"Nach einem ereignisreichen Tag waren wir rundum zufrieden"
Geschrieben am 21.08.2026 2026-08-21 | Aktualisiert am 21.08.2026
Lößnitztalschänke
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Restaurant, Kneipe, Weinkeller, Festsaal
03518384790
Mühlweg 3, 01445 Radebeul
"Das Eis war gut, der Service erst im Saisonstart"
Geschrieben am 21.08.2026 2026-08-21 | Aktualisiert am 21.08.2026
Eiscafé Kriebstein
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Cafe, Eiscafe
034327661444
Kriebsteiner Straße 5, 09648 Kriebstein
"Die einzige Gastronomie in Dresden die nach 21 Uhr noch die Küche offen hat"
Geschrieben am 21.08.2026 2026-08-21 | Aktualisiert am 21.08.2026
Las Tapas
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Restaurant, Tapasbar
03514960108
Münzgasse 4, 01067 Dresden
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
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Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 

































Etwas abgelegen in einer kleinen Seitengasse von Radebeul findet man dieses Restaurant. Parkplätze gibt es auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Straßenrand, und so stellten auch wir hier unseren fahrbaren Untersatz ab. Da vernahmen wir schon aus der Weite ein Schnaufen und Fauchen, kurz darauf auch die Signalpfeife einer Dampflok.
Wenige Augenblicke später schnaufte die von einer Dampflok gezogene Lößnitztalbahn an uns und dem Restaurant vorbei. Nun konnten wir über die Schienen in den Biergarten unseres Restaurants gehen. Der Biergarten war jetzt zum Ende April noch nicht aufgebaut, aber im Sommer scheint hier einiges los zu sein, denn der Biergarten war groß, und es standen bereits viele Tische und Stühle in Bereitschaft. Hier sitzt man schön schattig, und wenn dann ab und an mal die alte Dampflok vorbei schnauft, hat man auch noch was zu gucken.
Wir betraten das Restaurant, welches von außen wie eine große Blockhütte daherkommt. Keine Ahnung ob das Gebäude schon immer so ist, jedenfalls ist es auf alle Fälle doch sehr ungewöhnlich für Radebeul.
Insgesamt bietet das urige Holzhaus aber auf drei Etagen Platz für bis zu 200 Gäste. Das ist schon einmal eine Hausnummer. Im Restaurant wurden wir von einem jungen Herrn freundlich begrüßt, an unseren Platz gebracht und auch gleichzeitig wurde die Speisekarte gereicht.
Die Karte hier im Haus wechselt immer wieder mal, bei unserem Besuch gab es eine Frühlingskarte sowie die Karte der Schlachtfestwochen. So bringt man immer wieder Abwechslung in die Karte, und gerade Stammgäste haben dann auch immer wieder wechselnde Gerichte. Das finde ich richtig gut. Neben diversen Vorspeisen, deftigen Speisen auf der Schlachtekarte gab es aber natürlich auch Schwein, Fisch und Rind, und natürlich ganz frisch eingetroffen den ersten Spargel. Die Preise waren dabei etwas höher, Radebeul ist nun mal nicht unbedingt ein preiswertes Pflaster, sondern ist ja nebenbei auch bekannt für die meisten Millionäre in Sachsen.
Allzu lange brauchten wir nicht für die Karte, auch weil wir sie uns vorab bereits angeschaut hatten. So orderten wir:
Getränke:
Vorspeisen:
Hauptspeisen:
Die Getränke waren schnell an unserem Platz, nach nicht einmal fünf Minuten standen diese vor uns, und so konnten wir erst einmal auf einen schönen Tag anstoßen.
Auch hatten wir nun Zeit uns etwas im Restaurant umzusehen. Es gibt hier nicht nur mittig im Gebäude den Gastraum, nein eine Holztreppe führt eine Etage höher, und da kann man auf einer offenen Empore sitzen, und hat nochmals viele Plätze. Zusätzlich ist im Halbkreis um das Restaurant ein großer Wintergarten angebaut, welcher nochmals weitere Plätze parat hält.
Während man im Restaurant und auf der Empore an schweren Holztischen, großen Bänken an der Wand und auf gemütlichen Holzstühlen sitzt, ist der Wintergarten mit Alutischen und Korbmöbeln ausgestattet. Während die Stühle und Bänke weich gepolstert sind, haben die Korbmöbel entsprechende Sitzkissen. Die Dekoration wird bewusst karg gehalten, das Holzhaus ist dekorativ genug.
Wir hatten viel Zeit uns umzuschauen, und zum Glück hatten wir ja vorher im Eiscafé etwas zu essen. Nur Töchterchen unsrer Freunde fing nun langsam an rumzumosern, da sie nun Hunger bekam, hatte sie doch im Eiscafé nichts gewollt. Erst nach einer halben Stunde kamen unsere drei Vorspeisen an den Tisch.
Frau Jenome und unser Freund hatten sich das Cremige Spargelsüppchen mit gebeiztem Schweinefilet auserkoren. Die Spargelcremesuppe war angenehm mild im Geschmack, es wurde reichlich Spargel verarbeitet. Auch die Streifen des gebeizten Schweinefilets kamen gut zur Geltung. Nach einer halben Stunde kochen in der Küche hätte es aber gern etwas wärmer sein können.
