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GastroGuide-User: PetraIO
hat Kyrburg in 55606 Kirn bewertet.
vor 5 Jahren
"Stilvoll speisen auf der Kyrburg"

Geschrieben am 02.11.2014 | Aktualisiert am 13.07.2015
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Die Kyrburg ist die Ruine einer Höhenburg zwischen dem Nahetal und dem Hahnenbachtal hoch über der Stadt Kirn und gilt als das Wahrzeichen der Stadt Kirn. Sie wurde 1128 erstmals urkundlich erwähnt.

Man kann mit dem Auto bis zur Burg hochfahren, Parkplätze sind vorhanden. Es gibt allerdings auch noch einen Wanderweg zur Burg.

Nach einem gelungenen Mittagessen im Sommer kehrten wir nun zum Abendessen hier ein. Leider war es schon fast dunkel, so konnten wir den tollen Blick auf Kirn und teilweise auch auf die Nahe nur noch kurz geniessen.

Im Gebäude auf der Burgruine ist das Restaurant unter der langjährigen Leitung von Horst Kroll und wohl auch inzwischen seiner Tochter untergebracht. Steckenpferd und Leidenschaft von Herrn Kroll ist das ebenfalls integrierte Whiskeymuseum, Tastings sind hier buchbar.

Die außergewöhnliche Kulisse der Freichlichtbühne Kyrburg dient alljährlich einigen kulturellen Veranstaltungen, z. B. Opernfestspiele wie "Carmen", "Rigoletto", "Nabucco" und "Aida".


Service:
Laut Rechnungsbeleg wurden wir von Judith bedient. Sie wies uns unseren Tisch im neu angebauten Wintergarten zu. Den kompletten Abend wurden wir erstklassig und sehr freundlich bedient. Judith hatte stets alles im Blick.

Das Essen:
Die saisonal wechselnde Karte ist nicht sehr groß. Ergänzt wurde noch durch Tagesempfehlungen auf der Schiefertafel. So hatten wir wirklich schon Schwierigkeiten uns zu entscheiden. Die aktuelle Speisekarte ist auch auf der Homepage der Kyrburg nachzulesen.

Als Aperitiv entschieden wir uns für Aperol Spitz (€ 6,--) und Sekt (€ 5,--).

Es folgte der Gruß aus der Küche: 4 Sorten frisches Brot (mit einem tollen Nussbrot), Kräuterfrischkäse und schwarze und grüne Oliven. Gefolgt wurde der 1. Gruß noch von einem schön servierten Lachstatar mit Pumpernickel, sehr schmackhaft!

Als Vorspeisen wählten wir die
Kürbiscremesuppe mit steirischem Kürbisöl zu € 6,--. Diese wurde per Servierwagen eindrucksvoll im ausgehöhltem Muskatkürbis serviert und am Tisch erst in die Teller gefüllt. Eine perfekt abgeschmeckte Kürbissuppe.

2. Vorspeise: Gebratene Jakobsmuschel auf Kürbisrisoni und Blattsalaten zu € 13,00. Eine perfekte Vorspeise! Die Jakobsmuscheln saftig, noch leicht glasig gebraten. Obenauf ein würziges Mango-Chili-Chutney. Das Risoni, bissfest gegarte Reisnudeln, mit Kürbiswürfeln und Gemüsestückchen mit angenehmer Schärfe. Mittig knackiger Salat mit jungen Kressetrieben... Genial!

Die Hauptspeisen:
Gebratener Thunfisch auf Ratatouillegemüse, Kartoffelpüree und Rosmarinschaum zu € 24,00. Vorher wurde abgestimmt, wie der Thunfisch gebraten wird. Sushiqualität wurde von Judith versichert, also nur ganz kurz angebraten und mittig noch roh. Serviert war das Gericht eine Augenweide, geschmacklich ein Gaumenschmaus! Püree ganz fein püriert, das Gemüse fein gewürfelt und dennoch nicht matschig. Der Rosmarinschaum fein verteilt und obenauf noch knuspig frittierte feine Kartoffelstreifen.

2. Hauptspeise von der Tagesempfehlung: Rehnüsschen mit Preiselbeeren, Spätzle und herbstlichem Gemüse zu € 22,00. Das Fleisch super zart, in der Mitte medium rare gegart, eine tolle Sauce mit Preiselbeeren dazu. Hausgemachte Spätzle im separaten Schälchen gereicht und knackiges Gemüse mit Rosenkohl, Karotten, grünen Böhnchen, Zuckerschoten. Geschmacklich wussten alle Bestandteile zu 100%  zu überzeugen.

Die Mengen der Speisen waren auch gut ausreichend. Trotzdem konnten wir uns als Dessert die Creme brullée mit Himbeersorbet (€ 6,--)  nicht verkneifen. Hier der einzige kleine Kritikpunkt: Die Creme wurde mit der knusprigen Caramellschicht in einem flachen Teller serviert, dadurch war die Creme komplett erwärmt. Wir mögen es lieber wenn die Creme noch kühl ist. Das Sobet passte sehr schön dazu.

Die Weinkarte der Kyrburg bietet für die Freunde der Naheweine eine reichliche Auswahl der besten Weingüter. Hexamer, Genheimer-Kiltz, Theobald.... Selbstverständlich sind aber auch Weine außerhalb des Naheanbaugebietes vertreten. Wir
entschieden uns für den Sauvignon Blanc vom Weingut Genheimer-Kiltz aus Gutenberg. Eine sehr gute Wahl.

Das Ambiente ist  ausgesprochen schön und geschmackvoll. Im Sommer geniesst man auf der schönen Holzterrasse den tollen Blick auf Kirn. Es gibt 2 Gasträume. Einen im Altbau, rustikal mit viel Holz, aber dennoch edel. Und den Neubau / Wintergarten, an die Terrasse angrenzend, hell und modern.

Alles gepflegt und sauber. Toiletten piccobello und sehr ansprechend gestaltet.

Wir kommen bestimmt bald wieder und hoffen auf eine erneute 5*-Vorstellung!
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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Nolux und 3 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.