Krützfeld
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Hüxstraße 23, 23552 Lübeck
Imbiss Partyservice
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GastroGuide-User: NoTeaForMe
hat Krützfeld in 23552 Lübeck bewertet.
vor 2 Wochen
"Frisch und freundlich für Zwischendurch - ein Besuch an dieser alteingesessenen Fischtheke in der Lübecker Altstadt lohnt immer."

Geschrieben am 25.07.2020 | Aktualisiert am 25.07.2020
Besucht am 03.10.2017 1 Personen Rechnungsbetrag: 10 EUR
Wie ich bereits schon in meinem Beitrag zum "Fangfrisch" erwähnt hatte, gibt es in Lübeck gar nicht so viele Anlaufpunkte für frischen Fisch, wie man von so einer Stadt in Ostseenähe erwarten würde. In Travemünde, direkt an der Lübecker Bucht, sieht das natürlich anders aus, doch die paar Kilometer die Trave herauf hat sich diese Angebotsvielfalt leider nicht etabliert.
So stellte "Krützfeld Fisch-Delikatessen" in der Hüxstraße für lange Zeit die einzige Möglichkeit, um auch außerhalb der Wochenmärkte auf ein Angebot an fangfrischem Fisch.
Neben einer breiten Auswahl an geräuchertem und frischem Fisch bieten sich in der Eis-Theke auch allerlei Salate und weitere Delikatessen an. Auch der kleine und große Hunger zwischendurch kann durch allerhand klassische Fischgerichte mit einer Auswahl an Kartoffelbeilagen und auch frischen Salaten vor Ort an einem der Stehtische gestillt werden. 
Doch auch eine individuelle Auswahl aus der Theke kann gleich vor Ort zusammengestellt und verspeist werden.
Eben dies habe ich bis heute auch bei mehreren Besuchen ausprobiert.
 
Von einem richtigen "Ambiente" oder auch "Service" kann man hier natürlich nicht sprechen, da es ja eher auf den direkten Verkauf über die Theke ausgelegt ist. Zur besseren Hygiene ist der Raum vollständig mit Fliesen ausgestattet. Die Stehtische sind bestimmt auch schon älter als so mancher Kunde, der hier einkehrt.
An der Sauberkeit lässt sich aber nichts aussetzen.
 
Jegliche Speisen werden an der Theke bestellt, dort zusammen mit Besteck abgeholt und die leeren Teller dann an einer zentralen Stelle wieder zurückgegeben: eine klassische und erwartete Selbstbedienung.
Trotzdem kann ich über das Verkaufspersonal nur positive Worte verlieren. Trotz meist
beachtlich mit vielen Touristen und Einheimischen gefülltem Laden agierten sie bei meinen bisherigen Besuchen stets entspannt und ohne Hektik, aber trotzdem aufmerksam und freundlich. Man merkte ihnen einen großen Erfahrungsschatz an (sowohl in Beruf als auch Leben).
 
Bei meinem ersten Besuch suchte ich mir aus der Theke eine kleine Auswahl an fertigen Speisen aus.
V.r.n.l.: Kieler Sprotten; Shrimpsterrine; Matjestatar; Lachs-Wakame-Pralinen; rote-Bete-Apfel-Salat.
Die bekannten Kieler Sprotten überzeugten schon einmal mit einem ausgewogenen und damit weder zu starken noch zu schwachen Raucharoma.
Das Matjestatar mit Tomaten, Schnittlauch, Zwiebel, Petersilie und Eigelb war frisch und ließ den Geschmack des Fisches schön durchkommen, hätte aber für meinen persönlichen Geschmack noch etwas mehr (Meer-) Salz sehen dürfen. ;)
Bei den Lachspralinen wurde gegarte Lachsstücke zusammen mit Wakame-Algen in Aspik eingekocht. Eine vor allem durch die bissigen Wakame-Algen und dem zarten Lachs interessante Kombination, der es leider nur ebenfalls für ich noch an einer Prise Salz fehlte.
Die Salzmange empfand ich auch bei der Shrimpsterrine als etwas zur gering, bei der die Gurken und Shrimps zwar knackig und frisch und auch der Dill passend und wahrnehmbar waren, der es aber an geschmacklicher Intensität deutlich mangelte.
Der rote Beete Salat mit Apfelspalten war absolut in Ordnung.
 
