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GastroGuide-User: kgsbus
hat Ristorante Gambero d'Oro in 47475 Kamp-Lintfort bewertet.
vor 7 Monaten
"Nicht großartig, aber ganz ordentlich"

Geschrieben am 07.12.2019 | Aktualisiert am 07.12.2019
Allgemein

Zu einem Besuch unserer Tante waren wir wieder einmal in Kamp-Lintfort. Dort haben wir daher einige Lokale, die durchaus vernünftig kochen, in der Vergangenheit gefunden. Aber die hatten an einem Dienstag alle geschlossen.
Daher ging es zu einem ordentlichen Italiener, den wir schon seit Jahren gelegentlich besuchen und der hat täglich mittags und abends geöffnet.

Ambiente

Von außen zur Straße hin sieht das Haus ganz gut aus. Auf der Rückseite, wo auch die Parkplätze liegen sieht es leider etwas ungepflegt aus. Aber wir wollten ja auch in das Innere. Über einige Treppen geht es über den Außenbereich in das Restaurant. Am Eingang befindet sich die Garderobe und ein kleiner „Sitzbereich“. Links geht es zur Küche und treppab zur Toilette.
Rechts liegen dann die beiden Gasträume: Etwas enger sind die Plätze im linken Bereich gestellt. Wir saßen im rechten „Flügel“.
Die Tische sind klassisch eingedeckt. Die Servietten sind aus ordentlichem Papier. Der Raum wirkt durchaus etwas altmodisch aber stimmig eingerichtet.

Sauberkeit

Alles ist ordentlich gepflegt.

Sanitär

Die Toiletten sind leider im Keller.

Service

Ein junger Mann und eine erfahrene weibliche Kraft kümmerten sich um die Gäste. Sie waren freundlich und gingen auf alle Wünsche gerne ein. Insgesamt waren sie wohl distanziert höflich. Das war durchaus angenehm.

Die Karte(n)

Es gibt eine dicke Karte mit allen klassischen italienischen Gerichten. Auch viele Pizze.
Zusätzlich stehen Tagesangebote auf Tafeln und Spiegeln angeschrieben.

Wir wählten aus der Karte und von den Tafel-Angeboten.

Die verkosteten Speisen 

Vorweg wurde Brot und in einer Schale Butter, eine Paste und Oliven gereicht.
Diesmal war das Brot leider etwas trocken und nicht frisch gebacken, was ich gehofft hatte, weil es einen Pizzaofen gibt und frische Brötchen doch immer lecker schmecken.
Die Butter war gut gewürzt und passte zum Brot, die Creme war nicht mein Fall.

Pappardelle mit Steinpilzen im Parmesan-Laib angemacht – 14,90 €

Die Nudeln waren gut gekocht und richtig im Biss. Dazu gab es ein leichtes Sugo aus Gewürzen und Gemüse. Die Kellnerin beförderte die Speise in den Parmesan-Laib an der Theke, mische dort gut durch und richtete die Pasta dann auf dem Teller an.
Die Pilze waren leicht gedünstet worden und waren nun in der Sauce etwas weich. Der Geschmack erinnerte auch an Steinpilze. Insgesamt war der Teller harmonisch im Geschmack.

Tortellini Casa - mit Spinat und Knoblauch gefüllt in Gorgonzolasauce – 9,00 €

Die Nudeln erschienen auch selbst gemacht und waren mit einer Paste aus Spinat und Knoblauch gefüllt. Die Sauce war mit den Tortellini gemischt worden. Das Gericht wurde noch mit etwas krauser Petersilie obenauf verziert.
Das Gericht war schlicht aber schmackhaft.

Salmone alla Griglia - Lachsfilet gegrillt – 21,00 €

Die Scheibe Lachs war auf beiden Seiten gegrillt worden. Dadurch außen etwas knusprig und innen gerade noch saftig und weich – auf dem Weg zu anfanghaft trocken. Dazu gab es Bratkartoffeln in Form von halben Stücken in der Schale ganz leicht angebraten. Als Gemüsebeilage waren Möhre, Broccoli und Blumenkohl auf dem Teller. Das Gemüse war erfreulicher Weise nur leicht gedünstet und hatte noch Biss. Am Tellerrand befand sich eine leichte Spur aus grünem Pesto. Auf einem rohen Radicchio-Blatt lang ein Stück Zitrone.
Die Tante war mit dem Gericht voll zufrieden.

Dorade gegrillt – 19,50 €

Die Dorade war im Ganzen gegrillt worden. Die Servicekraft zerlegte den Fisch in die Filets und entfernte möglichst viele Gräten. Aber leider schaffte sie nicht alle und das störte etwas das Verspeisen. Sonst war der Fisch aber herrlich saftig und angenehm im Aroma.
Die übrige Beilage war identisch mit dem Lachs-Teller.

Wolfsbarsch gegrillt – 19,50 €

Ebenso war auch der Wolfsbarsch als ganzer Fisch gebraten worden. Die zweite Kraft bereitete ebenfalls das Filet zu. Der Kellner gelang das auch besser; denn es waren keine Gräten im Fleisch. Der Fisch hatte ein schönes Eigenaroma und war innen saftig und mild. Auch die Haut war kross und gut zu verzehren.
Selbstverständlich war die Gemüsegarnitur identisch mit den beiden anderen Fisch-Tellern.
Es gab auch zu jedem Fisch-Gericht auch noch einen Salat: Eisberg, Rucola, Möhre, Gurke und eine halbe Tomate. Die Blätter waren überwiegend frisch und knackig. Die Gurke war für mich zu dick als Scheibe geschnitten und die halbe Tomate hätte besser mehr geteilt werden sollen. Das Essig- und Öldressing war recht einfach gewürzt und etwas einseitig säuerlich.

Alle drei Fisch-Gerichte könnte ich jederzeit so wieder essen – am besten war es der Küche und dem Service aber beim Wolfsbarsch gelungen.

Die Pasta war auch jeweils ordentlich zubereitet worden. Das Gemüse hatte auch einen angenehmen Gargrad abbekommen. Die Kartoffeln könnte ich mir etwa krosser vorstellen. Den Salat würde ich in mehr mundgerechte Stücke teilen und mit kräftigeren Aromen im Dressing versehen.
Als Beigabe könnte das Brot frisch aus dem Pizzaofen gebacken sein.

Nach dem Bezahlen gab es noch einen Grappa aufs Haus. Der war durchaus sanft gebrannt und schmackhaft.

Getränke

S. Pellegrino – medium – 0,75 l – 6,00 €

Espresso – 2,00 €

Preis-Leistungs-Verhältnis

Die geforderten Beträge sind durchaus angemessen und eher als moderat günstig zu sehen.

Fazit

3 – wenn es sich ergibt. Gerne wieder ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber die frischen Fische waren recht gut zubereitet. Die Kellner*innen waren freundlich, aber nicht in allen Belangen versiert. Für richtig gut reicht es daher doch nicht.

(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)

Datum des Besuchs: 03.12.2019 – mittags – 4 Personen

Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm

Gesamt – Service – Sauberkeit – Essen – Ambiente  - P-L-V 

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