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GastroGuide-User: manowar02
hat DORMERO Schlosshotel Reichenschwand in 91244 Reichenschwand bewertet.
vor 3 Jahren
"Essen passt, Service geht gar nicht und erhöhte Getränkepreise"
Verifiziert

Geschrieben am 12.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
Besucht am 04.01.2017 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 38 EUR
Schneegestöber und Wind ohne Ende, so entschieden wir uns heute im Hotel zu essen. Beim einchecken hieß es , es gibt hier ein Restaurant zum roten Eichhörnchen. Am Abend der Erklärung gefolgt, an der Rezeption und Bar vorbei geht es rechts ins Restaurant. Das Hotel liegt etwas abseits und man folgt am besten den Hinweisschildern. Es gibt hier hauseigene Parkplätze, die sind aber alle ein paar Schritte entfernt. Es gibt hier eine Tiefgarage, hier kommt man aber nur als Übernachtungsgast rein , wenn man 12 .- € blecht. Am Haupteingang gibt es einige Stufen, es gibt aber von der Seite aus eine Rampe für einen ebenerdigen Besuch. Toiletten Schilder haben wir nicht gesehen und auch nicht besucht, keine Ahnung wo die sind. Bei unserem Besuch konnten wir nur Hotelgäste feststellen.
 
Service
An der Rezeption vorbei ins Restaurant gegangen, niemand ward gesehen und nach einiger Wartezeit nahmen wir uns einfach einen Tisch. Nach einiger Zeit kam eine Dame in schwarz gekleidet mit roten Hosenträgern, roten Turnschuhen und Namensschild an den Tisch, reichte uns die Karte und erfragte die Getränkewünsche. Wir baten um einen Blick in die Karte, wissen schließlich nicht was es gibt, sie meinte OK und verschwand. Nach einiger Zeit kam sie dann wieder und fragte nach, ob wir schon wüssten was wir möchten. Wir gaben die Bestellung auf und eine Frage nach Beilagenänderung war kein Problem. Der „ Gruß aus der Küche“ kam vor den Getränken und wurde mit den Worten – Brot und Butter- an den Tisch gestellt.
 
Kurzer Schwenk an den Nebentisch
Gast – was ist ein Landschwein
Bedienung- äh ja ein Schwein äh ja, muss ich in der Küche fragen
Gast – machen sie das bitte
Bedienung – stotternd, äh ja, der Koch meinte so und so und so
 
Die Getränke liesen auf sich warten, die leeren Gläser vom Tisch wurden so platziert das man sie einfach mitnehmen muss, war aber nicht der Fall, wurden auch den ganzen Abend nicht weggeräumt. Die leere Holzkiste vom Brot stand noch auf dem Tisch, als die beiden essen kamen. Diese wurden abgestellt, die Kiste mitgenommen und ein guter Appetit gewünscht. Der Nebentisch hatte auch sein essen und wir wurden unter uns belassen, bis die Teller leer waren. Nun kam sie an den Tisch und meinte – darf ich die Teller mitnehmen-. Das ist die blödeste Frage, wie wir finden, die sich in letzter Zeit immer mehr häuft. Was sollen wir mit den leeren Tellern, abwaschen werden wir sie nicht. Traut sich keiner mehr zu fragen, ob es geschmeckt hat?
 
Am Nachbartisch wurde die Dessertkarte verlangt.
Gast – was ist ein armer Ritter?
Bedienung – ja äh so ein ähm ja Kuchen ähm ja, muss ich in der Küche nachfragen
Ich war dann so nett und habe es ihnen erklärt. Die Bedienung schaute mich mit offenen Mund an und drehte ab. Die Gäste waren sichtlich genervt und meinten , dass sollte eine Bedienung eigentlich schon wissen.
 
Nun war uns auch nach einer Nachspeise, gut die sieht bei uns etwas anders aus und als wir nach einiger Zeit ihre Aufmerksamkeit auf uns lenken konnten, fragten wir sie , ob sie einen Averna hätten. Klar meinte sie und wir bestellten zwei. Es dauerte bis sie wieder kam, gefühlt eine Ewigkeit, aber ohne Schnaps. Sie teilte uns mit, sie haben doch keinen Averna mehr und stand da. Wenn man die Auswahl der Getränke schon nicht kennt, sollte man den Gast eine Karte bringen , dann entgeht man diesem.  Ich meinte dann, ja was haben sie dann . Sie meinte Ramazotti, nein, Jägermeister, nein, Williamsbirne und sonstige Spirituosen. Sonstige Spirituosen sind uns dann doch ein wenig zu viel , wir erlösten sie und wir bestellten zwei Willi. Diese kamen rasch, das leere Glas interessierte nicht und sie verschwand wieder. Das ordern der Rechnung erwies sich auch als etwas schwierig, wir konnten sie nicht mehr sehen. Sie bot uns dann an, wir können es auch auf das Zimmer schreiben lassen. Ich fragte dann nach, ob wir auch einen eigenen Beleg bekommen, oder alles auf einer Rechnung steht. Wie sollen wir sonst auch verifizieren. Ist kein Problem meinte sie, brachte eine Mappe mit dem Bon. Hier musste man dann den Tipp eintragen und unterschreiben. Beim liefern der Mappe wünschte sie uns noch einen schönen Abend, das war es auch. Zum abholen der Mappe war sie nicht mehr gesehen und wir gingen dann einfach.
 
