Eichenkeller
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Ötlinger Str.11, 73240 Wendlingen am Neckar
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GastroGuide-User: carpe.diem
hat Eichenkeller in 73240 Wendlingen am Neckar bewertet.
vor 6 Jahren
"Ziel für Wanderer und Fussballfans"
Verifiziert

Geschrieben am 05.02.2015
Besucht am 21.08.2014
Lage
Der Eichenkeller liegt und ist mit dem PKW leicht erreichbar über die A8, Ausfahrt Wendlingen oder Kirchheim/Teck und die L 1200 (Ulmer Straße). Das Lokal liegt gegenüber der Reitanlage Runte (Tierarzt) auf dem Hofgut Bodelshofen am Göppinger Jakobsweg.

Geschichte
Das frühere Rittergut Bodelshofen wir 1268 erstmals urkundlich erwähnt. Es war im Besitz der Herzöge von Teck und kam um 1400 an die Herren von Wernau. Im 18. Jahrhundert erwarb der in Esslingen geborene und in Wien als Bankier tätige Franz Gottlieb von Palm unter anderem das Gut Bodelshofen. 1829 wurde der Weiler Bodelshofen in die Stadt Wendlingen eingemeindet.
In der Jakobskirche (liegt am legendären Jakobsweg) können vier Werke (Kirchenfenster) des berühmten Glasmalers Hans Gottfried von Stockhausen besichtigt werden. Ein Besuch am Sonntagmorgen, danach ein Frühschoppen im Eichenkeller ... das passt.

Begrüßung
Sehr freundlich durch die Bedienung, die uns an die reservierten Plätze führte.

Service
Geschäftstüchtig brachte sie sofort die Speisekarte und erkundigte sich nach dem Getränkewunsch, nahm aber sehr verständlich die Bitte nach Geduld bis zur Info über das was ausgeschenkt wird und der Essenswahl entgegen. Zügig servierte sie die bestellten Getränke und geraume Zeit später das Essen. Von der Eingangstüre aus überblickte sie gut den Biergarten und war sofort zur Stelle, wenn ein Glas zur Neige ging oder gebrauchtes Geschirr nicht mehr benötigt wurde.
Dass sie sich erst erkundigen musste, ob das gewünschte Zwetschgenwasser noch vorrätig war, wirft einen kleinen Schatten auf ihre Betriebsamkeit. Bei dem überschaubaren Angebot sollte man das wissen, aber vielleicht war sie noch neu. Für die Bezahlung genügte ein kleiner Wink und sie brachte gleich die Rechnung.

Die Speisekarte
Sehr hübsch gestaltet. Gleich auf der ersten Seite blieben wir hängen.


  • Krustenbraten aus dem Backofen mit Spätzle und Salat,
    Normal      (2 Scheiben Fleisch)      14,80 €   
     Senioren  (1 Scheibe Fleisch)         12,80 €

  • Dazu eine halbe Dinkelacker Privat (2,70 €) und 1 Sanwald Hefeweizen alkfrei (2,70 €)

  • Den Abschluss bildeten 2 sehr gute Obstler einer regionale Brennerei (à 1,80 €)   
     


Der vorab gereichte Salat war nicht erwähnenswert mit Ausnahme des köstlichen Kartoffelsalates. In feine Scheiben geschnittene festgekochte Salatkartoffeln, dezent mit Essig und Öl angemacht, leichter Zwiebelgeschmack, das kann der/die Koch/Köchin.
Die Portionen waren reichlich, die Fleischscheiben knapp 2 cm dick. Leider fehlte die von mir so sehr geliebte Kruste, die einfach zum Krustenbraten gehört. Warum man die entfernt hat ist mir schleierhaft, vielleicht ein Zugeständnis an etwas ältere Gäste.

Das Fleisch selbst war butterweich und saftig, der Rand rösch mit gutem Röstaroma, leider in einer dunkelbraunen Soße ertränkt. Diese war vermutlich kein reines Naturprodukt, sondern mit diversen kleinen Helferlein gestreckt. Allerdings schmeckte sie ganz ordentlich, nicht versalzen und ohne den typischen Maggi Geschmack.

Die Spätzle, mit frischen Schnittlauchröllchen verziert, aber kantig, was mich auf ein Fertigprodukt schließen ließ (wurde mir auch später bestätigt), waren frisch aufgekocht und schmeckten gut. Vermutlich ein Premiumprodukt.

Die Präsentation selbst möchte ich als stiefmütterlich bezeichnen, eben typisch Dorfgasthaus alten Stils mit wenig Liebe zum Detail.
Ich schwanke zwischen 3 und vier Sternen, belasse es aber wegen der für mich wesentlichen Mängel bei drei.

Außenbereich
Der idyllische alte Fachwerkbau, gegenüber von Reitanlage, Friedhof und Jakobskirche, liegt ziemlich in der Ortsmitte des Weilers. Neben dem Lokal das schmucke, über 100 Jahre alte Dorf-Backhäuschen, das immer noch in Betrieb ist.
Vor dem Haus ist ein sehr reizvoller Biergarten mit mediterranen und exotischen Pflanzen in großen Kübeln. Unser Tisch und die Bänke, sehr massive Vollholzmöbel, standen zwischen einem mächtigen Olivenbaum und Zitronenbäumchen mit reifen Zitronen dran. Ein Ort zum Relaxen.

Der Innenbereich
erstreckt sich über zwei Ebenen. Im oberen Bereich zwei schnuckelige Räumchen und die Theke. Im linken Teil ein unauffällig installierter Großbildschirm, vermutlich für Sportereignisse. Ein paar Stufen abwärts das ebenfalls sehr gemütlich eingerichtete Kellergewölbe.

Toiletten
Guter Standard, bedingt vom baulichen Grundriss sehr eng. Der Zugang zusätzlich mit Bierfässern und anderem verstellt.

Sauberkeit
Gasträume und Toiletten gut gepflegt.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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