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GastroGuide-User: Pepperoni
hat Kulmbacher Kommunbräu in 95326 Kulmbach bewertet.
vor 5 Jahren
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Geschrieben am 05.10.2016
Besucht am 12.09.2016 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Lage
Direkt am Weißmain-Radwanderweg am Fuße der Plassenburg befindet sich das Kommunbräu-Wirtshaus auf dem Rotmaingrund. Nicht weit entfernt das Schwimmbad und die Kunsteisbahn. Ca.500m weit weg ist ein PKW- Großstellplatz und für Wohnmobile ein Stellplatz für 3,--€ auf freiwilliger Basis. Wer zahlt das nicht gerne.
 
Ambiente
Das Kommunbräu ist ein lebendiges, natürliches Wirtshaus. Zur Straße  hin ist unter 2 großen Kastanienbäumen ein schöner Biergarten zu finden. Die Biergarnituren sind dunkelblau angestrichen und laden verschiedene Schichten und Generationen zum Verweilen ( "a wenig mit die Leut´ waaf´n ) Biertrinken oder zum Skatspielen ein. Auch Tauben sind herzlich willkommen, hierfür ist ein eigenes großes Taubenhaus im Biergarten erbaut worden. Innen an den Sudkesseln vorbei  nach links gelangt man in einen großen Gästesaal. Hier blieben "Maschinen-Denkmäler" erhalten. Hier wird noch selbst Strom erzeugt. Turbinen haben zwar zwischenzeitlich die Mühlräder ersetzt, die alten Mühlsteine wurden eingepflastert. Zurück blieben die alten Kraftübertragungsanlagen. Heute dienen diese als Trennwände im Kommunbräu und schmücken die Sitznischen, denn selbst bei der Technik wurde um die Jahrhundertwende nicht auf Zierrat verzichtet. Ein bisschen heile Welt noch. Die Herrentoiletten befinden sich im Erdgeschoss, die Damen müssen in den 1. Stock.
 
Service
Hübsche junge Mädchen (Madla), ob geschult oder ungeschult (-als Studienjob) übernehmen hier den Service. Das einzige, was sie mitbringen müssen ist Spaß an der Gastronomie und das haben alle und das zeigen sie auch. Wenn mal etwas nicht so klappt oder etwas vergessen wurde wird sich vielmals entschuldigt und das immer freundliche Lächeln verzeiht Vieles. 
  
Essen / Trinken
Die Klassiker werden hier mit einer modernen internationalen Küchenkultur unter einer ganz eigenen Küchenphilosophie verbunden. Auf der Tageskarte gibt es u.a. Afrikanische Spezialitäten, Indisches Gemüsecurry oder  Thailändische Fischspezialitäten. Aber auch ein Vegetarisches Gericht ist zu bekommen. Des Weiteren  Bodenständiges wie die Klöße (Kließ) mit Hax´n, Biersoß und Co,  die Bratwurst (Brodwäschd) mit gutem Sauerkraut und „a Laabla“ (Brötchen), all dies darf  in der Brauereiwelt nicht fehlen.
Wir wählten von der Tageskarte das fränkische Pärchen Brodwäschd mit Sauerkraut (4,90€) und das Sauerkrautpfännla (9,90€), da leider die Kulmbacher Bierzwiebel (8,90€) - eine Gemüsezwiebel gefüllt mit Hackfleisch und Bernsteinsoß´, hausgemachtem Kartoffelstampf und einer Scheibe Räucherbauch – und die gekochte Haxe mit Meerrettichsoß´und Brot an diesem Vormittag aus waren.  Versprochen wurde uns diese wieder am Abend. Das Sauerkrautpfännchen war auch sehr lecker mit Hack-, Bauchfleisch, Kassler und geräuchertem Würstchen. Sehr deftig und üppig.  Das dunkle Bernstein-Bier passte ganz hervorragend dazu. Versprochen ist Versprochen und so machten wir uns am Abend nochmals auf ins Kommunbräu um die uns schon bekannte  Bierzwiebel zu ordern. Doch die Enttäuschung war groß, noch immer gab es sie nicht und auch die Haxe – so nach Angabe des Wirts- war witterungsbedingt säuerlich geworden und von der Karte genommen. Notgedrungen bestellten wir das Fränkische Brotzeitbrett (9,90€) und den Ziebeleskees, den hausgemachten Quark mit Zwiebeln und Brot (5,90€). Die große Baumscheibe auf der die Brotzeit serviert wurde machte großen Eindruck. Der geräucherte Bauernschinken, Presssack, Ziebeleskees und Käse vom Bauernhof  sowie das wunderbare Bauernbrot als auch der Ziebeleskees wollten uns aber nicht so schmecken, obwohl beides gut war. Wir hatten uns auf andere Gerichte gefreut. Wie erstaunt waren wir jedoch als die Rechnung kam. Das komplette Essen ging aufs Haus, wegen der fehlenden Bierzwiebel und der Haxe. Wir bedankten uns persönlich beim Gastwirt, der sich nochmals entschuldigte und als wir noch das gute Bernstein-Bier zum Mitnehmen kaufen wollten drückte er uns 2 Liter-Flaschen in die Hand und sagte dazu – die gibt’s auch aufs Haus und jetzt habt ihr wenigstens einen Grund wieder zu kommen und die Pfandflaschen zurückzugeben. Recht hat er,  der schlaue Betriebswirt.
 
Fazit: Wir kommen wieder und nicht nur um die Pfandflaschen zurückzugeben – sondern um  fränkisch zu schlemmen.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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