Sie hatte immer ein Lächeln drauf, war auch freundlich, aber Service ist das für uns nicht, wir sind ja nicht in der Dorfkneipe um die Ecke und bescheid über die Sachen sollte der Service schon wissen. 1 Stern
 
Essen
Die Karte besteht hier aus einem Klemmbrett aus Holz. Die Blätter sind zum teil sehr abgenutzt und weisen Flecken auf. Sollte man austauschen und die Bretter komplett bestücken. Es fehlt immer irgendein Zettel, was der andere schon hat. Eine große Auswahl gibt es hier nicht und auch keine gerade Linie. Von da was und von hier was. Die Karte ist auf der HP einsehbar.
 
Wir bestellten zwei dunkle Weizen zu je 4.- € , zwei Willi zu je 4.- €, den Schweinebraten mit Bayrischkraut und Semmelknödel für 10,50 € und den DORMERO Burger, saftiges Rindfleisch, knackiger Salat, Bacon und Zwiebeln, geschmolzener Cheddar und Pommes für 12.- € ( Pommes wurden abbestellt und dafür ein Salat dazu bestellt )
 
Die dunklen Weizen kamen von der Brauerei Schöfferhofer und waren schön gekühlt. Die Willi kamen in zwei – Spotzl meinte , sind die Sektflöten eingegangen?- Gläsern , waren warm und wie viel drin war können wir nicht sagen, die Gläser hatten keinen Eichstrich.
 
Wir bekamen eine Holzkiste mit vier Scheiben Brot und einem futzelchen Butter. Das Brot war frisch, hatte einen sehr guten Geschmack und eine resche Kruste. Butter war halt Butter mit etwas gemahlenen Pfeffer bestreut. Das Stückchen in vier Teile aufzuteilen ist schwierig und reicht bei weiten nicht für eine Scheibe Brot aus. Schön wäre hier noch zwei kleine Teller, so versauten wir den Tisch mächtig beim Pfeffer drüber mahlen.
 
Der Salat wurde in einer Schüssel serviert, die in einer Holzbox mit Steinen gefüllt stand. Er bestand aus gemischten Blattsalaten und oben drauf wurden ein paar Sprossen gestreut. Dressing , tja- das oberste Salatblatt probiert, das andere an Spotzl gegeben und weg war das Dressing. Auf der Suche nach mehr Dressing wurde der Salat durchgemischt, was nicht einfach war und zum Teil der Salat außerhalb landete. Den kurzen Geschmack vom Dressing fanden wir nicht schlecht, der Rest Hasenfutter. Ein Dressing nachordern war ja nicht möglich.
 
Der Burger hatte eine schöne Größe, das Fleisch war zwar durchgebraten aber noch sehr saftig. Das Brötchen wurde schön geröstet und weichte auch nicht durch. Belegt war er mit Lollo Rosso, einer Tomatenscheibe und Essiggurkenstreifen.
 
 Die Zwiebeln haben wir nicht gefunden. Der Cheddar Käse war schön zerlaufen und hatte einen kräftigen Geschmack. Der Speck war kross angebraten und bestrichen war das Bun noch mit einer Soße. Diese schmeckte uns sehr gut. Cremig, würzig und eine dezente schärfe. Wenn statt den Essiggurken die Zwiebeln vorhanden gewesen wären, würden wir sagen perfekt.
 
Als der Schweinebraten kam dachten wir jetzt hat sie das Bayrischkraut vergessen. Siehe da, unter dem Fleisch lag dann ein futzelchen von dem Kraut. Es war weich gekocht, mit Speck verfeinert, geschmacklich schwer zu beurteilen, viel war es nicht und es hatte den Geschmack von der Soße komplett in sich. Die zwei Scheiben vom Hals waren sehr zart uns saftig geschmort, würztechnisch hatten wir nichts auszusetzen. Wir mögen ja Kümmel auch sehr gerne. Dieser war hier nämlich sehr reichlich vorhanden, ist sicher nicht jedermann Sache. Sie Soße war sehr dünn und naturbelassen. Einfache Soße, das abschmecken passte. Die zwei Semmelknödelchen, mein Papa würde Schusser dazu sagen, keine Ahnung was mit denen passiert ist. In der Mitte hatten sie eine Klasse Konsistenz und Geschmack, mit frischer Petersilie und Speck verfeinert. Aber außen rum komplett hart , trocken und dürr. Keine Ahnung wie man so was hinbekommt.
 
Kleine Abzüge beim Salat und Knödel, ansonsten alles wunderbar , 4 Sterne
 
Ambiente
Es ist sehr viel in rot gehalten. Die Bänke und Stühle mit roten Kunstleder bezogen. Tische, Boden und Wände sehr dunkel gehalten. Es sind auch nicht alle Tische hell beleuchtet, weil einige Glühbirnen ausgebrannt sind. Auf den Tischen liegen weiße Läufer mit dem Eichhörnchen Logo drauf. Dieses befindet sich auch auf den schwarzen Samt Kissen die auf den Bänken ausliegen.
 
Auf dem Tisch gibt es zwei Gläser, eine Art Gesteck mit frischer Blume, ein rotes Glas mit bereits angezündeter Kerze und eine Pfeffermühle mit Salzstreuer kombiniert. Bis hier hin hat uns die Deko gut gefallen. Was wir aber finden passt nicht hier rein ist der Bierkrug mit Servietten und Besteck, es ist ja kein bayrisches Wirtshaus. Der in etwas Alufolie gewickelte Plastik Topf vom Glücksklee sieht auch nicht gerade einladend aus. Zum Chick essen gehen ist es uns zu dunkel und zu viel rot, Zum am Abend schnell was essen und trinken ( bei erhöhten Preisen, wie wir finden)passt es, 4 Sterne.
 

Sauberkeit
An der Sauberkeit gab es nichts zu bemängeln. Toiletten haben wir nicht besucht. 5 Sterne
 
 
 
 

 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


Jens und 20 andere finden diese Bewertung hilfreich.

Carsten1972 und 20 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.