zwingend vorgeschrieben.
 
Zum Salat gab es noch ein paar Scheiben Weißbrot welches rel. fest war aber zumindest meinen Mädels zusagte.


 
Nach einer recht kurzen Zeitspanne nach dem verputzen des salates trafen dann auch unsere Hauptspeisen ein.
 
Meiner Tochter Crepes Nostrana sahen schon mal einladend aus.


Eine zurückhaltend würzige tomatige Soße überdeckte die Pfannkuchen.
Und, ja, es waren Pfannkuchen. Keine Crepes.
Leichte Enttäuschung machte sich bei meiner Tochter breit als der Inhalt (Frischkäsecreme mit Spinat) sich auch noch zunehmend als außergewöhnlich trockene Gesellschaft aufführte. Nun, letztlich machte es satt. Punkt.
 
Die Cannelloni al Forno waren heiß. Soweit schon mal gut.

Ansonsten waren sie aber leider auch nur Allerweltscannelloni. Es war so beliebig, daß meine Frau hinterher erwähnte, daß sie vom Netto (Discounter um die Ecke) auch nicht schlechter schmecken würden.
Bumms. Das saß.
Ich durfte von ihrer Soße natürlich gerne probieren und muß auch sagen, daß sie so beliebig schmeckte, daß sie wohl auch ich besser hingebracht hätte.
 
Meine Pizza mio Gusto gab es so natürlich nicht auf der Karte.
Ich setzte sie einfach nach meinem Belieben zusammen und gab ihr diesen Namen.
Eine Pizza Salami mit Kapern und Knoblauch angereichert kam an den Tisch.
Uuuhmps, eine Pizza aus der Form.
Meine Lieblinge…


Und sie unterschrieb all diese Vorurteile die ich gegen genau diese Backart habe.
Harter Rand. Rel. dicker und recht fester Boden.
Aber sie war gut gewürzt. Das hätte Potenzial gehabt. Doch der Käse kaute sich so unnachgiebig, daß ich am überlegen war welcherart diese Käse eigentlich war. Analog zum Käse war auch die Salami irgendwie geschmacksarm und später darüber gekloppt.
Das Gesamtprodukt wäre sicherlich ein Renner im Tiefkühlfach aber bei mir irgendwie nicht.
 
Der Bezahlvorgang war dann wieder mustergültig. Eine EC-kartenzahlung war möglich (hatten wir aus Bargeldmangel zuvor schon angefragt) und ein anständiger Beleg wanderte samt Kartenleser und dessen Quittung an unseren Tisch.
Ein Rest der Cannelloni wurde gerne eingepackt und wir wurden freundlich verabschiedet.
 
Bleibt noch zu sagen, daß hier alles angenehm sauber war und die Toiletten ebenfalls ebenerdig erreichbar waren.
 
Die Küchenreisebewertung erspare ich mir und Euch dieses Mal aus wohl nachvollziehbaren Gründen. 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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