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GastroGuide-User: Lodda
hat Weinhaus Becker in 63762 Großostheim bewertet.
vor 1 Monat
"Immer wieder gerne!"

Geschrieben am 16.06.2019
Besucht am 14.06.2019 Besuchszeit: Abendessen 8 Personen
 
Allgemeines
 
Unsere älteste Tochter hatte Geburtstag und lud schon fast traditionell ins Weinhaus Becker in Großostheim ein. Da kommen wir doch gerne. Das Weinhaus Becker liegt nur ca. 5 Minuten entfernt von deren Wohnung. Also trafen wir pünktlich beim Geburtstagskind ein, um gemeinsam zu Fuß zum Weinhaus zu laufen.
 
Da Großostheim im Altortbereich mit vielen alten Fachwerkhäusern, engen Straßen und Gassen, teils mit Kopfsteinpflaster sowie verhältnismäßig wenigen Parkplätzen bestückt ist, sind hier Radfahrer oder Fußgänger im Vorteil.
 
Da meine letzte Rezi über das Weinhaus Becker schon drei Jahre zurück liegt nutze ich die Gelegenheit, um mal ein Update über den aktuellen Standard im Weinhaus Becker machen.
 
 
Service 4*
 
Unsere Tochter hatte schon ein paar Tage vorher reserviert und dabei ausgemacht, bei schönem Wetter im Sommergarten, bei Regen drinnen. Um 18.00 Uhr begaben wir uns von der Rückseite aus in den hinter dem Hause liegenden Sommergarten. Ein leichter Sommerregen begleitete uns auf dem Weg. Vor dem Hintereingang ins Restaurant stand ein Tisch, an dem zwei Servicekräfte die Gästezahl koordinierten. Bei denen wurde unsere Tochter vorstellig, um uns mit unseren acht Personen anzumelden.
 
Im Sommergarten begann durch den Regen gerade ein kleines Chaos auszubrechen. Quintessenz dessen war, dass für uns kein Platz mehr im Restaurant frei war. Beim besten Willen war es nicht mehr möglich, uns trotz bei der Reservierung gegebener Zusage im Restaurant zu platzieren.
 
Die Temperaturen waren angenehm, so boten uns zwei männliche Servicekräfte an, direkt am Haus unter einer langen Markise Tische für uns acht zusammenzustellen, da die bis dahin dort platzierten Gäste schon die Flucht nach innen angetreten hatten. Wir nahmen dieses Angebot gerne an und erlebten einen schönen Abend bei angenehmen Temperaturen im Freien, während die Gäste im Restaurant sich mit einer feuchten Schwüle anfreunden mussten.
 
Nachdem wir alle saßen wurden sofort jeder Person an unserem Tisch die Speisekarten in die Hand gereicht und gleichzeitig nach den Getränkewünschen gefragt. Da uns die Getränkeauswahl dort geläufig war, konnten wir auch gleich unsere Getränke bestellen.
 
Nach kurzer Wartezeit wurden dann die gut gekühlten Biere (Schlappeseppel) und Weine (Silvaner und Spätburgunder vom ortsansässigen Weingut Höflich (0,25 l-Glas, 4,50 €) sowie die Coca-Cola für unsere Enkelin serviert. Die gewünschten Speisen wurden in ein Handgerät eingetippt und nach angenehmer Wartezeit von den beiden Herren serviert. Aufmerksam kümmerten sie sich um uns. Leere Gläser wurden gesehen, Nachschub erfragt und auch prompt geliefert. Guten Appetit wurde gewünscht und auch die Nachfrage, ob alles in Ordnung ist wurde gestellt. Die leergegessenen Teller wurden zügig vom Tisch entfernt.
 
 
 
Essen 4*
 
Die Speisekarte ist überwiegend fränkisch ausgerichtet. Man hat eine große Auswahl unter kalten und warmen Vespergerichten. Aber auch Steaks, Schnitzel, Fisch und Suppen werden angeboten.
 
