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GastroGuide-User: kgsbus
hat Royal Punjab in 51379 Leverkusen bewertet.
vor 2 Jahren
"Ordentliche schmackhafte indische Küche"
Verifiziert

Geschrieben am 12.11.2017
Besucht am 12.11.2017 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 39 EUR
Leverkusen ist in meinen Augen leider keine Schlemmeroase. Es gibt zwar reichlich Lokale, aber eigentlich keine Spitze. Das ist schade, denn immerhin ist es eine Großstadt. Und Opladen hat mir als Ort früher gut gefallen. Gelegentlich sind wir in der Stadt unterwegs.
 
Diesmal wollten wir also keine weiteren Experimente unternehmen und unbekannte Restaurants ausprobieren, sondern etwas Solides und Erprobtes wählen. Wir hatten nur etwas Zeit und danach einen Termin.
 
Also heute: Indisch in Opladen.
 
Ambiente
 
Am Aussehen hat sich für uns nichts Bemerkbares verändert. Das Lokal hat eine solide Einrichtung und die Möbel sind zweckmäßig; aber auch nicht besonders beeindruckend.
 
Theke und Tische
 
Aber der Raum war diesmal beim Betreten recht kalt. Die Fenster waren geöffnet. Auch andere Gäste wünschten etwas mehr Wärme. Daraufhin wurde die Lüftung beendet und die Heizung in Gang gebracht, sodass nach einiger Zeit eine angenehmere Atmosphäre entstand.
 
Sauberkeit und Sanitär
 
So richtig gemütlich wirkte das Lokal heute nicht auf uns.
Alles wie bei früheren Besuchen ordentlich gepflegt und kein Grund zu einer Beanstandung. Die Toiletten sind sehr einfach ausgestattet bzw. schmucklos oder gar lieblos, im Keller und recht eng.
 
Service
 
Freundlich und höflich wie immer. Allerdings gab es Verständigungsprobleme. Der junge Mann hat Teile unserer Bestellung wohl falsch verstanden oder notiert; jedenfalls war ein Gericht völlig anders, als gewünscht. Das wäre aber bei genügender Sprachkompetenz nicht passiert; denn wir haben uns nach den Zutaten erkundigt und einige Dinge verändert: keine Paprika, keine Haselnüsse. Der Kellner lächelte dabei empathisch, aber hat die Informationen nicht wirklich verarbeiten können. Nicken allein genügt da nicht – lieber nachfragen. - Es wurde aber ohne Widerstand anstandslos durch die richtige Speise ersetzt. Sogar ein weiterer Mitarbeiter kam und entschuldigte sich wortreich – mit vorzüglicher verständlicher klarer Sprache.
 
Die Karte(n) 
 
Die Karte war unverändert – und so umfangreich wie erwartet. Damit sind kleine Variationen bei der Bestellung kein Problem.
 
Die verkosteten Speisen 
 
Wir probierten daher drei uns noch unbekannte Gerichte.

Fisch Koli Wada (6,90 €)
 
Fischteller mit Salat und Dip

Das Fischfilet wurde in Kichererbsenmehl gewendet, leicht mariniert und anschließend frittiert. Dazu kam eine Minzsoße auf den Teller als Abrundung. Dazu gab es Blattsalate und gelbe und rote Paprikastreifen.
Die genaue Fischart haben wir nicht bestimmen können. Innen aber weiß und daher sicher eine Sorte aus dem Bereich Fischstäbchen - also vielleicht Alaska-Seelachs. Die Filetstücke waren kräftig frittiert und knusprig. Innen jedoch noch recht saftig. Die Minzsoße unterstützte die Aromatik der Panierung.

Fisch - innen (Teilansicht)
 
Chicken Kashmiri (12,50 €)
 
Kleine Hühnerfleischstücke werden mit Kashmiri Gewürzen (eine Paste aus vielen Komponenten) mariniert, ziehen in einer  Cashewnuss-Soße gar und werden mit  Ananasstücken, Mandeln, Sahne und Curry verfeiert.
 
Kaschmir-Hühnchen

Das Gericht wurde in einem Metalltopf serviert und auf ein Stövchen zum Warmhalten gestellt.
 
Der Eintopf sah nicht unbedingt optisch toll aus, aber die Kashmiri Gewürze gaben eine angenehme Geschmacksnote und die Soße war dadurch pikant und gelungen. Zusammen mit dem Reis, der in Unmengen auf einer Extra-Platte serviert wurde, sehr angenehm im Mund.

Reisplatte und Hauptspeisen
 
Leider hatten wir vergessen die Reismenge zu begrenzen und etwas Brot zu ordern. Das hätte sich auch gut zum Tunken gepasst.
 
Lamm Methi (13,90 €)
 
Das Lammfleisch wurde mit Bockshornkleeblättern (Methi) und Currysauce zubereitet.

Lamm-Topf
 
Hier wurde zuerst ein wohl vegetarisches Gericht serviert. Jedenfalls war kein Lamm zu sehen. Der Teller sah gut aus und hätte vielleicht auch geschmeckt. Aber ich hatte halt mehr Lust auf Lamm – und bekam es auch relativ zügig umgetauscht.

unbekanntes Gemüse-Gericht
 
Das Fleisch war in Gulasch-Größe geschnitten und weniger gebraten als geschmort. Es war saftig und weich und sagte mir durchaus zu. Auch hier waren die Gewürze (Curry-Mischung und Methi) die Stars der Kreation. Das möchte ich bei indischen Gerichten auch schmecken.
Auch hier war das Gericht in einem Topf untergebracht und wurde durch die Kerze im Gestell warm gehalten.
 
Einen Nachtisch haben wir nicht mehr bestellt. Die Zeit war zu knapp und auch der Magen zu voll.
 
Aber ein Löffel voll Pan Mukhwas geht natürlich immer.
 
Pan Mukhwas
 
Getränke 
 
Mineralwasser 0,75l (5,90 €)
 
Fazit
 
3wenn es sich ergibt. Die Speisen sind gut gemacht; es fehlt etwas am Rest. Die Küche ist besser als das Gesamtpaket in meinen Augen.
 
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
 
Datum des Besuchs: 12.11.2017 – mittags – zwei Personen
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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