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GastroGuide-User: PetraIO
hat Zur Wasserburg in 67753 Reipoltskirchen bewertet.
vor 5 Jahren
"Tolles Ambiente mit geschwächter Speisekarte"
Verifiziert

Geschrieben am 04.03.2015 | Aktualisiert am 05.03.2015
Es existiert eine neue Bewertung von diesem User zu Zur Wasserburg
Besucht am 04.03.2015
Die Wasserburg in der Ortslage von Reipoltskirchen im Kreis Kusel gilt als die besterhaltenste Wasserburg in der Pfalz. Die Entstehungszeit der Burg wird auf 1100 - 1200 datiert. Die geschichtsträchtige Burg wurde 2005 restauriert und saniert. Geschmackvoll wurde alt und neu miteinander kombiniert. Heute ist hier das Restaurant sowie ein Standesamt ansässig. 2006 war ich zum ersten Mal hier, inzwischen hat der 3. Gastronom Jochen Conrath übernommen. Von dem neuen Betreiber habe ich schon viel Positives gehört.

Auf der Internetseite informierte ich mich bereits im Januar über die schönen Verlockungen. Für mich einige interessante Vorspeisen und auch Hauptgerichte ohne Fleisch. Bei der kürzlichen Betrachtung der Internetseite vielen Themenabende von Mittwoch - Freitag ins Auge, dies wunderte mich. 

Reserviert hatte ich sicherheitshalber telefonisch (nicht, daß der Koch der Grippewelle zum Opfer fiel) für den geplanten Schlemmerabend mit meiner Kollegin.


Service:
Wir wurden am frühen Abend als erste Gäste nett begrüßt und zum reservierten Tisch geleitet. Sehr höflich die Frage des Herrn, ob er die Jacken abnehmen darf. Die Speisekarten für uns hatte er auf dem Weg schon gegriffen. Er bediente uns vorrangig an diesem Abend.
Heute Abend (Mittwoch) ist Steak-Abend, also gar nichts für mich. Aber ich hatte ja noch die Leckereien (der z. Zt. abgestürzten) Homepage im Kopf. Ein Blick auf die Karte und die Kinnlade viel mir herunter: Da war nichts mehr übrig von den Verlockungen. Wenige und wenig verlockende Vorspeisen (Bruschetta, Kartoffelsuppe...), Salatteller, einige Hauptspeisen zum Glück mit vegetarischen Gerichten. Und die Mittwochs-Steakkarte. Ich bin ein Verfechter kleiner Karten, aber die müssen dann besser zusammengestellt sein.
Bedient wurden wir sehr freundlich von unserem Empfangsherrn. Dieser wurde von einem jungen Mann unterstützt der noch viel lernen muss. Sehr unbeholfen und er konnte den Gästen noch nicht einmal ins Gesicht schauen (meine Kollegin und ich sind zwar nicht im Alter seines Beuteschemas, aber aus dem Gruselkabinett kommen wir definitiv auch nicht). 

Speisen und Getränke:
1 Flasche 0,7 l Mineralwasser zu € 4,90
Cuvée Rosé trocken vom Weingut Gutzler, Gundheim  0,2 l zu € 4,90. Eine gute Wahl!

Einen "Gruß aus der Küche" gab es nicht, hätte aber zum Restaurant und seinem Ruf gepasst.

Als Vorspeise teilten wir uns die 3erlei Bruschetta zu € 9,50. Der Koch konnte leider keine alternative  vegetarische oder Fischvorspeise anbieten. Lediglich die Bruschetta hätte er von Fisch-Fleisch-Tomate auf Fisch-Tomate abgewandelt. So
teilten wir uns die Portion ohne Änderung.
6 Scheiben kross gebackenes Weißbrot: 2 x mit fein abgeschmeckten Tomaten (schwesterlich geteilt), 2 x mit klein geschnittenem Spanferkel (für meine Kollegin und 2 x mit Frutti die Mare in Nicht-Frische-Kreation für mich, geschmacklich ok. In der Mitte des großen Tellers ein Salatbouquet mit einigen kleinen Oliven und einer Dattel (?). 2 Fertigsoßen im Löffel, wir haben sie nicht gebraucht, denn sie passten auch nicht dazu. Für die 6 kleinen Weißbrotscheiben und den geringen Materialeinsatz der Toppings der Preis zu hoch.

Als Hauptspeise entschied sich meine Kollegin für ein Steak mit Röstzwiebeln mit 3 hausgemachten Rösti als Beilage. Preis knapp unter 10,-- €, habe nicht aufgepasst. Das Steak war medium gebraten, nicht zu üppig in der Portion (Themenabend günstig - Preis entsprechend der Portion). Die Röstzwiebel lt. meiner Kollegin mit zu viel Salz, die Rösti gut. Ihr Essen bewerte ich nicht mit Punkten.

Ich nahm die hausgemachten Ravioli mit Rote Bete- und Kürbisfüllung und gemischtem Salat zu € 10.90. 
Ein mit 5 Ravioli schön angerichteter Teller wurde serviert. Der Salat auf dem Teller neben den Ravioli. Die immer wieder gerne malerisch eingesetzte Balsamico-Kreativ-Linie obenauf.
Geschmacklich die Ravioli top und definitiv hausgemacht. Richtig schön  fest im Biss. Die Rote Bete Füllung gefiel mir etwas besser als die Kürbisfüllung. Diese auch gut, ich hätte sie jedoch ohne Speisekarte nicht als Kürbisfüllung identifiziert. Der fein geschnittene frische Salat ok, ergänzt durch Kraut- und Karottensalat. Er hätte etwas mehr Küchen-Kreativität mitbringen dürfen. 

Ambiente:
TOP! Gepflegt, stilvoll, angenehme (rötliche) Beleuchtung, der Raum geheizt (ich habe in letzter Zeit zu oft im Kalten gesessen). Die Räumlichkeiten mehr als gelungen restauriert und schön unterteilt. Schöne Deko in den Räumen. Tische sauber eingedeckt, frische Tulpe und Mitteldecke auf dem Tisch.
Auch von außen ist die Wasserburg ein Hingucker. Sehr gepflegt und bei Nacht toll beleuchtet. Der Zugang zur Burg nichts für Stockelschuhträgerinnen. Es gibt einen Rollstuhlausgang, also vermutlich auch rollstuhlgerechte Toiletten. 

Fazit des Abends: Der Themen-Steak-Abend funktioniert wohl. Das Restaurant füllte sich gut im Laufe des Abends. Für Mittwoch und die versteckte Lage nicht schlecht. Ich war vermutlich heute der einzige Gast ohne Steak. 

Fazit zum Gesamteindruck
3 – wenn es sich ergibt wieder
(ich hatte mehr erwartet, werde die Speisekarte im Auge behalten)
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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