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GastroGuide-User: Casi
Casi hat Restaurant India1 in 16321 Bernau bewertet.
vor 6 Stunden
"Eingespielter Familienbetrieb mit enttäuschendem Hauptgericht"

Geschrieben am 25.09.2026
Besucht am 19.09.2026
Als ich das Restaurant über die kleine Treppe betrete, steht gerade eine Frau hinter der Tür und ich frage spontan ob denn geöffnet ist. "Ja klar" ist die Antwort.  Sie schlägt mir zwei Tische vor, ich wähle den kleineren hinter der Theke. Ein schöner Eckplatz.  Sodann bringt sie mir die Speisekarte.  
Hm, gar nicht so wenig Auswahl hier. Vorne natürlich die Vorspeisen, Suppen und Salate. Weiter mit Vegetarischem, gefolgt von tierischem von Lamm, Hähnchen, Ente und Fisch. Tandoori. 

Zuerst die leichte Entscheidung für ein Bernauer Helles. Das finde ich etwas herb, aber okay für einen Test. 
Beim Essen nehme ich auch was Neues: Panir Madras. Aubergine mit Tomatensoße und Kokos für 10,50 Euro. Basmatireis und Salat gibt es dazu. Kurz nach meiner Bestellung bei der Frau kommt eine Junge Dame um die Theke gelaufen und bringt mir das Bier. Aha, Familienbetrieb. Wenige Minuten später auch schon der Salat. Der bildet mit der aufgestellten Gurkenscheibe ein kleines Kunstwerk. Gemischt und bestehend aus grünem Salat, geraspelten Möhren und Radieschen. Angemessen ist die Dressingmenge und gut gewürzt. Leckeres Ding.

Kaum aufgegessen steht die mutmaßliche Tochter auch schon mit dem Hauptgericht bei mir. Zwei Töpfe kriege ich hingestellt. In einem Basmatireis, im anderen die Aubergine, die in viel Tomatensoße sitzt. Die Aubergine ist an beiden Enden abgeschnitten und wurde wieder befüllt mit gewürfelten Fruchtfleisch und dem ebenso gewürfelten Rahmkäse,  alles in einer sämigen Soße. Kokosflocken schwimmen in der Soße und haften auch an der festen Aubergine. Darüber locker Käse verstreut. 
Ich lupfe die Aubergine auf den Teller gefolgt von gelöffelter Soße. Der Basmatireis ist sehr reichlich, locker und luftig. 
Das Innenleben der Aubergine ist fein gemacht, jedoch vermisse ich auch hier die versprochene Schärfe. Das ist schade, so dümpelt das interessante Essen etwas auf dem Teller herum.

 In der Zwischenzeit kommt noch ein Paar herein. Die Mutter begrüßt, platziert und fragt nach den Wünschen. Klare Arbeitsteilung. Getränke und Essen bringt dann wieder die Tochter. Die beiden sind bekannt, kommen wohl öfters. 

Bei der stets herzlich lächelnden Tochter bestelle ich auch die Rechnung. Diese wird dann zu meiner Enttäuschung aber vom Vater gebracht. Der ist zehn Minuten vorher grußlos an meinem Tisch vorbei und hinter die Theke geschlichen. Wenig freundlich kassiert er auch das Geld und nimmt dann gleich den Kassenzettel wieder mit. 

Abschließend noch ein Gang auf das WC, wo ich einige Jahrzehnte in die Vergangenheit katapultiert werde. Zweckmäßig und nicht für lange Aufenthalte vorgesehen.

Beim Verlassen wünscht mir die Mutter rufend noch einen schönen Abend von ihrem Plätzchen hinterher. 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung