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GastroGuide-User: manowar02
hat Gasthaus Grüne Eiche in 91244 Reichenschwand bewertet.
vor 3 Jahren
"Den einheimischen gefällt es, wir müssen nicht nochmal hin"
Verifiziert

Geschrieben am 16.01.2017 | Aktualisiert am 16.01.2017
Besucht am 05.01.2017 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 31 EUR
Wenn wir Urlaub haben sollte das Auto nach Möglichkeit abends stehen bleiben, also vorab schon informiert. Mitten im Ort gibt es ein Hinweisschild, wer es aber nicht weiß und dorthin will sollte das Navi benutzen. Vom Ortskern aus geht es Richtung Bahnhof den Berg hoch. Beim Kreisel steht man dann da, wo lang ? Gerade den Berg hoch und man kommt genau darauf zu. Reservieren ist hier sinnvoll, es war prope voll. Wir konnten nur einheimische ausmachen, wer findet auch hier her. Am Eingang gibt es eine kleine Stufe, die Toiletten haben wir nicht besucht. Eigene Parkplätze sind einige vorhanden und man kann auch den Straßenrand nutzen.
 
Service
Wir betraten den Gastraum und standen erst mal da. Der Herr hinter der Theke schaute uns eine Zeitlang zu, wie wir auf der Suche nach einer Bedienung waren. Er meinte dann, ob er uns helfen kann. Wir fragten nach einen Tisch für zwei Personen. Er schaute sich im Gastraum um und meinte – do hinten, der is no frei-. Wir nahmen Platz, es wurden uns die Karten gereicht und die Getränkewünsche abgefragt. Wir baten um einen Blick in die Karte, schließlich wissen wir ja nicht was es alles gibt. Zur Bestellungsaufnahme kam dann eine andere Dame und meinte – wollen sie schon bestellen-. Nicht das jetzt jemand meint, die haben was vergessen, nein-es gab keinerlei Begrüßung. Bei der Bestellung der Getränke gab es den Hinweis, das Bier kommt bei Ihnen aus der Flasche. Die Getränke kamen rasch, kurz darauf wurde ein Teller mit Besteck an den Tisch gestellt und die Freude war groß, der Salat kam vor dem Essen, alles allerdings ohne Worte. Die Freude war zu früh, gerade die Gabel in die Hand genommen kam auch schon mein Gericht. Sie überreichte mir den Teller und wünschte mir einen guten Appetit. Spotzl machte auch gleich Platz, aber es kam nichts. Wahrscheinlich hat man ihm die Verzweiflung angesehen, denn die Dame kam dann an den Tisch und meinte , es dauert noch, die Knödel wurden frisch gemacht. Warum serviert man dann das eine Gericht schon ? Ach so, ja, hier wird abgeliefert auf was der Koch gerade Lust zum kochen hat. Am Nebentisch wurde ein Cordon bleu abgeliefert, die Bratwürste gab es erst nach 15 min. Spotzl knapperte an seinem Salat als dann endlich sein essen kam, ich war übrigens schon fast fertig. Der Teller wurde ihm hingestellt mit den Worten – bitte schön, der Sauerbraten-. So saßen wir nun alleine und verlassen und das auch eine Zeitlang vor leeren Tellern bis eine der Damen kam und fragte ob sie die Teller mitnehmen darf. Die Frage werden wir nie verstehen, was soll man mit den ratzeputz leer gegessenen Tellern noch am Tisch. Ich bat um nochmal eine Speisekarte, aber die Dame hat mich anscheinend nicht verstanden, es kam keine. Es dauerte dann eine ganze Zeitlang bis wir wieder Aufmerksamkeit bekamen. Die Bestellung ging zügig, die Schnäpse wurden auch rasch geliefert, aber das ordern der Rechnung dauerte wieder. Nun kam noch eine zusätzliche Dame ins Spiel, bei der konnten wir dann die Rechnung ordern. Diese kam dann rasch an den Tisch, sie kassierte und wünschte uns noch einen schönen Abend. Die Verabschiedung war die selbe wie die Begrüßung, nämlich gar keine. Die Damen sind hier in schwarz-weiß gekleidet, die dritte kam dann in Alltagskleidung. Sie wurde wohl noch schnell nachgeordert, weil immer mehr Gäste eintrafen. Fremde kommen hier anscheinend wenige her und den einheimischen wird es wohl reichen ,Getränke und Essen irgendwann zu bekommen. Wir finden es eindeutig als zu wenig Service, 1 Stern.
 
Essen
Die rote Ledereinbandkarte mit Klarsichthüllen beinhaltet eine Tageskarte, die reguläre Karte und eine Abendkarte. Einfache Gerichte aber sehr Fleisch lastig.
 