Ich hatte mich für die Soljanka entschieden. Und ja, auch meine Soljanka war gleich „Esswarm“. Entweder hatte man sie vergessen zum Austeilen, oder ist der Topf wirklich nicht mehr so warm. Dabei mag ich aber heiße Suppen! Dafür war sie richtig gut angerichtet, so wie wir sie in Sachsen kennen. Mit reichlich Wurstabschnitten der verschiedenen Art, mit saurer Gurke, mit Zwiebel und Paprika sowie Sauerkraut angerichtet, schmeckte sie richtig gut. Dazu gab es eine Scheibe frisches Baguette.
Zwanzig Minuten nach unseren Vorspeisen kamen dann endlich auch die Hauptgänge auf unseren Tisch. Töchterchen hatte sich heute den Braten-Sandwich gewünscht. Mmmh, ja, dunkles Körnerbrot, welches mit reichlich aufgeschnittenem warmem Schweinebraten, frischer roter Zwiebel und würzigem Cheddar-Käse belegt war.
Das Ganze dann noch mit einem Senf-Dip bestrichen und im Ofen kurz aufgebacken, sodass der Cheddar schön lief. Dazu frischer Weißkrautsalat, welcher wahrscheinlich selbst angerichtet wurde. Sie schaffte die Portion nicht, so hatte sie für den nächsten Tag in der Schule noch was.
Unser Freund hatte sich für das Kräutersteak vom Landschwein mit Bratkartoffeln, gebutterten Erbsen und Röstzwiebelbutter gewünscht. Das Steak war sehr gut und reichlich mit Kräutern und Pfeffer gewürzt und sehr kross angebraten.
Dabei war das Steak im inneren nicht zu trocken. Dazu gab es Bratkartoffeln, welche ihren Namen auch verdienen, denn diese waren ebenfalls krossgebraten, mit Speck und Zwiebel versetzt. Dazu gab es gebutterte Erbsen, welche sicher Convenience waren, aber bei Erbsen ist das glaube ich ja fast zu 100% so.
Seine Frau hatte sich ebenfalls das Kräutersteak vom Landschwein auserkoren, allerdings als au four, gratiniert mit Smutjes Würzfleisch.
Auch hier wieder eine große Portion von Bratkartoffeln und Steak. Das zusätzliche Würzfleisch mit großen Stücken, ebenfalls vom Landschwein, war ebenfalls gut gewürzt, die Soße schön angedickt und sämig und mit reichlich würzigem Käse überbacken.
Meine Frau hatte sich die gebratenen Spitzen vom Black-Angus-Rind ausgesucht, und bei der Bestellung angegeben bitte auf Pfeffer zu verzichten. Der Kellner teilte jedoch mit, dass die Filetstreifen im vorab schon in einem Sud eingelegt sind, in dem Pfeffer vorhanden ist.
Das sollte ja aber vielleicht nicht das Ding sein, solange kein roher Pfeffer auf dem Essen ist. Ihr Teller war dann voll mit Penne, und frischen Champignons, und passend zum Frühjahr mit grünem Spargel gespickt. Dazwischen viele kleine Filetstreifen von dem Rind in einem milden Balsamico-Jus.
Allerdings waren dann aber weder die Champignons noch das Black-Angus-Rind mild, denn der Pfeffer war deutlich wahrnehmbar, und so war auch für mich dieses Essen sehr pfeffrig. Somit klaubte Frauchen sich die Penne hervor und ließ auch vom Rucola nicht mehr viel übrig, den Rest durfte ich dann am nächsten Tag auf Arbeit verspeisen.
Ich hatte mich schon im Vorhinein auf die Gesottene Rinderbrust mit Meerrettichsoße gefreut, bekomme ich doch so etwas zu Hause nicht auf den Tisch. Und hier hatte ich zwei riesige Stücken Rinderbrust, welche richtig schön weichgekocht war, auf dem Teller.
Die Meerrettichsoße machte ihrem Namen alle Ehre, und schmeckte kräftig und auch richtig schön scharf nach Meerrettich. Die Bouillonkartoffeln und das Gemüse waren kleingeschnitten in der Soße und milderten die Meerrettich Schärfe etwas ab. Obenauf lag dann noch dieses Gemüsestroh, welches aus feinsten Streifen Möhre, Lauch und Sellerie bestand, und einfach nur heiß frittiert wurde. Ich war mehr als zufrieden mit meinem Essen.
Nach fast zwei Stunden waren wir fertig, und konnten satt und (fast alle) zufrieden den Heimweg antreten. Unsre Freunde luden uns ein, und zahlten. Danke nochmal!
Unser Fazit: wir zahlten zu fünft glatt 186 Euro in der Lößnitztalschänke in Radebeul. Solide sächsische Hausmannskost, keine Kinkerlitzchen, weder mit dem Essen noch im Ambiente. Ein grundsolides Wirtshaus, was mit diesem Konzept hoffentlich noch viele Jahre überleben wird. Wir kommen gerne wieder, und dann bekommt Frauchen was ohne Pfeffer.