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GastroGuide-User: Shaneymac
hat Al Dente in 42799 Leichlingen bewertet.
vor 3 Jahren
"Schnörkellose italienische Landlust auf hohem Niveau - mit hauchzarten Abstrichen in der B-Note…"
Verifiziert

Geschrieben am 24.07.2016 | Aktualisiert am 25.07.2016
Besucht am 22.07.2016 Besuchszeit: Abendessen 4 Personen Rechnungsbetrag: 246 EUR
Prolog

Zunächst einmal möchte ich mich bei Euch entschuldigen: In den letzten Wochen habe ich mich hier aus Zeitgründen sehr rar gemacht, habe andere, liebgewonnene und mitunter sträflich vernachlässigte Hobbies gepflegt, habe genossen, ohne stets das Smartphone pflichtschuldig im Anschlag zu haben.

Und nicht zuletzt fanden meine aktuellsten Ausflüge in die gehobene Gastronomie in UK statt (wer weiß, wie lange ich dies noch ohne Visa kann :-)), was die Bewertung des Restaurants auf Gastroguide aus offensichtlichen Gründen doch sichtlich „erschwert“.

Umso mehr habe ich mich auf den Besuch im Leichlinger „Al Dente“ gefreut, das Haus genießt unter den Italien-Fans in der Gegend einen beinahe legendären Ruf als ewiger Geheimtipp für gehobene italienische Landküche und gibt sicher eine gute Vorlage für eine überfälligen kleinen Bericht.

Schon die Kritiken auf diversen Portalen sorgten für Vorfreude, zeugen diese doch von Konstanz, begeisterten Gästen, nicht nur optisch überaus appetitanregenden Gerichten und laut der Schilderungen einem empathischen wie aufmerksamen Service.

Da die Treffen mit dem Ehepaar Bobby sich in jeder erdenklichen Hinsicht als äußerst angenehm für alle Beteiligten entpuppten, obwohl zumindest mir „Pärchen-Abende“ leicht zum Greul werden können, war auch Madame mit Vorfreude bei der Sache, nach einer entspannten, sonnigen Anfahrt über Wipperaue fanden wir uns kurz vor halb sieben vor dem Lokal am Stadtrand von Leichlingen ein.



Das Gebäude ist denkbar unscheinbar, liegt in einer beschaulichen Seitenstraße der Opladener Straße und obwohl ich hier im Sommer schon hunderte Male auf Ausflügen mit meinem geliebten CJ7 hier vorbeikam, habe ich das „Al dente“ noch nie bewusst wahrgenommen.

Das Parken auf dem kleinen, direkt am Haus befindlichen Parkplatz (ca. sechs Stellplätze, je nach Begabung und Umsicht der anwesenden Automobilisten…) wäre an diesem Abend kein Problem gewesen, stand dort doch bei unserer Ankunft lediglich ein Wagen.

Ich denke, wir alle haben in dieser Hinsicht schon viel gesehen, aber der Fahrer dieses Audi A7 agiert ganz sicher in den obersten Riegen der internationalen „Antisocial Parkers From Hell Association“ (APFHA) - einer Gruppierung mit denkbar zweifelhaften Idealen.

Wie man es schafft, mit seiner Baby-Boomer Traumkarre:

a)      souverän alleine drei Stellplätze mit dem Wagen selbst zu belegen, und
b)      dabei die Durchfahrt zu den restlichen Parkplätzen für alle Fahrzeuge zu blockieren, die nicht die Dimensionen einer Isetta haben

ist denkbar bemerkenswert und ich ärgere mich, dies nicht für Eure Belustigung fotografiert zu haben – mehr ging einfach nicht, das war Weltklasse.

Aber warum über so etwas ärgern, an der Straße gab es noch genügend Platz, wir genossen ein wenig die Abendsonne, schon rollte unsere liebe Gesellschaft aus Langenfeld heran und ein fröhliches Hallo später standen wir im kleinen vorderen Gastraum, der die Bar und den Pass beherbergt.

Kritik

Das Ambiente gefiel mir auf Anhieb, geschmackvoller Wandschmuck gepaart mit einem dezenten Farbenspiel von hellem Gelb und Weiß, bequemes Ledergestühl mit halbhoher Lehne und nicht zuletzt eine stilvolle, stimmige Tischkultur ohne Prätentiösen.



Der energetische, perfekt gestylte Sohn (Anfang 30) des Betreiber Ehepaars Paggiotta nahm uns in Empfang, Bobby kennt man hier als Gast seit Jahren, insofern erfolgte eine von A-Z operettentaugliche Empfangs-Arie, die kein sprachliches Klischee der gehobenen Italo-Gastro-Welt ausließ, ich musste mich innerlich schwer zusammenreißen nicht drauf los zu prusten.

Gab es Handküsse für die Damen? Ich weiß es nicht mehr, es hätte mich nicht gewundert, ich machte eine launige Bemerkung in Sachen Sprachen-Kauderwelsch, was ihn zusätzlich motivierte, sein geschliffenes Restaurant-Französisch zum Besten zu geben, sowie sein ebenfalls rudimentäres Englisch, das er intonierte als ob ein bekennend homosexueller Provinz-Kabarettist verzweifelt versucht die Queen zu imitieren.

Ich antwortete gut gelaunt amüsiert auf Englisch, VERY BIG FEHLER, Herr S., das Drama nahm seinen Lauf.

Denn dies verleitete ihn zu der irrigen Annahme, ich habe britische Wurzeln und so zog er die Nummer mit der denkbar unlustigen „Queer Queen“ den ganzen Abend durch: „Sir, how was the meal, do you like some water?“ (No, actually I´d just like to punch you in the face real hard by now, poncy moron…)  ;-)))

Aber ich bitte dies humorig zu verstehen, es war nervig aber ich mache mich nur ein wenig lustig; denn um es vorweg zu nehmen, in der Sache bot er im Folgenden einen aufmerksamen, professionellen und höflichen Service der fast keine Wünsche offen ließ, er war nur etwas „drübber“, wie man im Bergischen sagen würde: aufgesetzt, pomadig und in Teilen operettenhaft.

Mit großer Geste wurde die aktuelle Karte auf den Tisch gewuchtet und dabei Aperitif- und Getränkewünsche erfragt, ein alkoholfreier Aperol (€ 4) fand unsere begeisterte Zustimmung.



Bei der Karte fiel auf, daß diese sich in Teilen wohl eher selten ändert, auf Tripadvisor gibt es eine Kritik aus Januar 16, die bis auf saisonale Zutaten wie Trüffel eine fast unveränderte Auswahl von jeweils ca. fünf bis acht Vorspeisen, Pasta-, Fleisch-und Fischgerichten zeigt.

Aber kein Grund zur Klage, die Auswahl liest sich äußerst mundwässernd, ich denke nur Abwechslung liebende Stammgäste könnten es unter Umständen vielleicht etwas saisonaler schätzen.

An dieser Stelle ein erstes Beispiel für den aufmerksamen Service: Als der Aperol kam bot man an, diesen mit alkoholfreiem Sekt und dem Bitter „nachzujustieren“, falls er unserem Geschmack nicht ganz entspräche, das geht sicher schlechter.

Wir trafen unsere Auswahl und beschieden uns alle auf drei Gänge, der immer noch sehr warmen Witterung geschuldet, der Sohn des Hauses ratterte vorab routiniert Details zu allen offerierten Speisen herunter, wobei es ihm nicht an Selbstbewusstsein mangelte, diese stets im allerbesten Licht erscheinen zu lassen (…).

| Aperitif & Brot |

Der Aperitif war die perfekte Wahl bei diesem Wetter und die Ausführung gelungen. Schade, dass es keine klaren Eiswürfel gab. Die Herstellung ohne spezielle Eismaschine ist zugegeben aufwendig, aber der optische Effekt macht viel her und steigert den Genuss entsprechender Drinks.



Das einzige Brot, ein helles Weizenbrot, war gut und frisch, enttäuschte aber mit einer etwas weichen Krume, aber auch dies war der schwülen Witterung geschuldet, das Restaurant trifft hier keine Schuld.

Die drei Cremes, die das Brot begleiteten und mit einem Radieschen garniert serviert wurden (zwei dieser Tellerchen für vier Personen, absolut ausreichend) waren eine feine Thunfisch-Creme, sowie jeweils eine Basilikum und Bärlauch Variante.

