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GastroGuide-User: AndiHa
hat Taverna Notos in 73035 Göppingen bewertet.
vor 5 Jahren
"Mit leichten Anlaufschwierigkeiten aber immer noch gut"
Verifiziert

Geschrieben am 05.05.2016 | Aktualisiert am 05.05.2016
Besucht am 26.04.2016
Das Notos ist die neue Bleibe einer Gastrofamilie die bislang den Stern in Unterberken bewirtschaftete.

Und das machte sie damals über sehr viele Jahre sehr gut.
Den Stern in Unterberken entdeckte ich erst recht spät und war dann regelmäßig Gast dort. War doch eine fast unglaubliche Terrasse dabei die einen Blick vom Schurwald bis auf die Schwäbische Alb ermöglichte. Traumhaft.
Und auch das Essen konnte sich immer sehen lassen.
Das ist nun Geschichte und es ranken sich wiederum Geschichten darum warum dem nicht mehr so ist. Pachthöhe und Erbengemeinschaft sind Stichworte die sicherlich dem zwischen den Zeilen lesenden Interessierten genug Aufschluß geben.
 
Nun, die Erbengemeinschaft hat es nicht nötig, der Stern steht leer und die seitherigen Betreiber haben sich ein neues Domizil gesucht.
Und genau dieses wollten wir natürlich auch mal ansteuern, obwohl es noch weiter weg ist als bislang schon.
 
Im Göppinger Teilort Faurndau wilderten wir quasi fast direkt vor den Toren von GastroGuide und besuchten einen „alten Bekannten“.
Um diesen „alten Bekannten“ auch wirklich zu besuchen bedarf es aber eines Parkplatzes. Und ein solcher war unter der Woche in dem Mischgebiet schwerlich zu bekommen. Das Haus hat nur deren 4 oder 5 als solche ersichtliche. Am Wochenende mag das anders aussehen, wenn die sich daneben befindende Firma keinen Betrieb hat.
 
Das Haus selbst sieht recht unscheinbar aus und es bedarf der Bezwingung einer Treppe am Eingang (5 Stufen mit Handlauf) um die Innereien zu entern. Drinnen ist dann aber alles barrierefrei, wie ich es eben als diesbezüglich dankbarer Weise Unbetroffener so beschreiben würde. Auch die Toiletten sind dann ebenerdig zu erreichen.
 
Und drinnen ist an diesem x-beliebigen Dienstag im April um die Mittagszeit sogar was los. Drei oder vier Parteien waren anwesend.
Einer der Betreiber, gekleidet in schwarzer Hose und weißem Hemd, begrüßte uns lächelnd und wiedererkennend.  Ein kurzes Pläuschchen mündete in dem Angebot uns einen der freien Tische aussuchen zu dürfen. Selbstredend, daß wir einen Tisch wählten der das Fotografieren so entspannt als irgend möglich machte. Da es zudem ein Fenstertisch war nahmen wir gerne hier Platz.
 
Die Einrichtung ist, speziell im Vergleich zum Stern damals, recht  modern gehalten und offensichtlich ganz neu. Die Filzdeckchen auf den blanken Holzstühlen und –Bänken waren aber nicht unbedingt dazu gehalten es übertrieben bequem zu machen. Griechischen Nippes findet man auch. Man muß aber schon genau hinschauen. Angenehm zurückhaltend.
 
Umgehend kamen auch die Karten und eine Frage „ob wir schon wüssten oder erst noch….“.
Wir wussten aber schon. Lange Strecke und die Mittagszeit sind immer für eine Cola gut.
Die Karten kamen in Form eines DIN A3 und eines DIN A4 Blattes an den Tisch. Er meinte bei der Reichung noch, daß die Karten in den nächsten 2-3 Wochen in ansprechenderer Aufmachung erscheinen würden. Bislang müsse man noch hiermit leben. Ging für uns auch in Ordnung. Wir wollten ja nicht die Karten essen.
 
