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GastroGuide-User: manowar02
hat La Torre in 94032 Passau bewertet.
vor 6 Jahren
"Sehr gut besuchtes Lokal, wir müssen es nicht nochmal haben."
Verifiziert

Geschrieben am 12.04.2015 | Aktualisiert am 12.04.2015
Besucht am 04.04.2015
Im Stadtteil Innstadt befindet sich das Ristorante  an der Durchgangsstraße neben dem Rehazentrum Jesuitenschlößl. Es liegt etwas unscheinbar über der Apotheke. Der Eingang liegt seitlich etwas weiter hinten. An der Türe hängt ein Zettel- für den Aufzug den Schlüßel bei Bedarf an der Theke holen - und es steht noch eine Telefonnummer mit dabei. Im ersten Stock auf der rechten Seite befindet sich der eigentliche Eingang vom Lokal. Hier ist auch der Schaukasten mit der Speisekarte. Die Toilette befindet sich dort ebenerdig. Es war sehr voll, reservieren wäre wohl sinnvoll. Parkplätze sind im Hof einige vorhanden.

Service
Wir würden von einem Herr, ganz in Schwarz gekleidet, freundlich begrüßt und zu einem Tisch gebracht. Er reichte uns die Karten und wollte auch gleich schon wissen, was wir zu trinken möchten. Keine Ahnung was es gibt, also um einen Moment zum Schauen gebeten. Nun kam ein anderer Herr, der hatte ein weißes Hemd und ein schwarzes Laiberl drüber an , zu der schwarzen Hose und meinte "was wollen sie"? Ein Haus, ein neues Auto, Geld, aber nein wir sind ja zum Essen hier und gaben brav unsere Bestellung auf. Nach einiger Wartezeit kamen die Getränke und eine Essig - und Ölflasche. Nach längerer Zeit dann mein Salat. Schnell gemerkt, der Salat war natur pur, die Streuer lachten mich nicht an, so machte ich mich mehrmals bemerkbar. Der Kellner machte immer nur Handzeichen, so quasi , dauert noch. Ich gab nicht auf und er bemühte sich nun doch an den Tisch zu kommen und meinte, die Pizza kommt gleich und wollte wieder kehrt machen. Ich konnte ihm noch meine Frage nach Salz- und Pfeffermühle auf den Weg geben. Ein ja , bringe ich gleich kam zurück, gekommen ist aber nur eine Pfeffermühle. Spotzl machte sich schon bereit, wenn die Pizza endlich kommt nach Knoblauch und Chiliöl zu fragen. 10 min nachdem ich meinen Salat hatte , kam er auch zum Einsatz. Kurz den guten Appetit vom Kellner abgewartet, nachgefragt, kam das Chiliöl. Kriegst auch bloß eins lästerte ich. Nach einiger Zeit kam dann doch noch das Knoblauchöl.vermutlich ließen sie sich nicht mehr blicken, nicht das wir noch etwas möchten. Es kam erst wieder einer zu uns an den Tisch, als die Teller und Gläser eine zeitlang leer waren. Schnell gefragt, hat geschmeckt, war er auch mit den Tellern verschwunden. Nachbestellungen sind hier anscheinend nicht erwünscht. Am Nebentisch , einer größeren Gruppe mußte für jedes Getränk ein Kellner abgefangen werden, die Karten für die Nachspeisen besorgten sie sich dann auch selber. Nun war wieder bemerkbar machen angesagt, bitte zahlen. Brav bezahlt bekamen wir noch ein Arivederci und das wars.

Essen
Die üblichen Speisekarten mit Klarsichthüllen und Ledereinband hatte am Anfang einen handgeschriebenen Zettel mit Tagesgerichten und die restlichen bedruckten Blätter mit Gerichten wie bei so vielen italienischen Lokalen.

Wir bestellten uns zu trinken ein dunkles Weizen  (3.-€), einen Bardolino (0,25 l  4,50€) und ein kleines Wasser (0,2  l1,90€). Zum Essen entschieden wir uns für den Insalata Rustica, gemischter Salat mit gebratenen Austernpilzen, Artischocken, Oliven, Mozzarella und Bruschetta (9,50€) und Pizza Focasa, scharfe Salami , Artischocke, scharfe Peperoni (28 cm. 8,40€)

Der Wein wurde im Glas serviert, das Gerolsteiner Wasser in der Flasche, die bereits geöffnet war und wurde etwas ins Glas eingeschenkt.

