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GastroGuide-User: manowar02
hat Alter Wirt · Tafernwirtschaft in 80992 München bewertet.
vor 3 Jahren
"Essen spitze, Service manowarisch, am Abend etwas sehr finster"
Verifiziert

Geschrieben am 31.01.2018 | Aktualisiert am 31.01.2018
Besucht am 08.01.2018 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 48 EUR
Nachdem wir uns ja schon ein wenig umgeschaut hatten viel unsere Wahl heute Abend auf den Alten Wirt. Die Karte im Schaukasten liest sich gut , nur am 8. Januar glauben wir interessiert keinen mehr wie die Öffnungszeiten an den Weihnachtsfeiertagen waren. Wir finden eine Aktuelle Karte im Schaukasten sollte eigentlich schon sein. Es ist ein großes Anwesen mit verschiedenen Gaststuben und auch einen Saal auf dem aktuell Faschingsfeiern angekündigt sind. Es befindet sich an der großen Kreuzung an der Dachauer Str. nicht weit von der Bahnunterführung entfernt. Die U-Bahn Haltestelle Moosach erreicht man durch ein paar Gehminuten. Sie haben aber auch im Hinterhof eigene Parkplätze. Am Eingang gibt es 4 Stufen, die Toiletten liegen im inneren dann ebenerdig. Es war sehr voll, reservieren macht eventuell sinn.
 
 
Service
Wir betraten den Gastraum und es kümmerten sich alle Servicekräfte wenig darum , dass wir wie bestellt und nicht abgeholt dastanden. Also mal auf die Suche gemacht und einen Tisch ausgewählt auf dem kein Reserviert Schild stand. Blöd halt wenn man reserviert hat und die Schilder selber abklappern muss welcher Tisch zu einem gehört. Die Karten liegen bereits am Tisch, so konnten wir die Wartezeit schon mal mit dem aussuchen der Getränke und Essen überbrücken. Bekleidet ist der Service hier ganz in schwarz und erkennbar als Servicekraft durch den Bedienungsgürtel, wenn man den bei den Lichtverhältnissen überhaupt sieht. Nun kam dann auch jemand zu uns an den Tisch, meinte – Grias God, wos derfe bringa-. Bestellung aufgegeben und festgestellt als er weg war, er hat gar nicht nach den Gargrades vom Fleisch gefragt. Na dann Überraschung. Die Getränke kamen rasch und wurden wortlos so nebenbei an den Tisch gestellt, keine Möglichkeit nochmal nachzufragen wegen des Gargrades vom Fleisch. Die Essen kamen dann gleichzeitig an den Tisch und es wurde knapp und bündig – an guadn- gewünscht. Nun war abfangen angesagt, was auch nach kurzer Zeit gelang um noch Salatsoße zu ordern. Diese kam dann wie im Flug an den Tisch, wortwörtlich gemeint. Schwupp im vorbeigehen landete sie auf dem Tisch. Eine zwischennachfrage ob alles passen würde gab es nicht, es ward auch niemand in unserem Bereich zu sehen. Nach einiger Wartezeit vor leeren Tellern wurden diese mit den Worten – hods gschmegt- abgeholt. Eine Nachfrage, ob wir noch was möchten gab es nicht, also wieder auf Abfangkurs begeben um eine Manowar Nachspeise zu ordern. Auf diese mussten wir nicht lange warten, es gab eine rasche Ansage was sich in welchem Glas befindet und weg war er auch schon wieder. Wir bleiben genauso unbemerkt wie die ganze Zeit, auch als wir schon eine Zeitlang vor leeren Gläsern saßen. Als er dann vorbeigehuscht ist konnten wir ihm mit auf den Weg geben, das wir zahlen möchten. Kurz darauf- das ging schneller als alles andere- kam er auch mit einem ordentlichen Bon an den Tisch, nannte den Betrag, kassierte ab und meinte noch auf Wiedersehen.
 
Schnelles abfertigen mit möglichst wenig Aufwand. Das hat für uns nichts mit Service zu tun. 1 Stern
 
Essen
Es gibt hier rötliche Speisekarten mit Logo vorne drauf in der sich bedruckte Blätter eingeheftet befinden. Die Auswahl ist nicht zu groß, vor allem Fleischlastig.  Für Vegetarier gibt es Käsespätzle und eine Gemüsepfanne. Für Veganer ein Risotto und einen Salat. Für Fischliebhaber war ein Zander vorhanden. Die Veganer werden aber ganz schön zur Kasse gebeten wie wir meinen , wenn man bedenkt eine Ente mit Knödel und Blaukraut kostet genau so viel wie der Vegane Gärtnersalat mit Avocado. Die Karte ist auch auf der HP einsehbar.
 
