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GastroGuide-User: PetraIO
hat LaWendel / Dom-Hotel in 66606 Sankt Wendel bewertet.
vor 7 Monaten
"Ein lauschiger Sommerabend mit Freunden"
Verifiziert

Geschrieben am 19.12.2020 | Aktualisiert am 19.12.2020
Besucht am 20.09.2020 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 70 EUR
In diesem Jahr waren die Treffen mit Freunden doch rar gesäht. Coronabedingt auch die Treffen mit GastroGuide(Ex?)Kollegen „Saarschmecker“ und seiner lieben Frau.

An diesem Abend sollte es endlich mal wieder mit dem Wiedersehen klappen und wir holten die Beiden zu Hause ab, nicht ohne noch mit dem obligatorischen Crémant (der im Hause Saarschmecker nie ausgeht) auf den Abend anzustoßen.

Weiter ging es in das schöne Städtchen St. Wendel. Der „Saarschmecker“ berichtete schon mehrfach von der guten Küche des La Wendel (bei diesem Namen denke sicherlich nicht nur ich unweigerlich an die GastroGuide Kollegin Lavandula).

Hier hatte es wohl vor einiger Zeit einen Betreiberwechsel oder Wechsel der Küchenleitung gegeben. Seitdem sind Saarschmeckers hier gerne zu Gast und reservierten für diesen Abend unseren Tisch.

Ortskundig führten unsere Begleiter uns zum Ziel und zu einem nahegelegenen Parkplatz.

Das Restaurant liegt mitten im Zentrum, dennoch etwas versteckt. Wir waren an diesem schönen Herbstabend nicht unglücklich darüber, dass es im La Wendel etwas ruhiger zuging als an den „Hotspots“.

Wir wurden freundlich von einer jungen Dame begrüßt. Im rustikalen und gemütlichen Biergarten wurde uns ein geschützter und überdachter Platz angeboten. Dieser Platz war perfekt für einen gemütlichen Abend.
rustikaler Biergarten
Wir ließen uns nieder und die Speise- und Getränkeblätter wurden gereicht. Die Blätter sicherlich den Coronaauflagen geschuldet, aber die Mehrfachnutzung war ihnen deutlich anzusehen.

Wir konzentrierten uns auf die sehr abwechslungsreichen und gut durchdachten angebotenen Speisen. Nicht überladen, aber die Entscheidung zwischen aktuellen Wochengerichten (z. B. frische Miesmuscheln), tollen Salaten, Pasta- und Fleischgerichten fiel wirklich schwer.

Zwischenzeitlich nahm die Mitarbeiterin schon mal unsere Getränkewünsche auf.

Wir  blieben beim
Crémant d’Alsace Brut, weiß - € 4,20 / 0,1 l und Crémant de Loire Brut, rosé - € 4,50 / 0,1 l
als Aperitif.

1 Flasche Teinacher Mineralwasser - € 5,50 – 0,75 l wurde auch noch bestellt.

Die kühlen Getränke wurden wenig später serviert und unsere weiteren Wünsche notiert.

Als kleine Vorspeise bestellten mein Mann und ich je einen Beilagensalat – € 3,00. Auf Wunsch mit Essig-Öl-Dressing.

Zum Hauptgericht wählte mein Mann das Schnitzel „Wiener Art“ vom Eifeler Landschwein mit Pommes Frites - € 14,80.

Ich konnte mal wieder der Pasta nicht widerstehen, zudem diese aus der saarländischen Pastamanufaktur angeboten wurde.
Also für mich:
Frische Spaghetti mit Sommertrüffel & weißer Trüffelsauce - € 17,80.
Und als nicht vegetarisches „Upgrade“ dazu: Garnelen + Knoblauch - € 5,50

Zum Hauptgang durfte es noch ein Gläschen Wein sein.
1 trockener Grauburgunder, Weingut Bühler, Kallstadt / Pfalz  – 0,2 l - € 6,20
1 trockener Riesling, Weingut M. Keth, Offstein / Pfalz – 0,1 l - € 3,30

Zur Überbrückung des Hungergefühls schickte die Küche frisches Baguette und Kräuterquark.
Kräuterquarkt und Baguette
6 Scheiben Brot – 4 Personen. 1 kleines Weckglas. Da traut man sich gar nicht zuzugreifen.
Am Nebentisch wurde bei 2 Personen mit der gleichen Menge gegrüßt. Das ist einfach nicht gut durchdacht. Es gab glücklicherweise keinen Streit bei uns.

Mit einem zweiten Gruß rechneten wir hier wirklich nicht und waren umso überraschter. Pro Person gab es im Glas serviert Kidneybohnen in einem würzigen Tomatensugo mit Thunfischcreme.
Gruß: Bohnen mit Thunfischcreme
Und das Angebot nochmal Brot nachzureichen!

Wenig später wurden unsere tadellos frischen Beilagensalate serviert.
Beilagensalat
Leider nicht sehr gut vorab mit dem Dressing vermischt und in einer Schale mit hohem Rand. Da fällt das Mischen mit dem recht säuerlichen Dressing schwer.
Beim Essen des Salates trat automatisch Entschleunigung ein. Um Salatspritzer auf Hemd und Bluse zu vermeiden.

Mit angeregten Gesprächen verging die Zeit bis zu unseren Hauptspeisen im Flug.

Saftige und goldgelb gebratene Schweineschnitzel für meinen Mann. „Wiener Art“ mit Schweinefleisch.
Aber auch saarländisch: Das Fleisch im Saarland nie zu dünn servieren!
Schnitzel vom Eifeler Schwein
Auch die Panade ohne die Luftigkeit des Wiener Originales. Das störte alles überhaupt nicht, denn das Fleisch war wunderbar zart, geschmacklich einwandfrei und saftig gebraten. Die Pommes dazu schlicht, knusprig und gut.

Die frische Pasta mit frisch gehobeltem Trüffel erreichte mich im tiefen Teller.
Frische Spaghetti mit Trüffel
Leider waren die Spaghetti weit entfernt von „al dente“. Eher „well done“. Sehr schade. Dazu schwammen sie in der dünnen Sahne“suppe“. Das war schon noch schmackhaft, aber für den aufgerufenen Preis entsprach es bei Weitem nicht meinen Erwartungen. Zumal der Trüffelgeschmack auch recht verhalten war.

Bei der Nachfrage der Servicemitarbeiterin ob alles schmeckt, sprach ich die Punkte an. Sie wurden entschuldigend zur Kenntnis genommen.

Die im separaten Schälchen servierten saftigen Garnelen mit geschmolzenen Kirschtomaten konnten dagegen wieder geschmacklich punkten.
Garnelen mit Tomaten
Die Schnitzelportion schaffte mein Mann nicht ganz. Gerne ließ er sich das zweite Schnitzel einpacken. Der hübsche „Henkelmann“ kam mit der bestellten Rechnung.
Der Henkelmann
Das war ein schöner und geselliger Abend. Die Innenräume sind auch äußerst gemütlich gestaltet.
Gemütliche Innenräume
WC im Erdgeschoss, alles sehr gepflegt.

Unsere Begleiter waren sich sicher, das an diesem Abend der Küchenchef nicht im Hause war. Daher vielleicht die suboptimale Pasta.

Ein freundliches und gepflegtes Haus mit abwechslungsreichen Speisen. Eine Empfehlung gebe ich gerne.
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DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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