Das umschauen , was sonst noch so serviert wird gab uns ein Rätsel auf. Es wurden Gerichte serviert, die wir nirgends auf der Karte finden konnten. Als wir nochmal eine Karte bekamen, fanden wir diese Gerichte dann auch in dieser. Gibt es hier unterschiedliche Karten?
 
Wir hatten zwei dunkle Weizen zu je 2,80 € , einen Hopfentropf und Himbeergeist zu je 2,40 € , das Champignonschnitzel mit Spätzle und gemischten Salat für 10,50 € und den Sauerbraten mit Kloß und gemischten Salat auch für 10,50 €
 
Die Biere waren schön gekühlt und wurden in der Flasche an den Tisch gestellt und die Gläser dazu- selbst ist der Mann äh Frau
 
Die Schnäpse waren schön gekühlt, der Himbeergeist schmeckte richtig gut nach Himbeere, der Hofentrunk war nicht unser Fall, schmeckte sehr nach Hustensaft. Sind wir wohl von unserem Hopfenschnaps aus unserer Gegend verwöhnt.
 
Der Beilagen Salat bestand aus Bohnen und Gelberüben für die Fraktion die ihr Gebiss vergessen haben. Sie hatten Geschmack, waren aber so was von weich gekocht. Es gab geschälte Gurken, Krautsalat, gemischte Blattsalate, Radischen und ein Stück Tomate. Dazu ein sehr einfache Essig-Öl- Dressing, nicht der Rede wert, oben drüber gab es noch ein wenig Joghurt Dressing und frische Petersilie .Dann gab es noch einen Salat, der bestand aus Kraut, Paprika, Peperoni und grünen Oliven mit Paprika gefüllt. Dieser war sehr säuerlich , auch alles sehr weich . Ein Salat den wir nicht dabei bräuchten. Die beiden Salatteller  waren auch unterschiedlich angerichtet und befüllt.


 
Das Champignonschnitzel war wunderbar gebraten, sehr saftig und zartrosa. Die Champignons schmeckten richtig gut danach und waren frisch. Die Rahmsoße war schön abgeschmeckt und das Gericht mit frischer Petersilie bestreut. Ob die Spätzle selber gemacht waren, können wir nicht sagen. Sie waren schön fluffig und haben geschmeckt. Das Gericht wäre sehr lecker gewesen, wenn es nicht im ganzen leicht versalzen gewesen wäre. Es war aber noch nicht so schlimm, dass man es nicht essen konnte.
 
Der Sauerbraten Teller sah ein wenig lieblos aus. Es lagen drei Scheiben Fleisch drauf, das hatte einen schönen Säuregeschmack und war sehr zart und zerfiel schön beim schneiden. Der Säuregeschmack bei der Soße passte einwandfrei, die sonstige würze war sehr leise vertreten. Wir vermuten, dass hier auch noch mit Sahne abgeschmeckt wurde. Die machte die Soße zwar rahmig, nimmt aber auch Geschmack weg. Die Knödel waren nicht unser Fall. Sie waren sehr weich gekocht, etwas verwässert und Geschmack fehlte uns komplett. Sie waren mit Brotkern gefüllt, mit sehr viel Brot, für uns zu viel.
 
Einfache durchwachsene „ Bauernküche“ , 3 Sterne
 
Ambiente
Es ist ein altes Gasthaus mit einer Gaststube mit Stammtisch und zwei Nebenräumen. In der Stube befindet sich die Schenke, daneben der Stammtisch. Außen herum geht eine Eckbank, davor befinden sich Tische und Stühle. Die sind eng gestellt, das viele Leute rein passen und es wird jeder Platz ausgenutzt.

 Es hängen viele Bilder und Scheiben von Vereinen rum und Bilder die mit Bayern zu tun haben. Die Fenster sind vollgestellt mit Blumenstöcken und es ist sehr viel weihnachtlich dekoriert. Die reservierten Tische sind bereits mit Besteck und Servietten eingedeckt, an den anderen Tischen kommt das Besteck auf einem Teller in einer Serviette gerollt an den Tisch. Ein Besteck mit solchen weißen Plastikgriff haben seit jahrzenten schon nicht mehr gesehen. 

Die Tische sind eingedeckt mit beigen Stoffmitteldecken, darauf gibt es eine Eiskarte, einen Bierhinweiß, Zuckerstreuer, einen Ständer mit Salz-und Pfefferstreuer, eine Kerze und ein Holz Herz mit frischen Blumen.

 Der Lärmpegel ist hier sehr hoch.
Zum a hoibe dringa und a bissal wos dazua essn basst, zum essen gehen eher nicht so unser Fall. 2,5 Sterne
 
Sauberkeit
In der Gaststube ein wenig Staubspuren, auf der Tischdecke waren ein paar Flecken, ansonsten sauber. Toiletten wurden nicht besucht. 3,5 Sterne
 
 
 

 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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