Cremes zum Brot

Geschmeckt haben sie gut, ich hätte mich nur über eine etwas beherztere Würzung gefreut, mir fehlte Charakter, das Etwas, das den Gaumen jubelnd auf das Essen freuen lässt.

Und wo wir schon bei Jubel sind: Ein eventuell zu Jubelarien verleitendes Amuse gab es zu meiner Überraschung nicht, was ich auf diesem Preis-Niveau und angesichts der selbstbewussten Darstellung im Service schade finde, gerade die italienische Küche bietet hier vielfältige Köstlichkeiten bei geringem Wareneinsatz.

| Vorspeise |

Insalata di Mare – € 16
2015 Falanghina DOC, Weingut Borgo Di Colloredo, Molise, Italien – 0,1l zu 4€

Insalata di Mare

Ich liebe Fisch zur Vorspeise und dieser Gang sollte mich schon optisch nicht enttäuschen. Offenkundig im Servierring auf den Teller gebracht lachten mich Pulpo und Garnelen an, hier und da lugte ein Stückchen Staudensellerie hervor, obenauf Selleriegrün und Chilifäden, dazu frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle („For you too some pepper Sir?“ „Yes mate, and you better stop that rather not-funny English running gag NOW or I´ll ram that bloody mill up your poncy ***!“ ) sowie einige Fäden eines aromatischen Olivenöls und Tropfen eines laut Annoncierung 13-jährigen Balsamicos.
 
Zart im Biss, fein abgeschmeckt, ideal temperiert und nicht in einer alles erschlagenden Tunke angemacht, eine hervorragende Vorspeise, die den Meeresfrüchten Raum zur geschmacklichen Entfaltung ließ.

Ich gab noch etwas Saft der nett tournierten Zitrone obenauf und genoss mit der robusten Begleitung des mit 13% Alkohol selbstbewusst gekelterten Falanghinas, einer autochthonen Rebe aus der Region Molise, wie der Sohn des Hauses bei der vorherigen kleinen Weinberatung erklärte. 

Antipasto Al Dente – € 14

Anti Pasti Al Dente

Die Wahl von Madame: serviert wurden nett drapiert Vitello tonnato, Auberginen-Lasagne, etwas Caponata, Zucchini und San Daniele Schinken.

Ich probierte das rosa schimmernde Vitello, Referenzklasse, ebenso die fein gearbeitete Auberginen-„Lasagne“. Ich würde diesen Teller jedem empfehlen, lediglich mir als Vorspeisen-Fischfan hätte noch ein Löffelchen des Meeresfrüchtesalates oder eine gebratene Garnele zu meinem Glück gefehlt.

Die Zufriedenheit wurde während bzw. nach dem Gang erfragt, Gläser wurden gefüllt, Besteck behandschuht aufgelegt, der Service war wirklich gut, der im Gegensatz zum unfassbar extrovertierten, bisweilen aufgedrehten Sohn ruhig und angenehm auftretende Vater bildete einen schönen, ruhigen Gegenpol im Gastraum.

| Hauptgerichte |

Kaninchenkeule auf toskanische Art – 23 €
2015 Falanghina DOC, Weingut Borgo Di Colloredo, Molise, Italien – 0,1l zu 4€

Kaninchenkeule auf toskanische Art

Kaninchen gibt es in Casa Shaneymac nicht, Madame mag kuschelige Fellknäuel nicht auf dem Teller und schätzt es auch gar nicht, daß seit jeher jede Sichtung von Lämmern auf einer Wiese und ihr sofortiges „Ach guck mal wie süß!“ von mir mit einem begeisterten „Oh, hmmm, sehr lecker!“ quittiert wird.

Die Kaninchenkeule wurde geschmort und mir wurde vorab mit verschwörerischem Blick versprochen  „So zart, daß ich ihnen eine Fischmesser servieren werde dazu!“.

