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GastroGuide-User: simba47533
simba47533 hat Felsenmühle in 66606 Sankt Wendel bewertet.
vor 2 Jahren
"Nicht in erster Linie der Hunger trieb uns heute in die heimische Gastronomie"
Verifiziert

Geschrieben am 31.03.2022 | Aktualisiert am 01.04.2022
Besucht am 31.03.2022 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 63 EUR
Vielmehr wollten wir primär ätzendem und äusserst nervigem Baulärm in unserem näheren Umfeld für einige Zeit entrinnen. Seit knapp vier Wochen wird eine Wohnung zwei Stockwerke unter uns renoviert bzw. kernsaniert. Die Betondecken zwischen den Wohnungen tragen dazu bei, dass sich die Handwerkertätigkeit von der Lautstärke her so anhört, als ob unser eigenes Bad rausgerissen würde.Da hatte meine Herzallerliebste die Idee, uns wenigstens für kurze Zeit irgendwohin zu flüchten; mit der Sankt Wendeler "Felsenmühle" hatte sie nicht nur das Fluchtziel festgelegt sondern dort auch bereits für 13:30 Uhr einen Tisch bestellt. Nur leider sah es dann unterm Strich so aus, dass wir auch beim Essen in der "Felsenmühle" von lautstarken Handwerkertätigkeiten nicht verschont blieben. Im Aussenbereich der Mühle taten ein Rüttler und ein Frontlader alles in  ihrer Macht stehende, um uns den Aufenthalt und das Mittagessen möglichst gründlich zu vermiesen. Da wäre mir der von der geschätzten GG-Kollegin Petra IO in ihrem "Felsenmühlen"-Bericht erwähnte durch hohes Gästeaufkommen verursachte Geräuschpegel fast noch lieber als der Baustellenlärm gewesen ;-))

Das Ambiente der verschiedenen Gasträume reicht von urig bis hin zum Industriedesign; wir hatten einen Tisch im urigen Bereich und dafür vergebe ich dreieinhalb Sterne. Ein bauliches Update könnte für mich der Nassbereich für Herren vertragen; dort war es zwar sauber aber doch auch ziemlich "abgewohnt". Laut meinem Schatz ist der Nassbereich Damen ebenfalls sauber gewesen.

Service: Zunächst betreute uns eine Dame: nicht übermässig freundlich, nicht übermässig flott, nicht übermässig aufmerksam und nicht übermässig mit dem Inhalt der Speisekarten vertraut; insgesamt eher gleichgültig. Ab dem Moment an dem sie vor dem Tresen sitzend ihr Personalessen  einnahm, besserte sich die Lage. Ein jüngerer asiatisch aussehender Mann übernahm; ihm war der Service-Gedanke erheblich vertrauter, was uns als Gäste natürlich freute. Es lief flotter ab, wir fanden mehr Beachtung und hatten auch Gelegenheit uns mit ihm mehrfach kurz verbal auszutauschen. Zwei Sterne für die Dame und vier Sterne für den Herrn im Bereich "Service" ergeben zusammen drei Sterne (2 + 4 = 6 :2 = 3). Wie ich durch Kommentare mittlerweeilke mitbekommen habe, ist diese Formel nicht korrekt; wie wärs stattdessen mit "2 + 4 = 6 und dieses Ergebnis geteilt durch 2" ?

Essen und Trinken: Wir hatten uns bereits zuhause per Internet und die "Felsenmühle"-HP darüber informiert was Küche und Keller bieten. Mein Schatz hatte sich sogar bereits ein Gericht ausgesucht : das Tagesessen "Kartoffelsuppe mit Kirschpfannkuchen" . Bekommen hat sie es allerdings nicht; dazu waren wir einen Tag zu früh dran.Es wäre das morgige Tagesgericht gewesen; dasa heutige waren  "Gefillde mit Speckrahmsoße und Sauerkraut" für EUR 9,50. Also musste etwas anderes her, beide bestellten wir als Vorspeise die "Rinderbrühe mit Rindfleisch und Julienne-Gemüse" für jeweils EUR 5,40. Madame nahm als Hauptgericht das "Rumpsteak Madagaskar mit Pommes Frites" (EUR 22,90); ich entschied mich für die "Teufelsmedaillons; drei Schweinefiletmedaillons  getoppt mit Chilibacon in pikanter Sauce mit Pommes Frites" für EUR 16,90. Als Dessert hatte meine Herzallerliebste "Crême Brûlée" bestellt; das zu machen war laut Küche heute nicht mehr möglich (aus welchen Gründen auch immer). Ersatzweise wurde Pannacotta mit Früchten zum Preis von EUR 6,90 angeboten. Das wurde akzeptiert und ich nahm einen Williams Gold (2cl EUR 3,50) als "Dessert". Getrunken haben wir noch ein Schwollener Mineralwasser (EUR 2,40) und ein Franziskaner Weizen vom Fass (0,5l EUR 4,40). Unter den wenigen offenen Weinen hatte ich leider nicht das für mch Passende gefunden; schade.

Sowohl mit der Suppe wie auch mit den Hauptgerichten waren wir sehr zufrieden. Meine Frau hatte das Rumpsteak medium bestellt; es kam medium rare, was kein Beinbruch war. Die Fleischqualität war ausgezeichnet, das Steak war sehr gut geschnitten und die Pommes waren sehr schön knusprig. Auch über meine teuflischen Medaillons gab es nichts zu meckern; sie waren innen noch schön rosa. Die als pikant angekündigte Sauce war wirtklich pikant; ich hätte mich gefreut, wenn ich nicht nur einen Streifen Chilibacon sondern einen pro Medaillon, also insgesamt drei auf dem Teller gehabt hätte. Mit der Pannacotta war mein Schatz zufrieden, ich war es mit dem Williams Gold auch.

Fazit: Der Aufenthalt in der "Felsenmühle" hätte uns ohne die Baustellengeräusche noch besser gefallen! Kann gut sein, dass wir mal wiederkommen.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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