Auf dem DIN A3 Blatt war eine, für die Verhältnisse griechischer Küche in Deutschland, recht reduzierte Wahl abgedruckt. Aber grundsätzlich ließ sie auch nichts vermissen. Vorspeisen kalt und warm, Salate, vom Grill, Fisch und Beilagen. Alles war da.
 
Das DIN A4 beinhaltete aktuelle Mittagstischangebote.
Ok, das erklärt auch den Betrieb um diese Zeit.
Und diese Mittagstischangebote waren durchaus preisgünstig und bewegten sich zwischen 6,50 und 8.-.
 
Nach den 2 Cola (0,33er Flasche zu 2,50) orderten wir zwei mal Zaziki mit Pita (je 3,50) und, wiederum 2x, das überbackene Gyros in Metaxasoße mit Pommes und Salat (7.-) aus dem Mittagsangebot.
 
Nach kurzer Wartezeit kam dann die warme Pita mit dem Zaziki.
Die Pita immer noch sehr lecker (außen leicht angetoastet und innen luftig mit netter Kräuterwürze) aber nicht mehr ganz so diese ultimative Gewichtsklasse für die ich sogar den FC Bayern angefeuert hätte, wie damals oben auf dem Schurwald (dieses Pfand wurde mir aber glücklicher Weise auch damals nicht abverlangt). Das Zaziki wie eh und je. Schön sahnig, leicht knobelig und angenehm abgeschmeckt.
 
Daß es anschließend Schlag auf Schlag ging unterstelle ich jetzt dem Mittagstisch. Da ist so was aber auch angeraten. Bringen die Gäste die man damit anspricht ja nicht wirklich viel Zeit mit.
 
Sofort danach kam der Salat an den Tisch. Ok, der kann immer noch nix. Mit Hilfe der Menagerie am Tisch (Salz- und Pfeffermühle und damit der obligatorische Gruß an Wastel ;-) und kleine Pötte mit Essig und Olivenöl) hauchten wir ihm soweit ausreichend Leben ein. Die darauf drapierte Pepperoni hatte allerdings schon Leben. Und die Oliven waren sogar reife. Das gefiel. Der Rest war ein um diese Jahreszeit natürlich geschmacksloses Tomatenachtel (4. Aggregatszustand von Wasser? ..... -->holländische Tomate) und eben der unverwüstliche Eissalat.
 
Salat leer und das Gyros mitsamt Pommes stand da. Die für das Mittagsangebot reduzierte Menge fiel erst gar nicht auf. Als ich es mit den Fotos von damals verglich konnte man es zwar ausmachen aber gering und auch so war es eigentlich mehr als genug. Wir schafften es auch so nicht alles aufzuessen.
Das Gyros war schön gewürzt und auch die Metaxasoße als solche erkenntlich. In Summe vielleicht etwas „leise“ aber gut. Die Pommes aber leider etwas zu kurz in der Fritteurin (wie heißt denn das politisch korrekt?). Ansonsten waren auch sie ok.
 
Zum Bezahlvorgang (zu dem ganz automatisch ein anständiger Beleg kam) wurde noch kurz geschwatzt (Homepage geht auch bald richtig online etc.) und wir wurden freundlich verabschiedet.
 
Fazit:
Das Essen ist weiterhin gut und ich bin mir sicher, daß sie sich im Göppinger Raum behaupten werden. Daß es punktuell nicht ganz so klasse wie seinerzeit in Unterberken war schiebe ich mal auf den Mittagstisch und auch die Anlaufschwierigkeiten. Auch das Flaschencola dürfte dem Anfang geschuldet sein.
Und weil ja jedem Anfang auch ein Zauber innewohnt werden wir es trotz der langen Anfahrt sicher noch mal besuchen. Man will ja wissen wie’s weiter geht und ob und sowieso.
Nach Unterberken hatten wir zuvor schon oft Bekannte und Freunde „geschleppt“ und die waren nicht nur wegen der bombastischen Aussicht immer sehr angetan.
Aber die Aussicht fehlt jetzt leider.
 
PS: ach ja, der Ouzo, den ich gewohnt war, fiel aus. Mittags unter der Woche sicherlich auch der Grund warum.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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