Dazu kam es gottlob nicht, aber er hatte nicht zu viel versprochen. Nachdem ich den verführerischen Duft von Rosmarin, eines gehaltvollen Kochweines und einer leichten Knoblauch-Note gebührend inhalierte, offenbarte ein erstes Hantieren mit Messer und Gabel ein ideal zartes, allerdings kein verkochtes und sich schon beim Ansehen in Wohlgefallen auflösendes Fleisch.

Die Keule wurde vorab rundherum angebraten, nicht nur optisch hilfreich, die Röstaromen waren zu vernehmen, die rustikale, gehaltvolle wie prächtige Sauce ließ einen gedanklich wahrhaftig nach Italien schwelgen, ein Hochgenuss, Punkt.

Der kleine, hübsch arrangierte Beilagenteller wartete auf mit Scheiben von der Möhre (sehr schöne Süße, an Vichy Karotten erinnernd), Mangold und einem sehr fein gearbeiteten Kartoffel-Gratin, auch hier selige Zufriedenheit und „verantwortungsvoller“ Umgang mit Knoblauch, vorbildlich.

Beilagenteller

Nach kurzer Absprache mit „il professore inglese“ entschied ich bei dem kräftigen Weißwein zu bleiben, diesen könne er zu diesem Fleisch wärmstens empfehlen und nach einem schweren Roten war mir wettertechnisch ohnehin nicht – gute Entscheidung, ein ausdrucksstarker Wein mit feiner Mineralität, passte ganz wunderbar.

Meine Tischgenossen entschieden sich für:

Tagliatelle mit Kalbs-Ragu - € 16

Tagliatelle mit Kalbsragu

Dorade aus dem Ofen mit Kräutern - € 27

Dorade

Seeteufel in Safran-Sauce - € 29

Seeteufel in Safransauce

Ich hatte das Glück alles probieren zu dürfen. Das Ragu zur Pasta mit Liebe und vor allem lange gekocht, besser kann man es nicht machen, obenauf ebenfalls erstklassiger Parmesan.

Die Dorade leicht glasig, nur mit frischen Kräutern gegart, gefinished mit einem Faden Olivenöl und etwas frischem Pfeffer, frische, erstklassige Ware, wunderbar.

Der Seeteufel war in vieler Hinsicht sternewürdig, die Konsistenz, die Qualität und eine Safransauce (beste iranische Ware wie man sagte) deren Konsistenz und stimmige geschmackliche Komposition mir noch zwei Tage später wohlige Schauer über den Rücken jagt, wenn ich an sie denke.

| Dessert |

Misto Al Dente - € 14

Dessert-Variation

Ich mache mir nicht allzu viel aus Süßkram, im Winter hätte ich sicher dem angebotenen Käseteller gefrönt, so aber erspähte ich auf der Karte im Außenaushang eine Dessertvariation zu 10 € und entschied diese Madame aufzuschwatzen, um zu Naschen und mir ein kleines Bild machen zu können.

Das Dessertangebot variiert, im Angebot waren heute u.a. Zabaione, Panna Cotta, verschiedene Sorbets mit der Möglichkeit Prosecco, Grappa und Co. für eine „Mit Schuss“-Variante zu ordern, ein hausgemachtes Walnuß-Eis sowie eine klassische Schokoladen-Mousse.

Auch hier wieder eine detailverliebte Garnitur mit frischen Früchten, serviert wurde eine Panna Cotta mit Himbeermousse und frischen Früchten obenauf, sowie das Walnußeis und ein Löffel der Mousse au Chocolat.

Alles tadellos, alles handwerklich perfekt, besonders das Eis mit der leicht alkoholischen Sauce und den Rum-Rosinen stach heraus, und somit war es sehr leicht zu verschmerzen, daß hier 4 Euro mehr berechnet wurden, als die offenkundig nicht mehr aktuelle Karte im Aushang an der Tür verkündete.

Am Tisch wurde noch das Eis als Solo-Portion verspeist, sowie ein Zitronen-Sorbet mit Prosecco, das ich probieren durfte und mich sehr überzeugte.

Angesichts der sommerlichen Temperaturen hätte mich auch eine Granita auf der Karte sehr angesprochen, aber wer weiß, vielleicht ist das zu sizilianisch, Italiener sind ja sehr lokal- bzw. regionalpatriotisch.

