Zurück zu Restaurant im Parkbad Süd
GastroGuide-User: uteester
hat Restaurant im Parkbad Süd in 44575 Castrop-Rauxel bewertet.
vor 3 Monaten
"Qualität, die sich nicht nur gehalten, sondern auch gesteigert hat. Ein Restaurant mit sehr guten Küchenleistungen in einem wunderschönen denkmalgeschützten Ambiente"

Geschrieben am 04.10.2020 | Aktualisiert am 05.10.2020
Besucht am 04.10.2020 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Lang ist es her, dass wir das Parkbad Süd in Castrop-Rauxel besucht haben. Deshalb ist ein Update erforderlich, obwohl einige wenige Personen meinen, wenn man mehrfach über ein Restaurant schreibt, wäre dies schon Reklame. Allerdings sollte man ein Restaurant mehrfach begleiten, um zu sehen, was sich entwickelt.
Der Eingang zum Restaurant im Stadtpark Castrop-Rauxel
Blick vom Restaurantbereich in das denkmalgeschützte Freibad (wird als Eventräumlichkeit genutzt)
.Bereit zum Sprung in's Wasser
 Die alten Bäderpreise vom Magistrat

Gleich zu Anfang: Marlen Kempf hatte ja das Restaurant von Rainer Schorer übernommen, die Qualität des Restaurants gehalten und sie scheint mit der Wahl des neuen Chefkochs Oleg Kravchuk ein gutes Händchen bewiesen zu haben, denn wir haben den Eindruck, dass sich die Leistung des Restaurants in der Qualität gesteigert hat. Oleg Kravchuk, der u. a. verschiedene Stationen in seiner Vita verzeichnen kann, wie bei David Kikillus, Rainer Schorer, Michael Dyllong, Philipp Schneider (alles bekannte und hochdekorierte Köche) usw., ist sehr kreativ.
Der kreative Chefkoch Oleg Kravchuk
Der Chefkoch Oleg Kravchuk coronabedingt verkleidet

Das Restaurant hat am Sonntag von 12:00 Uhr an bis abends geöffnet, deshalb nutzten wir noch das schöne Sonnenwetter und besuchten das Restaurant. Bezüglich Ambiente, Lage usw. bitte in meiner letzten Rezi nachlesen.

Wir wurden freundlich nach unserer tel. Reservierung begrüßt, zum Tisch geleitet und nachdem die Coronavorschriften wie Desinfektion, Kontaktdatenhinterlegung erledigt waren, wurden uns die Speisekarte, die Getränke- sowie die Weinkarte übergeben. Die Tischabstände im Restaurant großzügig weit geordnet.

Vorab wählten wir einen Crémant de Loire Rosè brut von Gratien & Meyer als Starter. Sehr gut gekühlt und wohlschmeckend der Crémant.
Crémant de Loire

Die Speisen:
Wir erhielten einen Gruß aus der Küche: In einem kleinen Glas eine wunderbar aufgeschäumte und leichte Kürbissuppe, getoppt mit einer kleinen Blüte. Ein gelungener Auftakt, der den Gaumen schmeichelte.
Gruß aus der Küche: Kürbisschaum

Wir wählten dann das Hausbrot mit zweierlei Dip (4,90 €), ein Tomatendip und ein Trüffeldip jeweils in einem Glas, serviert auf einer Schieferplatte mit zweierlei frischen Brotsorten. Das schmeckte gut und verkürzte die Wartezeit.
Hausbrot mit zweierlei Dip (Tomaten und Trüffel)

Ich wählte als Vorspeise eine Bouillabaisse mit Meeresfrüchten, Aioli und Fenchel (7,50 €). In einem weißen runden Teller mit breiter Fahne lag die Bouillabaisse, gefüllt mit Kabeljau, einer Rotgarnele, Venusmuscheln und am Rand drapiert, kleine Tupfer von Aioli und knusprig gebratenem Fenchel. Die Bouillabaisse aufgeschäumt, als Basis eine wohlschmeckende Bisque, vermischt mit einer herzhaften Brühe, die Meerestiere und der Fisch knackig und glasig, so wie ich es mag. Noch im Gaumen klang der Wohlgeschmack dieser Suppe nach. Ich war begeistert.
Bouillabaisse

Als Hauptgang wählte ich ein Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat (17,80 €). Ein gut gebratenes in der Pfanne geschwenkte und hauchdünn geklopftes Kalbfleisch ist eine Königsdisziplin, wenn es gut gemacht ist und das war es hier: Eine fluffige goldgelbe Panade, das Fleisch zart, gut gewürzt, der Kartoffelsalat nach österreichischer Art mit Brühe angemacht. Dazu ein kleines Gläschen mit Johannisbeergelee. Für mich absolut top und lecker. Das würde ich wieder bestellen.
Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat

Meine Begleitung wählte das „Baby Chicken“ mit Wurzelgemüse, Serranoschinken, schwarze Trüffel, Portweinsosse und Kartoffelschaum, allerdings auf Wunsch eine kleine Portion (14,50 €). Der Geruch allein verführt schon in der Nase. Auch ich durfte hier probieren:
 Das Fleisch ganz zart, mit wunderbar fast orientalisch indisch schmeckenden Gewürzaromen (u. a. Tandori, Chili, u.a.m.) Dazu ein herrlicher leichter Kartoffelschaum, begleitend von einer kräftigen Portweinsoße und geröstetem Serranoschinken. Der Chefkoch Oleg Kravchuk kam an den Tisch und hobelte kräftig einige Scheiben vom schwarzen Perigord-Trüffel über diese Speise. Meine Begleitung war von dem Gericht vollkommen hingerissen.
 "Baby Chicken"

Das Dessert:
Alle bisher genossenen Aromen verlangten nach einem Dessert: Zitrusinfusion (9,50 €), bestehend aus Joghurt, Orange, Grapefruit, Kumquat, Olivenküchlein und Eis. Das Eis wunderbar cremig, keine Kristalle enthalten, alles ein Traum und mehr als ein Foto wert.
Dessert: Zitrusinfusion

Die Getränke:
0,1 L Crémant de Loire Rosè brut von Gratien & Meyer (7,00 €)
0,1 L Grauburgunder von Tina Pfaffmann (3,60 €)
0,75 L Mineralwasser Medium von Gerolsteiner (6,50 €)
Crémant de Loire und Mineralwasser von Gerolsteiner

Fazit:
Gelungene und sehr gute Küchenleistung, ein aufmerksamer, freundlicher Service. Küche und Service vermittelten uns einen wohlgelungenen Abend. Wir kommen wieder!

Meine Bewertung:
5 – unbedingt wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder, nach „Küchenreise“)
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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