Haasenmühle
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Haasenmühle 1, 42699 Solingen
Restaurant Cafe Biergarten Ausflugsziel
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GastroGuide-User: Shaneymac
hat Haasenmühle in 42699 Solingen bewertet.
vor 5 Jahren
"Harmonisches Geburtstagsdinner in der Haasenmühle – nur die „Abendreise“ erinnerte zwischenzeitlich an Pauschalurlaub"
Verifiziert

Geschrieben am 16.08.2015 | Aktualisiert am 17.08.2015
Besucht am 13.08.2015
Ein seit langem mit Unbehagen beäugter Tag näherte sich, mein vierzigster Geburtstag: In Gedanken sah ich schon den Briefkasten überquellen mit Offerten von örtlichen Pflegediensten und Seniorenstiften, vielleicht würde sich mein Handy von alleine auf Sütterlin umstellen um mich zu demütigen – will sagen: Vorfreude sieht anders aus.

Daher versuchte ich das Ganze möglichst genussreich zu entschärfen, zunächst wurde der Jahresurlaub entsprechend platziert und noch tags zuvor half dabei ein schöner, sonniger Segelausflug auf Dortmunder Gewässern mit Sekt und Selters – den subversiven Verbindungen der Dortmunder Kritikerfraktion in das dortige akademische Segelwesen sei Dank.

Auch am Donnerstag - eben meinem Produktionsdatum - hatte Petrus gute Laune, Madame drängte auf Aktivitäten und so verbrachte ich auch diesen Tag mit ambitioniertem Wassersport, wenn man denn Rumplanschen und –dümpeln in den (Whirl-)Pools eines regionalen Wellnesstempels so nennen mag. Das für den Abend ein nettes Gelage vorgesehen ist stand fest, nur hatte ich mich bis in den späten Nachmittag noch nicht entschieden, wohin die Reise gehen sollte. Lediglich Taxi-kompatibel sollte der Laden sein, die An- und Abfahrt sollte den Rechnungsbetrag nicht unbedingt verdoppeln, was bei den hiesigen Taxipreisen mittlerweile schon nach wenigen Metern der Fall sein kann wenn man nicht gerade im Sterne-Olymp tafelt.

Das Pfaffenberg hatte ich in guter Erinnerung, die neu geöffnete Wipperaue lockte (war jedoch tagelang nicht zu erreichen und hat leider keine Karte mehr online) und auch die Haasenmühle stand doch schon so lange auf meiner To-Do-Liste. Ich habe die Mühle lange gemieden, die Karte war für mich stets der Inbegriff eines brachialen, gastrotrend-geschuldeten „Asia-Fusion mit der Brechstange“-Stils. Gefühlt gab es damals kaum ein Gericht, das nicht irgendein regionales Produkt mit einem Wasabischäumchen kombinierte, sei es die heimische Forelle oder die Kottenbutter, nicht meins und mir daher das Haus-Menü „Abendreise“ immer zu riskant. Aber hier hat man den Kurs gewechselt, asiatische Einflüsse gibt es noch, jedoch liest sich die Karte nun wesentlich klarer und die zu erwartenden Aromenspiele gefielen mir gut.

Gegen 17 Uhr war immer noch der AB aktiv als ich meine Last Minute Reservierung in Angriff nehmen wollte, ich hinterließ mein Anliegen und bat um Rückruf, dieser erfolgte prompt und freundlich. Da ich nicht wusste, ob die Terrasse geöffnet ist, fragte ich ob aufgrund des feierlichen Anlasses ein Aperitif im Garten möglich sei, was man insofern gut löste, als dass man mir mitteilte, dass die Terrasse ohnehin in Betrieb sei und man mir gerne zunächst einen Tisch auf dieser reservieren würde und wir später - wenn gewünscht – jederzeit  ins Innere des urigen Fachwerkhauses wechseln können.

Das es Champagner nur in ganzen Flaschen gibt, das ließ man mich auf Nachfrage schon am Telefon wissen, als Alternative nannte man mir einen Cremant und etwas in die Jahre gekommene Aperitifs wie etwa einen Hugo, nun ja.
 
Das Taxi brachte uns kurz vor halb acht an den Ort des Geschehens, kaum den kleinen Garten betreten wurden wir freundlich von unserer jungen studentischen Servicedame begrüßt und uns der reservierte Tisch unmittelbar am Eingang zugewiesen.