Beim zweiten Besuch sollte es einmal ein warmes Gericht von der kleinen Mittagskarte sein, wobei ich mich für Seelachsfilet in Knusperpanade mit selbst gewähltem eingelegtem Kürbis, Gurken-Dill- und Möhren-Sellerie-Salat entschied.
Seelachsfilet in Knusperpanade mit eingelegtem Kürbis, Gurken-Dill- und Möhren-Sellerie-Salat.
Die Panade wirklich schön knusprig gelungen, das Seelachsfilet trotzdem nicht komplett trocken, auch wenn es noch etwas saftiger hätte sein können.
Der eingelegte Kürbis überzeugte mit ausgeglichenem Verhältnis von Süße und Säure (häufig gerät dieser ja durch einen massiven Zuckereinsatz zu süß).
Der Gurken- und Karotten-Sellerie-Salat waren ebenfalls frisch und gut abgeschmeckt, blieben aber auch nicht nachhaltig in Erinnerung.
 
Ein kleiner Snack für Zwischendurch sollte es beim dritten Besuch mit einem Bratherings-Brötchen mit etwas Lauch-Ananas-Salat und erneut rote-Bete-Apfel-Salat sein.
Bratherings-Brötchen mit etwas Lauch-Ananas-Salat und rote-Bete-Apfel-Salat.
Der Brathering im Brötchen war wirklich klasse. Eine Marinade mit Rote-Bete-Saft verlieh ihnen nicht nur die typische rötliche Färbung, sondern auch eine interessante, leicht süßliche Note. Zwiebeln setzten diesem eine leichte Schärfe entgegen und waren genau wie der Eisbergsalat noch frisch.
Der Lauch-Ananas-Salat war im Gegensatz dazu leider für mich nicht so gelungen. Zu sehr dominierte ein bitterer Geschmack, der auch nicht durch die Sahne oder der zu gering dosierten Ananas aufgefangen werden konnte.
 
Mein letzter hier integrierter Besuch umfasste gebratenes, mildsauer eingelegtes Makrelenfilet nebst "mediterranem" Nudelsalat, sowie etwas Möhren-Sellerie-Salat und Weißkohl-Rohkost.
Gebratenes, mildsauer eingelegtes Makrelenfilet mit "mediterranem" Nudelsalat, Möhren-Sellerie-Salat und Weißkohl-Rohkost.
Das Makrelenfilet war schön saftig und wies die annoncierte milde Säure auf, die den Fisch gut begleitete, ohne ihn zu erschlagen. Eine wirklich tolle Produktqualität, bei der auch nur 2-3 Gräten nicht weiter störend auffielen.
"Mediterran" sollte der Nudelsalat durch die Zugabe von Zucchini, Paprika, Aubergine und Champignons werden. Die Nudeln hatten für mich auch einen guten Biss und das Gemüse war nicht zu weich, doch ein bisschen mehr Aroma durch italienische Kräuter hätte hier wirklich für den "mediterranen" Charakter gutgetan.
Die Rohkostsalate fielen erneut weder negativ noch überbordend positiv auf.
 
Nach diesen 4 Besuchen kann ich für mich also folgendes Fazit zum "Krützfeld" ziehen.
An der Frische des Angebots gab es ebenso nie etwas auszusetzen, wie an der Sauberkeit und der aufmerksamen Routine, sowie Freundlichkeit des Personals. Die Einrichtung bewegt sich wie gesagt schon eher auf dem Niveau lang vergangener Zeiten, ist aber keineswegs abgenutzt oder schäbig.
Geschmacklich setzt man hier auf bodenständiges Niveau. Überraschen können die Thekenprodukte und Gerichte also nicht, aber enttäuschen taten sie bei mir z.B. nur bei einem einzigen Produkt unter den vielen.
Vor allem das Preis-Leistungs-Niveau enttäuscht hier aber keineswegs, da man hier eigentlich immer satt und zufrieden mit unter 10€ wieder herausgehen kann.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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