Wir hatten ein dunkles Weizen für 4,10 € , einen Zweigelt 0,2 l für 4,50 € , einen Fassbind Willi und einen Fassbind Pflaume jeweils für 4,80 € . Zum Essen entschieden wir uns für das Hofbräu Biergulasch ( halb Schwein, halb Rind) mit Semmelknödel für 12.- € und Steak vom Rind 180 g für 14,50 € und dazu Fitness-Salat und Limettendressing, Kräuterbutter für 3,50 €
 
Beim Biergulasch gab es etwas größere Stücke Fleisch die aber super saftig und zart waren. Man konnte sie mit dem Gaumen zerdrücken. Es war schön reichlich Soße vorhanden die einen leichten rauchigen Paprikageschmack in sich trug. Sie war einwandfrei mit Pfeffer und Salz versorgt worden und war sehr stimmig mit den Gewürzen abgeschmeckt. Sehr dezent kam auch im Abgang etwas schärfe hindurch- lecker. Dazu gab es zwei Semmelknödel die vom abschmecken her dem Gulasch nicht nachstehen müssen. Die Konsistenz war wie wir sie mögen, von der etwas festeren Sorte. Sie waren auch noch etwas mit frischen Kräutern verfeinert worden.
 
Die große Überraschung war das Steak – wie war der Garpunkt ? Dieser war spitze, genau so mögen wir es.
 
Es war sehr schön zart und saftig , aber irgendwie kam es uns ungewürzt vor. Durch die selbst gemachte Kräuterbutter war es aber gar kein Problem nicht. Sagen wir mal fast, etwas frisch gemahlener Pfeffer wäre schon noch klasse dazu gewesen. Es gab leider nur die ordinären Streuer. Die Kräuterbutter schmeckte herrlich nach verschiedenen frischen Kräutern und vom Salz Verhältnis passte sie super zum Fleisch. Beim Fitness-Salat gab es verschiedene Blattsalate, Tomaten, Gurken, Gelberübenstreifen und Mais. Oben drauf gab es etwas cremiges als Dressing ( Das schaute allerdings ganz anders aus als das Dressing das wir dann in einem Schälchen bekommen hatten). Nach dem durchmischen konnte man aber nicht mehr definieren was es sein sollte. Hätten wir vorher probieren sollen. Es war eindeutig zu wenig und der Salat schmeckte nach Hasenfutter. Das nachgereichte Dressing war allerdings der Hammer. Eine zarte Limettennote mit dezenten sehr guten Senfgeschmack , leicht nach Zwiebeln und Kräutern schmeckend. Zum reinsetzten.

Die Manowar Nachspeise waren Fassbind Barrique-Edelbrände – Der Brand wird nach der Destillation in Eichenfäsern eingelagert und reift dort 12 bis 18 Monate. Nach Abschluss der Reifung wird das Destillat mit einem hauseigenen Bonificateur veredelt. Was immer das auch sein mag ? Keine vielen Worte – er war einfach saulecker.
 
Vom Essen waren wir sehr begeistert. Meckern auf hohen Niveau aber kleiner Abzug wegen dem anfangs fehlenden Dressing beim Salat und dem fehlenden Pfeffer auf dem Steak ( den könnte man mit einer Pfeffermühle am Tisch entgehen) 4,5 Sterne
 
Ambiente
Tja das ist jetzt schwer zu beschreiben da es bei unserem Besuch sehr finster war . In den Fensterbänken gibt es leere Flaschen zur Deko
 
Ich habe dann mehrere Fotos mit verschiedenen Einstellungen gemacht . Es hat jeder Tisch eine eigene Lampe was dem Essen zu gute kommt. Auf jedem Tisch sind Kerzen angezündet , die zum Teil etwas sehr blenden.
 
Es gibt verschieden Bereiche hier zum Platznehmen und die Tische und Stühle sind auch immer etwas abgetrennt voneinander. An einem Bereich gibt es auch hohe Tische und Stühle. Es wird hier sehr viel mit Holz geschmückt und an den Decken hängen Hopfenreben. Zum drauf sitzen auf den Holzbänken und Stühlen liegen rot-weiß karierte Kissen aus.

Die Wände zieren Deko Elemente die mit Bayern zu tun haben. Der Kini ist vorhanden, aber auch Franz-Josef-Strauß. Der Hergod in der Ecke darf natürlich auch nicht fehlen.
 
Auf dem Tisch gibt es einen Krug mit Besteck und Servietten, Bierdeckel, Salz-und Pfefferstreuer, eine Kerze in einem ordinären Ständer , den wir hier drinnen als etwas unpassend finden und dieser steht auf einer Serviette. Die Karten liegen auf dem Tisch, verbleiben auch dort und eine Faschingsrundschau befindet sich ebenfalls noch mit auf dem Tisch.
 
Laut Speisekarte gibt es im Restaurant 120 Plätze – im Schäfflersaal 110 Plätze – im Gartenhaus 50 Plätze – im Bräustüberl 25 Plätze – im Biergarten 500 Plätze- in der Almhütte 70 Plätze und in der Lounge 70 Plätze.
 
Es mag am Tag warscheinlich eine urige , bayrische Wirtschaft sein, aber für uns zum Essen einfach zu finster. Vor allem weil ich in der Dunkelheit Probleme mit dem sehen habe. 3 Sterne
 
Sauberkeit
Am Tisch war alles sauber, den Rest können wir nicht beurteilen. Auf den Herren Toiletten gab es nichts zu beanstanden. Damentoiletten wurden nicht besucht. ( War mir durch das finstere zu unsicher ob ich da hinfinde) 5 Sterne für das was wir sehen konnten.

 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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