Da der Dritte im Bunde, die selbsternannte „Ohligser Weinlegende“ Thomas D. noch nicht zugegen war orderten wir zunächst eine 0,75l Flasche Haaner „Cool Blue“ zu akzeptablen 5,50 €. Weniger akzeptabel in einem Haus mit Anspruch empfand ich die Tatsache, dass ich trotz Temperaturen von noch leicht über 28 Grad nach einem Kühler fragen musste, der dann zwar freundlich nachgeliefert aber in der zimmerwarmen Kunststoff-Ausführung ohne Eis und Wasser nur einen SEHR begrenzten Effekt hatte.

Zwischenzeitlich komplettierte ein dank der Anreise auf dem Rad wie üblich körperlich dem totalen Kollaps naher Thomas unsere Runde, man hörte nach Minuten des Hechelns und rasselnden Hyperventilierens erste interpretierbare Wortfetzen wie „warm…. *keuch* sehr *keuch* warm… *keuch* vielleicht *röchel* rein gehen? *hust*“

Diese unwürdige Szene wurde wie üblich mit Spott und Herablassung gewürdigt, er tat mir fast schon leid, bis ich feststellte, dass der berechnende Kapitalist mein flüssiges Geburtstags-Präsent in unerhörter Weise mit Werbung zugekleistert hat nur damit vielleicht ein Foto davon in diese Kritik findet.

Die gepflegten, hübschen Karten wurden gereicht und leider musste ich feststellen, dass die Online-Variante nicht mehr aktuell war, was allerdings natürlich auch ein gutes Zeichen sein kann. Die Preise der à la carte Gerichte reichen bei den Vorspeisen an die 20 Euro, bei den Hauptgängen bis 35 Euro, ein viergängiges Menü kann daher 80 Euro leicht übersteigen, die einzige Menü-Offerte „Abendreise“ zu 45 Euro ist daher für viele Gäste wohl die sinnvollste Wahl.
 
Wir wählten daher geschlossen die Abendreise, im Dessert wählten meine beiden Begleiter abweichend von der Menü-Planung einen Gang von der Karte, was problemlos und ohne Aufpreis möglich war. Bei meiner ähnlichen Anfrage zur Vorspeise war dies zuvor nicht der Fall, da man gerne „tischweise einheitlich“ kochen möchte. Die Weinbegleitung zu 24 Euro zum Menü wurde von Thomas und mir dazu gewählt, Madame blieb wie üblich bei Wasser.
 
| Aperitif, Amuse, Brot |

Alkoholfreier Hugo – 4,50 €
Cremant rosé – 7 €

Kurz nach Platzierung der Bestellung stellte die etwas ältere Kollegin unserer kurzhaarigen jungen Dame unsere Aperos ab, leider ohne dabei ein Wort zum Cremant zu verlieren. Er erinnerte mich an einen Crémant de Loire Rosé von Bouvet-Ladubay den ich vor einiger Zeit mal trinken musste, frisch fruchtig und floral und mit 7 Euronen für 0,1l nicht gerade ein Schnäppchen um es neutral zu formulieren.

Das Brotkörbchen war verglichen mit dem Landhaus Pfaffenberg ein wenig ernüchternd, der Inhalt jedoch zufriedenstellend. Hausgemachtes Bärlauch-Brioche, das etwas weich und krümelig aber sehr schmackhaft daherkam und ein zugekauftes Körner-Brot, das geschmacklich etwas blass blieb, dazu ein kleiner Taler gesalzener Butter.

Das optisch „interessante“ Amuse bestand aus einem mit Curry aromatisierten Venere Reis, darauf ein Stückchen gebratener Tofu in einem Teigmantel, warme Gurken und ein Mango-Chutney. Der Teig des Tofu-Würfels war an der Unterseite schwarz und leicht angebrannt, die Curry Note des Reis sehr dezent, die Kombination mit den warmen Gurken und der Süße des Chutneys überaus fragwürdig und weit davon entfernt Genuss zu generieren. Nein, das war nicht meins, ein letzter Schluck des Cremants half mir bei der Verdrängung des Gedankens, das warme Gurken seit jeher eines der schlimmsten Dinge sind, die man mir auf einem Teller antun kann.
 