Nun zu den von uns gewählten Speisen:
 
Unserer Enkelin, mittlerweile auch schon elf Jahre alt, mundete die Leberknödelsuppe als Vorspeise. Ihr Hauptgang waren Spätzle mit Soße und zweimaliger Nachschlag. Ihr hat es super geschmeckt.
 
Drei Personen, darunter auch das Geburtstagskind sowie meine liebe Frau, entschieden sich für Sauerbraten mit Klößen und Rotkraut. Ordentliche Stücke zartesten geschmorten Fleisches sowie zwei von der Konsistenz her sowie geschmacklich einwandfreien Klöße befanden sich schon auf dem Teller. Das Rotkraut wurde separat in einer großen Schüssel serviert, aus der die drei sich selber bedienten. Einstimmiger Tenor der Drei: sehr gut! Den Preis habe ich nicht mehr im Kopf.
Sauerbraten mit Klößen und Rotkraut

Zweimal wurde Cordon bleu vom Schwein (12,50 €) bestellt. Gefüllt mit Kochschinken und Käse sehr schmackhaft. Das Fleisch zart. Die Pommes ausreichend und auch ordentlich. Für dieses Gericht gab es noch einen Beilagensalat, der vorab serviert wurde. Kleingeschnittene Blattsalate Karottenschnitze, einige kleine ungeschälte Gurkenscheiben, Tomatenachtel, ein Radieschenscheibchen und nicht zu viel vom gut abgeschmeckten, mit etwas Joghurt verfeinerten Essig-Öl-Dressing. Auch hier blieb kein Krümelchen übrig. Zufriedenheitsgrad hoch.
Cordon bleu vom Schwein

Auch das Gericht vom Mann unserer jüngeren Tochter soll nicht unerwähnt bleiben. Schweinelendchen. Mit welcher Beilage oder auch Sauce weiß ich gar nicht, da ich zu weit weg saß und auch kein Foto machen konnte. Selbstverständlich hat auch ihm sein Mahl bestens geschmacket.
 
Zum Schluss noch der Schreiberling: Ich entschied mich für die Fränkischen Bratwürste mit Sauerkraut, Biersauce, Brot (6,50 €). Ich hatte nämlich mal wieder so richtig Bock drauf. Und ich wurde nicht enttäuscht. Zwei dicke große Bratwürste auf dem Sauerkraut. Auf beiden Seiten ordentlich gebraten, super gewürzt, toller Geschmack. Dieses Attribut gilt auch für das Sauerkraut sowie die Biersauce. Nicht vergessen zu erwähnen soll das köstliche frische Brot (drei mittelgroße Scheiben im Körbchen) sein, welches dazu gereicht wurde. Es passte wie die Faust aufs Auge dazu.
Frankische Bratwürste mit Sauerkraut

Eigentlich trinke ich einen Espresso nach dem Essen nur beim Italiener. Nachdem die Damenwelt sich nach dem Essen einen einverleibte und dieser wirklich auch zu den Guten gehörte, gönnte ich mir auch einen. Der reichte zwar nicht ganz an einen guten Espresso beim Italiener ran, aber dieser war für deutsche Verhältnisse wirklich gut.
 
 
Ambiente 4*
 
Die Gasträume wirken deutlich heller als früher, das alte Mobiliar wurde gegen neues ausgetauscht. Die Räume vermitteln eine einfache, schnörkellose Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt. Im großen Sommergarten lässt es sich ebenfalls gut aushalten
 
Sowohl Gaststätte als auch der Sommergarten können ebenerdig betreten werden. Allerdings muss man zu den tadellosen Toiletten etliche Treppen nach unten steigen, so dass ein Aufsuchen derselben für Gehandicapte wohl nicht so einfach möglich ist.
 
 
Sauberkeit 5*
 
An der gibt es nichts auszusetzen.
 
 
Mein Fazit:
 
Regional, traditionell, aber auch modern. Mit diesen drei Schlagworten lässt sich das Weinhaus Becker in Großostheim wohl am besten beschreiben. Um ca. 23 Uhr verließen wir rundum zufrieden den Sommergarten.
 
 
Mein Gesamteindruck:
(nach „Küchenreise“)
 
4 – gerne wieder
 
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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