Zurück zu La Oliva
GastroGuide-User: Gast im Haus
hat La Oliva in 76684 Östringen bewertet.
vor 4 Jahren
"Lecker essen ole!"
Verifiziert

Geschrieben am 30.01.2016 | Aktualisiert am 31.01.2016
Besucht am 29.01.2016
Das La Oliva ist trotz der ungewöhnlichen Lage in Östringens östlichem Gewerbegebiet  ein beliebtes Restaurant mit stark spanischem Einschlag – der sich in der Karte recht breit wiederspiegelt, auch wenn auf der Homepage der mediterrane Charakter des 2009 gebauten Hauses betont wird.

 
Neben Restaurant, Lounge-Barbereich gibt es auch Nebenzimmer und auch den Raum mit Kegelbahnen und im Sommer einen Außenbereich, so dass eine sehr große Platzzahl für die Gäste geboten wird – ein Angebot, das offensichtlich sehr gut angenommen wird.
 
Der Weg ins Restaurant führt über wenige Treppenstufen – ein Rollweg scheint derzeit gerade überarbeitet zu werden – im Restaurant gibt es zum Teil Stufen zwischen den  verschiedenen Bereichen, Toiletten sind im Keller. 
 
Als wir zu einer größeren Runde gegen 18:00 eintreffen, ist es noch relativ leer – nur im Küchenbereich herrscht schon emsiges Treiben. Man hat uns ein Nebenzimmer geöffnet, die, wandaufende Bank, Stühle und große Holztische unterschiedlicher Bauart geben einen rustikalen Sammlungscharakter verschiedener Stile von Alpenromatik, Spanien oder Mexiko, insgesamt schlichtes Ambiente mit Bodega-Gaststubencharakter.
 
Der Service wird von einigen jungen Damen erbracht, die behände, flott aber nicht hektisch                                                                                                                                                                                                                              durch die Besuchertische wedeln.  Da wir in größerer Gruppe reserviert haben, wird auf unseren Wunsch etwas mit der Aufnahme der Bestellungen gewartet – zunächst werden die Getränke aufgenommen – und sukzessive gebracht. Als fast alle 24 Personen da sind, werden die Speisewünsche notiert. Wir bestellen Paella und einmal Miesmuscheln – zunächst Weinsoße – dann sehe ich als weitere Variante in Safransoße – und dafür entscheide ich mich dann – unterstützt auf meine Nachfrage vom freundlichen Kommentar der Bedienung, dass die Soße ganz toll schmecke und in Richtung einer leichten Sahnesoße aufgebaut sei. Dann nimmt sie noch weitere Bestellungen entgegen – freundlicher, netter Service.
 
In angemessener Zeit werden die Speisen dann gebracht – da aber nur zwei Damen zeitgleich kommen und der schmale Weg zwischen den Tischen nur einen Einbahn-Verkehr zulässt, holpert es mit der Gleichzeitigkeit – bei 24 Personen und der Platzordnung kein Wunder sondern in der Umsetzung doch schon eine gute Leistung von Service und Küche,  da keine langen Zeitbrüche außer der reinen Wegezeit entstehen.
 
Dann kommen auch Paella und später der schwarze Doppeltopf mit den Miesmuscheln. Die Photos geben einen Eindruck – die Portion im Topf habe ich zwar schon größer erlebt – aber mal sehen, wie die Zubereitung ist. 
 
Die Schalengröße der Muscheln ist gar nicht mal so groß, aber die Weichtierchen darin sind wahre Prachtstücke – beste Ware also. Wie zu erwarten (sehr leicht sahnige Basis) auch leicht fettig im Gehäuseangriff macht sich die Safransoße zunächst außer dem Fingergefühl auf der Schale kaum bemerkbar – die Muscheln schmecken, wie sie sollen – ein kleiner sanft scharfer Hauch, kaum spürbar – nachdem die ersten Lagen oberhallb der Soße verspeist sind, komme ich auch an die Msuchelbrühe – sehr gut abgeschmeckt, aber der Safran war wohl kein echter (bei 11,50, die für die Portion aufgerufen werden auch nicht zu erwarten) und nicht der stärkste vom Geschmack her – dennoch eine runde Sache- so machte mir die Portion Miesmuscheln wieder richtig Appetit darauf (aber nächstes Mal werde ich die wieder selber machen – in Weinsoße und ohne Sahne und ohne jedes Fett).  Die Paella meiner Frau sieht ganz gut aus, Muscheln, Grünschalenmuschel, Hähnchenflügel, Calamares-Teile etwas Gemüse und ein Reis – ich darf noch einen Bissen vom Reis am Ende testen, der war mir allerdings etwas zu sehr nach Pfannenrisotto als Paella – aber ich hatte ja auch nur das allerletzte Ende. Klar, dass so ein gutes Essen nicht ohne Nachtisch bleiben darf – Opfer müssen gebracht werden und so bestelle ich mir noch eine Crema Catalana, die kurz darauf gebracht wird. Physalis druf und eine Eiswaffel – letzteres irritiert, die Zuckerkruste ist crunchig, die Crema selbst wie zu erwarten leicht vanillig – recht süß – aber nett.
 
Das Restaurant ist mittlerweile gefüllt – volles Haus würde ich sagen mit nur wenigen freien Plätzen an besetzten Tischen – überraschend finde ich für Freitag Abend. Entsprechend wuseln die Bedienungen durch die engen Wege. Ich winke unserer Bedienung, die momentan in einem anderen Bereich unterstützt, sage dann ihrer Kollegin, dass ich zahlen möchte und kurz drauf kommt die Bedienung mit einem langen Bonstreifen und Block – sucht daraus unsere Speisen Getränke und Nachtisch, was ich zusätzlich durch Ansage unterstütze, schreibt die Beträge auf den Block und addiert dann zu 43,50 Euro – (ein trinkgeldgünstiger Betrag) und nicht zuviel für eine Pfanne mit Paella, ein Topf beste Muscheln, Crema Catalana, zwei Glas Hauswein rot, 1 Flasche Mineralwasser 0,75l. Eigentlich sollte heutzutage bei dem Betrieb die Bedienung durch so einen Handheld mit Druckfunktion unterstützt werden – so schon Block, Stift und Kopf auch sind – es ist nicht nur einfacher, sondern auch einfacher nachverfolgbar wenns mal kneift – oder.
 
Fazit:  4  - gerne wieder
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


kgsbus und 21 andere finden diese Bewertung hilfreich.

AlexanderAkuma und 22 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.