| Vorspeise |

Burrata, Tomate, Birne, Basilikum-Crumble
2013 „Handwerk“ Grauer Burgunder, Weingut Leiner, Pfalz, Deutschland

Zum ersten Gang kam der gut gekühlte Grauburgunder auf den Tisch, die 0,1l pro Person wurden dabei akribisch eingehalten, die Annoncierung der Weine beschränkte sich übrigens auf die Nennung von Name, Rebe und im Bestfall des Weingutes, was ich für ein Restaurant mit einer selbstbewussten und anspruchsvollen Außendarstellung doch etwas armselig fand (und ich habe da weiß Gott keine abgehobenen Vorstellungen…). Die Vorspeise unterschied sich in der Menge eigentlich nicht vom Amuse bouche und wurde auch optisch nicht unbedingt preiswürdig dargeboten.

Die feine Schwester des Mozzarella, die Burrata, cremig und frisch, die homöopathische Portion des Käses enttäuschte nicht und auch das Zusammenspiel der Aromen von Tomaten Essenz und Frucht gefiel, wenn auch hier eher Unauffälligkeit das geschmackliche Gesamtbild beherrschte. Der Crumble geschmacklich gut aber in der Konsistenz nicht optimal, sehr butterlastig ging es eher in Richtung Streuselkuchen als crunchiger Textur-Bereicherer.

„Hmm. Schulterzucken. Naja. Jo. Ganz ok. Hmm.“ so die anderen Kommentare am Tisch und ich denke das fasst es gut zusammen.Der Grauburgunder war eine gute Wahl, wobei sich dieser Wein derart universell einsetzen lässt, das die Kombination keine vinophile Großtat darstellte.
 
| Zwischengang |

Blutwurst-Risotto, Dorsch, Teriyaki-Bauch

2013 " A Filet" Chardonnay & Weißburgunder, Weingut Metzger, Grünstadt-Asselheim, Pfalz

Der Wein wurde diesmal erst nach Servieren des Gerichtes gebracht, ein Fehler den man aber selbst  schnell bemerkte und sofort behob. Auch fiel auf, dass ob aller theoretischen Defizite, die der Service bisweilen offenbarte, leere Gläser stets umgehend bemerkt wurden, man hatte immer das Gefühl hinreichend umsorgt zu werden.

Um es kurz zu machen: das Beste an diesem Gericht waren der hervorragend gegarte Dorsch sowie eine ebenfalls sehr gute Beurre blanc. Die größte Enttäuschung war der Teriyaki-Schweinebauch, ich hatte an Sous-Vides Zubereitung gedacht, im Nachgang dann sehr, sehr knusprig ausgebacken als schönen texturellen Kontrapunkt zu Fisch und Risotto. Das, was sich da auf unserem Dorsch fand war glibberig, fast nur aus Fett bestehend und lediglich überaus dezent mit Teriyaki Aromatik versehen. Eine spätere Anmerkung wurde vom Service mit den Worten „Ja, also eigentlich wird das mit dem Bunsenbrenner leicht knusprig gemacht, hat man das vergessen?“ quittiert. Ja, hat man, bei jeder Portion, bei jedem Stückchen.

Das Risotto hatte bis auf gewisse salzig-brühige Noten wenig zum Gesamtbild beizutragen und auch der Beitrag des Gemüses war eher farblicher Natur.

Ein enttäuschender Gang, nur der wiederum millimetergenau eingeschenkte Wein freute sich denn er hatte ein leichtes Spiel gegen das Gericht.

| Sorbet |

Auf einem hier seit geraumer Zeit als vermeintlich origineller Teller-Ersatz eingesetzten blauen Kühlakku kam unser Sorbetgang. Eine kleine Nocke Himbeersorbet (mir zu süß), darauf eine frische Beere, dies wurde gefüllt mit dessert-kompatiblem Himbeer-Essig. Habe selten einen Sorbetgang gehabt, der mit 2 gestrichenen Teelöffeln „gegessen“ war, mehr gibt es hierzu leider nicht zu sagen, leider.

| Hauptgericht |

Irish Beef, Kalbsbäckchen, Cole-Slaw, Kartoffelstroh

Cuvee aus Syrah, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, Weingut ???

