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GastroGuide-User: Jenome
Jenome hat Pfannkuchenhaus Fehmarn in 23769 Fehmarn bewertet.
vor 2 Stunden
"Preis/Leistung völlig inaktzeptabel"

Geschrieben am 24.03.2026
Besucht am 06.12.2025 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 50 EUR
Wir waren wieder auf der Sonneninsel unterwegs, und hatten in der Inselhauptstadt Burg einige Termine zu erledigen. Irgendwann quälte meine Frau dann doch einmal der Mittagshunger, und da kam die Frage auf, was essen. Da im Winter die vielen Fischbrötchenbuden rings um den Burger Marktplatz geschlossen haben, fiel diese Option schon mal aus. Im Kaufhaus Stolz das dortige Restaurant war proppenvoll, und so viel ihr doch das Pfannkuchenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Wastel ein. Und da wir am Nachmittag eh mit den beiden verabredet waren, sollte das unsere Option sein.

Die Pfannkuchenhäuser gibt es ja an Nord-und Ostsee zur Genüge, und aus der Vergangenheit, meine Mädels gingen immer gern dort hin, wussten wir das diese doch recht preisgünstig waren, denn so ein dünner Plinsen mit entsprechendem Belag ist ja nun in der Herstellung nicht soo teuer.

Im hiesigen Pfannkuchenhaus auf Fehmarn waren wir nun auch schon einige Jahre nicht mehr, hatte ja Opi Hartwig dieses Lokal immer verschmäht, oder aber es hatte in der Nebensaison immer geschlossen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren war nun also im Dezember geöffnet, und unser Weg führte also hier her. Das Auto bekommt man in der Nebensaison bequem auf einem der vielen Parkplätze am Straßenrand unter, in der Hauptsaison wird es da schon schwieriger.

Nachdem wir das Restaurant betreten hatten, standen wir erst mal eine kleine Weile allein am Tresen, und warteten auf die Bedienung, das wir platziert werden können. Das große Restaurant war zwar komplettleer, aber die tische waren bereits für eine Weihnachtsfeier am Abend mit entsprechender Dekoration eingedeckt. Trotzdem bekamen wir Platz, man führte uns in den Wintergarten, der seitlich am Restaurant angebaut ist. 



Dies ist zwar ein langer Schlauch, aber hier hat man einen guten Blick nach draußen. Die Stühle waren gut gepolstert, die Tische ausreichend groß. Nicht unbedingt hübsch, aber praktisch pragmatisch. Salz-und Pfeffermühle standen auf den Tischen, ein kleiner Stern und paar Nüsse sollten als weihnachtliche Dekoration herhalten. Die Gästezahl war auch sehr überschaubar, Anfangs saßen wir mit einem weiteren Pärchen allein da drin, später gesellte sich noch eine Familie mit zwei lärmenden Kindern hinzu.

Die Speisekarte ist auch hier, wie in allen anderen uns bekannten Pfannkuchenhäusern, als Tischplätzchen gehalten. Auf der Vorderseite die Speisenauswahl, auf der Rückseite die Getränke. Die Pfannkuchen werden als süße oder herzhafte Variante angeboten, auch versucht man mit verschiedenen Styles etwas internationales Flair in die Küche zu bekommen. Erschrocken waren wir allerdings auch hier über die Preise. Während man sonst für knapp über 10 Euro einen gut belegten Pfannkuchen bekam, bewegten sich nun die Preise schon deutlich an bzw. über der 20 Euromarke. Auch eine Winterkarte stand zur Verfügung, dort war allerdings weniger von Pfannkuchen die Rede, sondern da gab es dann Zwiebelrostbraten für 36 Euro, Kabeljaufilet für 28 Euro, Wiener Schnitzel für 29 Euro und argentinisches Rinderfilet für 49 Euro. Holla, die Waldfee. Na da sind wir mal gespannt was uns dafür geboten wird.

Eine Dame im Service, welche uns schon an den Platz gebracht hatte, kam nach kurzer Zeit wieder an unseren Tisch, und wir wollten ja Pfannkuchen und konnten so unsere Bestellung aufgeben.

Getränke:

·         1x 0,4ér Coca-Cola für 5,30 €
·         1x 0,4ér Fanta für 5,30 €
 
 
Speisen:

·         1x Mama Mia – Pfannkuchen mit hausgemachter Rinderbolognese, Parmesanhobel und Rucola für 19,60 €
·         1x Sucuk Pfannkuchen – die Gästewahl 2024 – Pfannkuchen mit Sucuk(Rindersalami mit Knoblauch), Paprika, Tomate, Zwiebeln, Parmesan und Jalapeños für 20,40 €
 
Die Getränke waren nach nicht mal 3 Minuten am Platz, die Pfannkuchen brauchten dann schon knapp 20 Minuten.



Meine Frau hatte sich für den Pfannkuchen Mama Mia entschieden. Den Preis von knapp 20 Euro im Hinterkopf bekam sie erst mal große Augen als sie ihren Pfannkuchen vorgesetzt bekam. 



Der Pfannkuchen gut gemacht, nicht zu dick, nicht zu dünn. Darauf dann Bolognese. Eine würzige, leicht scharfe Bolognese mit fein krümeligen Hackfleisch vom Rind, aber fast zu viel Tomatensoße dazu. 



Obenauf paar Parmesanstückchen aufgehobelt und ein Büschel Rucola als Dekoration. Wareneinsatz keine 5 Euro, für 20 Euro verkauft? Hier stimmt Preis/Leistung auf keinen Fall.



Ich hatte mich für den Sucuk Pfannkuchen entschieden, liebe ich es doch scharf und herzhaft. Bei mir war der Pfannkuchen schon deutlich dunkler gebacken, auch hier gut von der Dicke, nicht zu dünn, nicht zu dick. Dann belegt wie eine Pizza, ein paar hauchdünne Scheiben der kräftig nach Knoblauch schmeckenden Sucuk-Rindersalami. 



Dazwischen dann ein paar dünne Scheibchen frischer Paprika, wenig Zwiebel, von Tomate fast gar nichts zu sehen. In der Mitte des Pfannkuchens ein paar ringe Jalapeños, welche ganz klar nicht frisch waren, sondern aus dem Glas vom Supermarkt. 



Auch hier dann wieder ein Büschel frischer Rucola und etwas Parmesan verstreut. Schmeckte gut, aber über 20 Euro war es das auch nicht wert.



Nach einer knappen dreiviertel Stunde verließen wir das Lokal. Wir waren zwar satt, aber für den Preis…… ich denke das war es dann erst einmal für uns mit Pfannkuchenhaus auf Fehmarn. Und jetzt weiß ich auch warum Wastel nicht mal ebend über die Straße springt und hier einkehrt.

Unser Fazit: für zwei Softgetränke und 2 Pfannkuchen zahlten wir 50,60 € im Pfannkuchenhaus auf Fehmarn. Umfangreiche Karte mit vielen verschiedenen Variationen, aber Preis/Leistung. Nee das ist für uns Touristennepp und Abzocke, solche Preise finden dann auch wir als nicht mehr normal.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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