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Das zweistöckige Restaurant ist fast ganz in weiß gehalten. Weiße Backsteinwände, weiße Tischdecken, dazu dunkles Mobiliar. Salz- und Pfefferstreuer sowie Besteckteller sind die einzige Tischdekoration.
Die Speisekarte ist übersichtlich. Eine laminierte DiN4 Seite. Vorne Speisen, hinten Getränke. Viel Fisch steht hier. Lachs, Wolfsbarsch, Zander und einige mehr, alles als Filet. Garnelenspieße und Oktopus. Aber auch Pasta mit Tomatensoße, Putenschnitzel, Rindergulasch und Riesencurrywurst werden angeboten. Labskaus auch.
Bier aus Bayern und der Pfalz kann man haben. Einige Weine von 2019 und 2020. Säfte, Limonaden und manches Hochprozentiges.
Der Kellner sagt fast nichts während er die Bestellung aufnimmt. Die besteht aus einmal Störtebeker Mix für 34 Euro. Das ist ein Teller mit Lachs, Seelachs, Rotbarsch und zwei Garnelen. Dazu Kartoffeln, Gemüse und Salatbeilage. Mit Deko haben die es hier ja nicht so. Sieht man auch auf dem Teller. 1,5 Kartoffeln und ein bisschen Gemüse, könnte etwas mehr sein. Der Störtebeker-Fan ist aber voll des Lobes über den Fischteller. Dasselbe Bild auch für 27 Euro bei der Büsumer Scholle. 1,5 Kartoffeln und eine Handvoll Gemüse in kleiner Schüssel. Nicht gut aussehende, etwas trockene Krabben auf öliger Scholle.
Der Hamburger Backfisch für 22 Euro ist es auch nicht wert. Pampiger Kartoffelsalat, ebenso zähe Remoulade. Der Krautsalat war noch das Beste hier. Denn der Backfisch besteht mehr aus Panade mit eingeschlossener Luft als aus Fisch. Der Beilagensalat kommt überwiegend mit grünen Blättern und einem Tomatenviertel. Das Dressing ist ziemlich schwach, sogar in der Reha gibt es besseres.
Wir können die Begeisterung für dieses Lokal nicht nachvollziehen.