Ein in Komposition und Anrichtung eher rustikaler Teller, selbst im Kontext dieses Menüs. Wieso das warme Fleisch auf dem kalten Cole-Slaw platziert wurde, dessen cremiges Dressing sich daraufhin leicht erwärmt mit der Sauce der Bäckchen vereinigte, es bleibt wohl das Geheimnis der Küche. Auch die Frage, warum die wiederum homöopathische Portion der blassen und nicht mehr wirklich krossen dünnen Kartoffelstäbchen so winzig war, dass sogar die Lauchzwiebel optisch beinahe mehr Eindruck machte, wird wohl unbeantwortet bleiben.
 
Für sich genommen, haben die Komponenten recht gut geschmeckt, der Cole Slaw ohne unnötigen Twist, vielleicht etwas grob geschnittener Kohl, das ging optisch damit eher in Richtung Burger Bude. Die zwei Tranchen vom irischen Rind (schade dass keine Zucht genannt wird, John Stone wäre ja zumindest eine Hausnummer) waren gut gegart, durch die kalte Unterlage waren sie trotz gut vorgewärmter Teller leider nur noch lauwarm beim Servieren. 

Die kleinen Stückchen Bäckchen „partietypisch“ einen Hauch gallertartig, was dazu führte, dass ich das Stückchen von Madame erbte, mir schmeckten sie gut, die Sauce war recht intensiv und handwerklich ohne Makel, aber auch hier fehlte eine robuste Aromatik mit Charakter.
 
Die Cuvee, deren Herkunft mir man außer der Reben leider nicht nennen konnte, passte daher gut zum Gericht, denn obwohl der Wein schmeckte, fehlte auch ihm eine gewisse Intensität sowie das Resümee, eine Komposition genossen zu haben, zu der sich sagen lässt „besser als die Summe ihrer Teile“ – schade eigentlich.

| Dessert |

Schokoladentexturen
Topfen, Früchte, Crumble

2010 Reis Kröver Steffensberg „Von alten Reben“ Riesling Trockenbeerenauslese, Weingut Reis, Mosel, Deutschland

Während die Schokotexturen durchaus zu gefallen wussten, hatte ich wenig Grund zum Jubeln, hiermit auch sorry für das unglückliche Bild, ich dachte ich hätte noch ein anderes geschossen. In einem deckellosen Weck-Glas servierte man auf einer Schicht Topfen (Quark) einige recht aromatisch-marinierte Früchte (Kirsche und Erdbeere), dazu einige gefriergetrocknete Stückchen Erdbeere und ein Crumble, das mich frappierend an das Basilikum Crumble aus der Vorspeise erinnerte.

Das Ganze erinnerte entfernt an eine hausgemachte Rote Grütze auf einer Schicht Quark mit einem recht mehligen Krümeltopping.

Spiel von Temperaturen und Texturen? Fehlanzeige. Eindimensional wie der Rest des Menüs.

Was hätte ein eiskalter Quark mit warmen Früchten und knusprigem, frischem Crumble da ausrichten können…

Erfreulich war die zurückhaltende Süße des Gerichtes, jedoch war diese in Kombination mit der beinahe schon klebrig anmutenden, konzentrierten Süße der Trockenbeerenauslese beinahe schon zu zurückhaltend für meinen Geschmack.

Da musste ich mit Wasser nachspülen, der Service war mit neuen Flaschen und Nachschenken auch zu vorgerückter Stunde immer schnell zur Stelle, das große Plus an diesem Abend.

| Digestif und Kaffee |

Doppelter Espresso – 3,20 €
Haselnussgeist – 2cl zu 6,50 €
Fränkische Zwetschtge – 2cl zu 4,00 €

Der Espresso mundete dem Vernehmen nach, meine Zwetschge war rund und körperreich und der Haselnussgeist von Thomas, den ich probieren konnte, war eine kleine Sensation in seinen geschmacklichen und olfaktorischen Noten.

Überhaupt war die Auswahl der Brände recht gut sortiert, da wunderte es schon, dass es ansonsten sehr mager bei den Digestifs aussieht, Whisk(e)ys habe ich bspw. überhaupt keine gesehen, was mich sehr irritierte.