Es war spät geworden, wir plauderten noch munter und satt, aber nach einer langen Woche schlich sich bei mir gegen zehn Uhr Müdigkeit ein, auf einen Kaffee verzichteten wir. Ein Angebot vom Haus kam nicht, setze ich auch niemals voraus, erwähne es neutral aber wenn es in einem Genre / Segment für viele Gäste mitunter zum guten Ton gehören könnte.

Die Bezahlung per EC Karte konnte problemlos am Tisch erledigt werden, die Verabschiedung geschah herzlich mit festem Händedruck, ein wohltuender, bodenständiger Abschluss nach in Teilen etwas operettenhaften Eskapaden des Junior-Chefs.

Ach ja, eins noch, nachdem auch Bobby die vielgelobte Mama und Küchenchefin des Hauses in vielen Jahren noch nie zu Gesicht bekam, witzelten wir während des Essens mit dem Sohn, daß es diese vielleicht gar nicht gäbe und nur eine italienische Verkaufslegende sei, was diesen über alle Maßen amüsierte.

Daher wurden wir noch einmal in die Küche gebeten, um uns vom Gegenteil zu überzeugen und wir waren hingerissen. Eine unglaublich nette, charmante und gepflegte Dame die uns in perfektem Deutsch freundlich begrüßte, ansonsten aber nicht zu gerne im Vordergrund steht, sehr sympathisch.

Dazu sei gesagt, die Küche ist recht klein, hier kocht man mit drei Personen, alles schien perfekt organisiert und alles, aber auch alles glänzte und blinkte was das Zeug hält.

Also, wer Angst hat vor unhygienischen Küchen, der sollte hier hinkommen, vorbildlicher kann eine Restaurant-Küche an einem gut besuchten (!) Freitag-Abend nicht aussehen, mit Scham dachte ich an ein bestimmtes Regal in der eigenen Küche, dessen obere Bretter mittlerweile sicher wieder ein wenig Aufmerksamkeit bräuchten… räusper…

Fazit

Alles war zur vollen Zufriedenheit, das Essen war solide und in Teilen sehr passioniert zubereiet. Schnörkellos, keine wilden Verrenkungen, trotz der Nähe zu Düsseldorf und des Segmentes „gehobener Italiener“ kein übertriebener Chichi in Rezeptur und Präsentation, trotzdem alles andere als banal oder lieblos.

Ein halber Stern Abzug für die langweiligen Cremes zum Brot und das fehlende Amuse sowie der Tatsache, daß ich angesichts des Preisniveaus bei allem Lob doch teilweise einen Hauch Luft nach oben sehe - ich hätte mich zum Beispiel auch über Muscheln in meiner Vorspeise gefreut.

Der Service war gut bis sehr gut zu nennen, kompetent, präsent und zuvorkommend. Man möge mir verzeihen, daß ich die Dinge, die ich etwas nervig fand nicht für die Bewertung in Betracht ziehe, die habe ich genügend augenzwinkernd in der Kritik verwurstet und damit soll es auch gut sein. ;-)

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis bin ich etwas strenger, eine Flasche San P. zu 7 Euro, kein Menü im Angebot, kein Amuse, kein Digestif (ohne Wertungsabzug!) und à la carte Preise an der oberen Grenze dessen, was man in der Region aufrufen kann, hier komme ich auf 3.5 Sterne, die ich aber als  für mich akzeptables und somit positives Fazit verstanden wissen möchte.

Das Ambiente gefiel mir gut, gepflegte, geschmackvolle Räume, hochwertiges Besteck und elegantes Geschirr, die Herren im Service gepflegt in Sachen Garderobe und Auftritt, leider mitunter etwas sehr stickig an diesem Abend.

Die Sauberkeit, siehe meine Kommentare zur Küche, einfach nur tadellos, haben selten aus derartiger Überzeugung volle fünf Sterne gegeben.

Fazit-Fazit

Als Option für den „feineren“ italienischen Abend mit guten bis hervorragenden Weinen vorgemerkt für viele weitere Besuche, es lohnt sich.

Und danke ausdrücklich an Frau und Herrn Bobby für den netten Abend und das tolle Mitbringsel, das Öl ist gigantisch soll ich ausrichten! :-)
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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