Westgaster Mühle Teestube
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Alleestr. 65, 26506 Norden
Ausflugsziel Erlebnisgastronomie
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GastroGuide-User: die Hofnärrin
hat Westgaster Mühle Teestube in 26506 Norden bewertet.
vor 6 Jahren
"It's teatime... Einst befanden ..."

Geschrieben am 28.04.2014
It's teatime...

Einst befanden sich 14 Windmühlen im Norder Stadtgebiet, drei davon sind heute restauriert, eine weitere noch als Rumpf erhalten; steht inzwischen aber leider leer. Als Teenager war dort noch tanzen....

Seit 30 Jahren kommen ich nach Norden und erst jetzt habe ich es geschafft, die Westgaster Mühle von innen zu besichtigen. Wer die Stadt vom Markt aus in westliche Richtung verlässt (am alten Rathaus vorbei) der kommt ganz automatisch an dem dreistöckigen, 27m hohen "Galerieholländer" vorbei.
Die Mühle wurde 1863 direkt an das Wohnhaus des Müllers angebaut und ist die älteste Norder Mühle. Hier wird noch regelmäßig gemahlen und gebacken, die Erlöse daraus und aus dem angeschlossenen Bio-Hofladen dienen dem Erhalt des Bauwerks.
Da meine kasseler Schulfreundin in Norddeich zur Reha war, verband ich einen Kurzurlaub mit dem Besuchen alter ostfriesischer Freunde und meiner besagten Schulfreundin. Auf diesem Weg zeige ich ihr "mein Norden" - oder das, was nach den vielen Umbauten und Erneuerungen übrig geblieben ist...

Zum Glück hat sich ein Westgaster Mühlenverein gegründet, der sich liebevoll um das gute Stück kümmert. Donnerstags wird ganzjährig im alten Steinbackofen gebacken, aus bestem Mehl werden Bot und Kuchen gezaubert.
Uns wurde nach original ostfriesischem Ritual ein Tee zubereitet, den wir in der gemütlichen Teestube zu uns nahmen. Bei schönem Wetter kann man auch im Garten sitze. Super freundliches Personal und günstige Preise, hier gehen die Einheimischen ihren Tee trinken, bzw. treffen sich mittags zu Grünkohl und Pinkel.

Wer mag, kann die Mühle besichtigen. Ohne Führung kann sich jeder Interessierte täglich bis zum fünften Boden der Mühle hocharbeiten und jeden Donnerstag um 15 Uhr bieten die Mitglieder des Vereins eine Führungen an. Das Mahlwerk kann noch heute mit Windkraft betrieben werden. Vorwiegend wird sie seit 1975 mit Motorkraft gelegentlich betrieben, wenn einige Landwirte ihren Hafer zu Schrotmehl mahlen lassen. Es befindet sich eine Ausstellung altertümlicher landwirtschaftlicher Geräte, Werkzeuge und Haushaltsgegenstände in der Mühle. Und im Erdgeschoss eine Art Bücherflohmarkt und der Verkauf von Bio-Produkten/Hofladen.

Öffnungszeiten:
Ganzjährig geöffnet. Werktags von 10.00 - 12.30 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr.
Gruppenführungen nach vorheriger telefonischer Vereinbarung unter 04931/34 99.

Mein absoluter Geheimtipp, nicht nur für Mühlen -und Teeliebhaber ;-)


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