Der Salat hatte kein Dressing und beim ersten Versuch in anzumachen landete einiges auf dem Tisch. Ich bepperte natürlich, weil genau deswegen mag ich keinen Salat ohne Dressing . Spotzl munterte mich auf und meinte, an dir liegst es nicht , das der Salat abhaut wenn du ihn anmachst. Er bestand aus mächtig viel Eissalat, Tomaten, Gurken, Gelberüben raspel und Scheiben, Rucola, Paprika, Oliven, Mozzarella, Artischocken , gebratene Austernpilze und zur Deko ein Blatt Lollo Rosso.
Die Austernpilze waren schön gegrillt, leicht gewürzt, schmeckten, waren aber kalt. Die geschwärzten Oliven ohne Kern kannste vergessen. Die Artischocken vermutlich aus dem Glas, ohne Geschmack. Der Mozzarella gewinnt jetzt auch keinen Preis. Rest der Zutaten war frisch und wie schon erwähnt Natur pur.

Spotzl fragte mich noch, ob ich mir kein Pizzabrot dazu bestelle, schlau wie ich bin sagte ich, hab doch Brot dabei. Irgendwie war ich beim lesen der Karte auf Baguettbrot und als der Teller mit der Bruschetta kam, konnte ich Spotzls Frage verstehen. Für uns passte das irgendwie nicht zusammen als Hauptgang. Die Pizza lies eh noch auf sich warten, Salat ist eh kalt, also teilte ich mit ihm und es gab eine Vorspeise. Das Brot war schön kross gebraten, belegt mi Tomatenwürfeln die mit etwas Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern ( denken getrocknete) verfeinert war und zur Deko gabs noch etwas Basilikum. War als "Vorspeise"gut.

Dann kam auch endlich die Pizza. Der Rand war etwas dick, der Boden nicht ganz so knusprig. Die scharfe Salami hatte einen Hauch von Schärfe. Die Tomatensoße hielt sich im Geschmack dezent zurück,der Käse war schön zerlaufen und war mit etwas Geschmack vertreten. Die scharfen Peperoni waren warscheinlich sauer , wegen der langen Wartezeit bis sie zu uns an den Tisch durften, sie hatten die Schärfe verloren. Um sich dessen zu rächen hatten sie deshalb den Strunk anbehalten. Fast vergessen, da waren ja noch die Artischocken, hier waren wir von der geschmacklosen Art, eher geschockt.

Die Schärfe wurde durch das Chiliöl nachgeholt, hier gab es frisch aufgeschnittene scharfe rote Chilischeiben mit drinn.
Das Knoblauchöl war sehr matschig, hatte Kräuter mit dabei, aber nach Knoblauch schmeckte es nicht richtig.

Ambiente
Wenn man die Tür unten betritt befindet sich im Treppenhaus ein Gemälde an der Wand, mit dem Namen vom Lokal und einem Turm. Innen sieht die Bestuhlung aus, wie man sie vor 30 Jahren kannte. Tische die durch Holzkassetten abgetrennt werden, die lehnen Bezüge aus grünlich gemusterten Bezug im Retro Stil. Die Bankbezüge wurden schon mal erneuert und sind ganz grün. Es gibt hier viele grüne Pflanzen. Die Vorhänge tragen die Farben Orange und beige. Die Wände sind Orange gestrichen. Die Tische haben eine grüne Grunddecke, eine weiße Mitteldecke und in der Mitte liegt eine rote Serviette als Deckchen . Es stehen rote Servietten drauf , das Besteck besteht aus unterschiedlichen Formen. Es gibt noch Salz - und Pfefferstreuer, Bierdeckel und ein Glas mit Steinen und Teelicht. Bei einem Ristorante stellen wir uns etwas anderes vor.

Sauberkeit
In Angelegenheit Staubwischen sollte man sich im Lokal und auf den Toiletten etwas Gedanken machen.

Nach Küchenreise 1- sicher nicht wieder
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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Huck und 20 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.