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GastroGuide-User: PetraIO
hat Grafenwald in 54550 Daun bewertet.
vor 12 Monaten
"Probeessen kann nicht schaden"
Verifiziert

Geschrieben am 16.10.2018 | Aktualisiert am 17.10.2018
Besucht am 11.08.2018 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 31 EUR
„To-Do-Listen“ brauche ich privat nicht. Aber ein paar Dinge waren für 2018 vorgemerkt. Zwingend die Eifel und das Schwimmen in einem der schönen Maare.

Nun war es in diesem tollen Sommer schon fast Mitte August. Das Wetter immer noch perfekt, unglaublich dieses Jahr! Also kurzfristig geplant: Eifel genießen!

Freitag zuvor ein freier Tag für mich. Schnell mal was buchen! Ich wurde eines Besseren belehrt. Deutschland ist inzwischen ein beliebtes Reiseland, die Eifel davon nicht ausgenommen. Die warten nicht auf uns (gut so)! Ein halber Tag ging per Internet und Telefon dafür drauf, kurzfristig eine ordentliche Unterkunft zu finden. Entweder ausgebucht, oder nicht für 1 Übernachtung (Kurfürstlicher Amtshof)!

Im Sporthotel Grafenwald war dann endlich ein Doppelzimmer frei. Die Speisekarte des Hotelrestaurants für uns ansprechend. Entweder buchen oder zu Hause bleiben? Also buchen. € 158,00 die Übernachtung mit Frühstück. In der Eifel kein Schnäppchen.

Am späteren Mittag dann die Ankunft im weitläufigen Sporthotel außerhalb von Daun, von Wald umgeben. Dieses so groß wie erwartet, die Parkplätze rund ums Hotel schon gut belegt. Die Hotelanlage besteht aus mehreren Gebäuden. Diese deutlich in die Jahre gekommen, wie nicht erwartet. Mir wurde mulmig. Wie wird wohl unser Zimmer aussehen?
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Anreise laut Bestätigung ab 15.00 Uhr. Wir waren schon mittags da und unser Zimmer noch nicht fertig, das war ok, wir waren ja zu früh.

Wir fragten nach einem Tisch zum Mittagessen, dies war problemlos möglich.

Bei dem tollen Wetter wählten wir einen Platz auf der großen Außenterrasse mit Biergartenbestuhlung.
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Als einzige Gäste. Die Karten wurden von einer Mitarbeiterin gereicht.

Wir wählten:
1 regionales Gerolsteiner Sprudel, 0,75 l - € 5,30
2 große bunte Salatteller mit geräucherter Eifeler Bachforelle und Meerrettichschaum -  € 12,50

Unser Mineralwasser wurde kurz darauf serviert. Wenig später die Salatteller. Und sofort die Wespen… wir sind da eigentlich gelassen, aber die machten einen Betriebsausflug (wofür das Hotel natürlich nichts kann). Also Flucht ins große Restaurant.

Und hier kamen wir an, im abgelebt-rustikalem-Ausflugsambiete. Wenige Tische noch belegt. Die Tische ordentlich eingedeckt. Aber drumherum war alles sehr abgenutzt und sehr in die Jahre gekommen, besonders die Sitzpolster.
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Unsere servierten „großen“ Salatteller fanden wir nicht ansatzweise groß. Ein flacher Teller mit klein zerteilter Fertig-Salatmischung. Tomaten, Gurkenscheiben, Mais mit Karottenraspeln. 3 Stücke Forellenfilet (max. ½ kleine Forelle) auf Sahnemeerrettich (kein Schaum). Frisch aus dem Räucherofen kam die Forelle nicht, qualitativ nicht anders als ein abgepacktes Forellenfilet aus dem Supermarkt-Kühlregal.
Salatteller mit geräucherter Eifeler Bachforelle, Meerrettichschaum
Das Hausdressing (? wirklich „hausgemacht“?) auch ohne jede Finesse. Brotscheibchen dazu frisch.

Das war für ein schnelles und einfaches Mittagessen gerade so ok, aber nicht mehr. Klare Entscheidung: Für uns kein Abendessen im Hotelrestaurant.

Auf dem Weg zum Gemündener Maar reservierte ich telefonisch für den Abend ein anderes, uns bekanntes Restaurant in Daun.

Einchecken nach einem wunderbaren Schwimmen im Gemündener Maar war dann möglich. Holprig und nicht ohne uns umfangreich über die sportlichen Möglichkeiten des Hotels zu informieren. Inzwischen war es 16.30 Uhr, auschecken am nächsten Tag bis 11.00 Uhr. Da gab es nicht mehr viele sportliche Möglichkeiten bei einer Übernachtung. Das sollte auch die Rezeption bemerken.

Unser Highlight: Wir bekamen 1 von 2 (der sehr zahlreichen) neu renovierten Zimmer im Sporthotel. Dies war das Glück des Sporthotels, und unser Glück.

Zimmer großzügig, einwandfrei, moderner heller Landhausstil, Balkon. Der Eifel unterliegt das Gerücht, dass in jedem Gastzimmer der röhrende Hirsch über dem Bett hängt. Hier bleibt man sich treu, aber in moderner Form:
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Zumindest kein "Jesus auf dem Ölberg":
Blick vom Zimmer - ruhige Übernachtung!
Die unrenovierten Zimmer habe ich gesehen. Bei gleichem Preis wären wir nach Hause gefahren. Die Gästezimmer werden nach und nach renoviert und das ist sehr nötig.

Rund um das Hotel gibt es zahlreiche kleine Ferienhäuser, verteilt über die großzügige Anlage mit altem Baumbestand.

Frühstück am nächsten Morgen war trotz vieler Gäste, auch viele Familien mit Kindern, gut organisiert. Ordentliches Buffet mit guter und frischer Auswahl und eine „Eier-Backstation".
Frischei-Backstation
Eier- / Omlettbacken nach Wunsch. Freundliche Servicemitarbeiter waren ausreichend vorhanden.
Meine Wahl: Herzhaftes Frühstück
Das Frühstück überzeugte mehr als das Mittagessen.
 
Meine Bewertung bezieht sich rein auf den Restaurantbesuch. Für das schöne, ruhige und geschmackvoll renovierte Zimmer würde ich gute 4 Sterne vergeben.
 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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