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GastroGuide-User: haardbiker
hat Restaurant Alkoven in 26389 Wilhelmshaven bewertet.
vor 5 Jahren
"Hotel Hui - Restaurant Pfui"
Verifiziert

Geschrieben am 04.04.2015 | Aktualisiert am 04.04.2015
Besucht am 31.03.2015
Bei einem Besuch der Hafenstadt Wilhelmshaven nächtigte ich im Hotel am Stadtpark. Da die Anreise relativ spät erfolgte, gingen wir also ins Hoteleigene Restaurant "Alkoven".
Diesen Fehler sollten wir später bereuen.
Aber fangen wir vorne an.
Das Hotel ist schon ein paar Tage älter und es besteht an einigen Stellen Renovierungsrückstau. Ebenso im Restaurant. Es wurde in den 80er Jahren eingerichtet und dann so gelassen. Passt ganz gut in den Stil der "Seemannskneipe", die wohl das Motto des Restaurants ist, entschuldigt aber nicht die unbequemen Stühle, die noch mit Hussen verdeckt waren um die "Pracht" der Konferenzraumstühle zu verbergen. 

Das Bier war schal. Stand wohl schon eine Weile. Schade. Auf den Tellern waren schlieren zu sehen. Die Untersetzer völlig zerkratzt. Die könnten besser weggelassen werden, das sähe besser aus. Die seperate Bar war eine "Raucherlounge". Für uns also leider nicht besuchbar.

Der Service war anfangs ziemlich gut. In der Karte stand, dass man im Falle von bestimmen Allergien oder Ähnlichem etwas sagen könne und der Koch würde darauf Rücksicht nehmen.
Also habe ich die Bedienung auf meine Lactose-Intoleranz aufmerksam gemacht. Meine gewünschte Krabben-Suppe konnte ich aufgrund von Lactose im Konservierungsmittel nicht bekommen. Gut zu wissen, frisch sind die Krabben schonmal auch nicht. Schade. Ich habe mir dann eine Vorspeise mit Ziegenkäse im Speckmantel genommen und Ente als Hauptgang. Mein Gegenüber hatte Nudeln mit Spinat mit einer Pastinakensuppe vorweg.

Je nachdem, was man nun erwartet wird man mehr oder weniger enttäuscht. Ich für meinen Teil habe schon erwartet, dass Ziegenkäse im Speckmantel wenigstens in der Pfanne kurz angeröstet werden und dementsprechend wenigstens an der Speckschicht heiß sind. Leider war dem nicht so und alles war etwas lauwarm. Der Salat hatte keinen Dressing und wurde pur serviert.
Die Pastinakensuppe war ok.
Als dann das Hauptgericht kam, war ich optisch wie technisch geradezu unterwältigt. Das abgesprochene lactosefreie Gericht hatte eine Sahnesoße! Vier lieblos geviertelte Tiefkühlröstis und ein bisschen Wirsing verschlimmbesserten das Ganze höchstens. Die TK-Entenbrust war ok, hätte ich selbst aber besser hinbekommen...
Die parallel gereichten Nudeln mit Tomatensauce und Spinat waren geschmacksneutral und ebenso lieblos. Das gab es am nächsten Tag bei einem Stand im Einkaufszentrum besser. 

Der Bedienung war das ganze sichtlich unangenehm, war sie allerdings diejenige, die am wenigsten dafür konnte. Uns wurde dann ein Dessert auf kosten des Hauses angeboten. Da wir allerdings genug von den "kulinarischen Gourmetfreuden", wie sie in der Restaurantbeschreibung genannt werden genug hatte, haben wir dankend abelehnt.
Aus frust habe ich ein weiteres schales Bier bestellt sowie einen Tee.
Bekommen haben wir je einen Nachtisch. Interessante Vorgehensweise, aber wenn einem etwas aufgezwängt wird, haben wir ihn halt probiert und waren positiv überrascht. Entweder waren unsere Geschmacksnerven schon so abgestorben oder der Koch hat noch ein gutes Tiefkühlsorbet gefunden. Beide optionen verbuche ich mal unter "neutral".
Anschließend kam das kohlensäurearme Bier und das Kännchen Tee. Wir haben dann bezahlt und sind aufs Zimmer gegangen.
Gut, dass dort ein Bett stand, denn der Preis des Tees (stand nicht auf der Karte, wurde aus dem Frühstücksraum geholt) ließ mich jeden guten Glauben verlieren. 7,50€ für ein Kännchen Tee!! Wir haben uns gefragt, ob wir das schicke Kännchen für den Preis wohl hätten behalten dürfen. Aber das werden wir wohl nie erfahren, denn das war auf jeden Fall der letzte Besuch in diesem "Restaurant".
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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