Zurück zu Spargelrestaurant Böser
GastroGuide-User: Gast im Haus
hat Spargelrestaurant Böser in 76694 Forst bewertet.
vor 4 Jahren
"Die Spargelsaison 2017 hat begonnen!"
Verifiziert

Geschrieben am 06.04.2017 | Aktualisiert am 06.04.2017
Besucht am 05.04.2017 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 36 EUR
Am Mittwoch, 5.April 2017 um 11:30 startete die Spargelsaison im Spargelzelt beim Erdbeer- und Spargelhof Böser in Bruchsal/Forst. Wie ich beim Vorbeifahren von der Bruchsaler Ortsumgehung aus sah, schien (wie zu erwarten) mittags auf dem Hof die Hölle los zu sein, so dass ich direkt noch aus dem Auto für uns einen Tisch am Nachmittag, 17:00 Uhr reservierte.


Die Spargelsaison 2017 hat durch den warmen März und Folienanbau fulminant begonnen: der Hofladen war bereits etliche Tage vorher geöffnet und anders als in den Vorjahren, in denen die Spargelsaison mit geringen verfügbaren Mengen startete, gab es dieses Jahr sogar bereits die 5kg- Sonderangebote,  die bislang immer Zeichen der Spargel-Hochsaison waren. Doch die Saison hat erst begonnen und es werden noch einige trockene Tage  kommen. Da ist von Vorteil, dass der Spargelhof neben Folienkultur auch über Bewässerungsanlagen verfügt. So dürften dieses Jahr die Erdbeeren früh, bereits gegen Ende der zweiten April-Dekade, ins  Angebot kommen.
Unsere Reservierung um 17:00 wäre wohl nicht notwendig gewesen – es gab genügend freie Park- und Restaurantplätze  (was sich allerdings zum ursprünglich angedachten späteren Termin komplett änderte, da war wieder alles voll belegt).

Service: Auch wenn dieses Jahr zunächst einige neue Gesichter in der Servicemannschaft auffielen, war es schön, die aus den Vorjahren bekannten Kräfte wiederzusehen, die auch fast alle bei uns zur Begrüßung vorbeischauten. Das finde ich sehr nett und persönlich. Die Servicekräfte sind dieses Jahr mit schwarzen Polos mit goldfarbigem Schriftzug Böser auf dem Kragen unterwegs (letztes Jahr war das Polo quietsch-hellgrün). Dies Jahr sieht es „edler“ aus. Weiter tragen dieses Jahr alle Servicekräfte recht gut lesbare Namensschilder mit Vor und Zunamen – finde ich prima, hier sind Menschen beschäftigt, keine anonymen Maschinen – auch wenn der Service wie eine Maschine perfekt zusammenarbeitet.

Wir bestellen wie immer zum Start des „Abends“ je ein Glas Sekt Chardonnay-Brut (4,20€) – (Nena, unsere Servicekraft, sagt uns dann, dass dies heute zum Saisonstart aufs Haus geht, danke!).

Die Speisekarten sind umgestaltet worden (im Netz: http://boeser.de/media/preview/),  doch scheint das Angebot  inhaltlich nur unwesentlich verändert, die Preise wurden angezogen –solide bessere Gastronomie. Wer erwartet, hier auf dem Erzeugerhof ein preisliches Sonderangebot zu finden, ist sicher ebenso verkehrt, wie der, der (angesichts der Preise) Sterneniveau erhofft. Es ist sehr gute, fast bessere Küche – es gibt z.B. wie letztes Jahr wieder das Kalbshüftsteak mit Morchelrahmsoße, Stangenspargel, Pastinakenkrapfen und Sauce Hollandaise, 29,80€ auf der Karte. Das ist schon eine sehr sportliche Preisgestaltung, nicht nur für ein Hofrestaurant (auch gegenüber Vorjahr – für GG werde ich mich sicher noch dafür opfern, aber heute nicht, und wenn, dann müsste schon eine exzellente Qualität auf dem Teller kommen, um „Je ne regrette rien“ sagen zu können)  

Doch wir bleiben zum Startbesuch in dieser Saison solide bei „unserem“ Spargel im Schlafrock  (12,90€), der nun „Der Schlafrock“ betitelt wird: „Pfannkuchen gefüllt mit Princessspargel, gekochtem Schinken und Emmentaler Käse, überzogen mit Sauce Hollandaise“. Weiter gibt es ein Viertel Grauburgunder vom Weingut Schäfer, 0,25l 5,20€ und eine Flasche Peterstaler Gourmet Medium, 0,75l 4,90€

Was sich in der Karte verbessert hat, ist nun eine Erläuterung auf jeder Seite: „Stangenspargel: Eine Portion aus 550g Frischware (ungeschält) Spargelgemüse: Spargelstücke in einer hellen Sauce (regionale Tradition) Princessspargel: 7-9 feine Spargelstangen“. Wobei ich der Meinung bin, dass nicht nur in meinem Schlafrock einige mehr sind.

Was sich an der Zubereitung verbessert hat, ist zum einen der Gargrad der Spargelstangen – den hat man wohl optimiert – äußerst angenehm knackig frisch, „al dente“. Könnte natürlich auch an der ruhigeren Zeit gelegen haben. Und weiter die Sauce Hollandaise, die Böser für sich industriell herstellen lässt und auch im Hofladen vertreibt. Die schmeckt dieses Jahr deutlich runder, etwas mehr Eigelbgeschmack, weniger säurelastig, für mich ein Genussgewinn. Das Wasser kommt angenehm gekühlt auf den Tisch, der Wein leidet leider dagegen etwas unter leicht erhöhter Temperatur - schade (hat so nicht überzeugt).

Die Saison des Spargelzelts geht bis zum 25.Juni 2017, geöffnet ist 11:30 – 23:00 mit durchgehend warmer Küche bis 21:00.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


kgsbus und 17 andere finden diese Bewertung hilfreich.

kgsbus und 17 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.