Auf eine separate Karte hat man auch nicht hingewiesen, ich gehe also nicht davon aus eine riesige Batterie von Optionen übersehen zu haben.

Nach dem problemlosen Bezahlen per EC Karte (Kreditkarten akzeptiert man nicht) brachte man noch recht nett in einem Ast steckende hausgemachte kleine Trüffel mit weißer Schokolade.

Beim Probieren wurde ich stutzig, ich liebe gesalzenes Karamell, aber das hier schmeckte als ob man Salz und Zucker verwechselt hatte. Nicht nur durch das grobe schwarze Salz auf der Oberseite der Kugeln, auch die Masse im Innern war völlig versalzen. Thomas schaute mich an, ich schaute zurück, „Bisschen arg mutig das Salz, oder?“ begleitet von verzogenen Gesichter war die folgende Interaktion, Madame stimmte zu.

Als wir dies der jungen Dame mitteilten musste sie lachen, das sei ihre Schuld gewesen, sie habe „Mohn und Salz“ verwechselt und bot an, noch mal drei neue zu bringen, damit wir wissen „wie es richtig schmeckt“.

Leicht amüsiert überlegte ich, wo man als Kellnerin hier „Mohn und Salz“ verwechseln könnte, da kamen drei neue Ausgaben am Stiel, diesmal weniger schwarzes Salz obenauf, trotzdem fast genauso salzlastig, großer Sport… :-)

Das Taxi kam noch vor elf, ich war froh endlich nach den vielen Jahren die sagenumwobene „Abendreise“ abhaken zu können, nur, für meinen 40. hätte ich mir deutlich mehr kulinarische Glückseligkeit gewünscht…
 
Fazit

Ich stelle ungern konkrete Vergleiche an, aber im lokalen Kontext hat die Haasenmühle gegen das Pfaffenberg unter dem Eindruck meiner persönlichen Momentaufnahme vom Donnerstag denkbar schlechte Karten. Wenn ich daran denke, was ich kürzlich dort für lächerliche 5 Euro mehr in Beratung und Qualität in der Weinbegleitung zu einem 6-gängigen Menü erhalten habe, lässt dies die diesbezügliche Leistung der Haasenmühle beschämend erscheinen.

Die Küche hat einen lustlosen, routinierten Eindruck gemacht, die Gerichte geschmacklich und visuell uninspiriert und teilweise mit klaren Fehlern behaftet, auch bei Anerkennung einer schlechten Tagesform hinterließ dies einen Gesamteindruck, der nicht unbedingt nach Wiederholung schreit.

Der Service war präsent und bemüht, inhaltlich war bis auf das auswendig gelernte Vortragen von Gericht-Bezeichnungen und Wein-Etiketten leider nichts bis gar nichts zu holen, sehr schwach, jegliche Weinberatung war in weiter Ferne.

UND jetzt sage ich es doch, weil es rückblickend sehr viel sagt wie ich meine: Ich habe am Telefon erwähnt, das es um einen runden Geburtstag geht (weil es mir unangenehm war, ohne Grund nach einem kleinen Umtrunk im Garten zu fragen) und ich habe unter den Augen des Service am Tisch mein kleines Präsent von Thomas überreicht bekommen mit einer netten Umarmung.

Ich habe nichts erwartet, GANZ sicher keine freien Getränke oder einen peinlichen Eisbecher mit Wunderkerze und Traumschiffmelodie :-)) ABER das noch nicht einmal gratuliert wird oder ein nettes Wort fällt, das ist schon sehr bemerkenswert liebe Haasenmühle…

Das Ambiente ließ auch in Teilen zu wünschen übrig, die Lautstärke der Bauernporsches (und dazu sind in Solingen dank ihrer Fahrer meist auch A5, A6, A7 Firmenwagen zu zählen) die nach der Engstelle in der Hofschaft erst mal Vollgas geben müssen, trübt den Genuss al fresco doch deutlich.
 
Zudem hinterließen Altersspuren bei vielen neuzeitlichen Details und gegen halb elf schon deutlich in Mitleidenschaft gezogenen Damentoiletten (Madame berichtete wenig begeistert…) auch nicht gerade ekstatische Begeisterung in der Disziplin Sauberkeit.

Meine zukünftigen, kulinarischen abendlichen Reise-Aktivitäten werden daher eher woanders stattfinden…
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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