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GastroGuide-User: Gast im Haus
hat Asia Palace in 76684 Östringen bewertet.
vor 4 Jahren
"Wow - eine gute Empfehlung"
Verifiziert

Geschrieben am 06.04.2016
Besucht am 06.04.2016
Die Zeit, in den man „zum Chinesen“ ging und diese Restaurants stets größer und größer wurden, dürften inzwischen vorbei sein. Es gibt genügend und vor Allem genügend preiswerte Alternativen. So ist es kein Wunder, dass in diesem Metier Probleme gibt, die Kapazitäten auszulasten, dass nun auch Übernahmen gibt. Die teilweise natürlich auch daher kommen, dass die Generationen-Übergabe solcher Betriebe nicht funktioniert, die jüngere Generation, die bereits in Deutschland geboren wurde und hier aufwuchs nicht unbedingt in die arbeitsreiche Gastronomie eintreten will. Es gibt viele Ursachen, deren Gründe meist nicht nach außen bekannt werden.

 
Im Oktober 2015 übernahm das Team des Maitai / Viernheim das seit Jahren eingeführte große chinesische Restaurant im Industriegebiet Östringen, renovierte es und bewarb den/das „Asia-Palace“ als „mongolischer Grill & Churrasco Asia-Grill“. Das Restaurant hat Parkplätze direkt am Haus, ist allerdings im ersten, oberen Stockwerk des Gebäudes. Nichts für Personen, die Probleme mit den 15 schmalen und den 5 breiten Stufen vor Terrasse und Eingang (hinauf und besonders herunter) haben. Dann betritt man den großen, modern eingerichteten Gastraum, in dessen Zentrum sich das Buffet befindet, beim Hereinkommen dahinter und rechts Grillstation und die Getränketheke.  Wer den Deko-Schnickschnack der üblichen chinesischen Ausstattungsorgien sucht, sucht hier am falschen Platz – neutral sachlich, nur ein paar chinesische Bilder und Wandmosaikbilder erinnern, dass man hier in einem fernöstlichen Restaurant ist. Wir kommen auf Grund einer mündlichen Empfehlung unserer Östringer Bekannten.
 
Wir werden freundlich von einer der beiden asiatischen Servicekräfte die hier Dienst tun im akzentfreien hochdeutsch angesprochen und können uns einen beliebigen Vierertisch aussuchen – leider recht Foto-ungünstig platziert und die kleinste angebotene Platzeinheit – ansonsten gibt es sechser, achter und noch größere runde Tische. Auf dem Tisch befinden sich Platzsets, eine hochwertige Papierserviette (fast -aber nicht ganz Vlies, bzw. dünn) ein Messerbänkchen mit Besteck. Schön und schlicht, nicht billig.
 
Die Bedienung kommt ohne Karte und fragt, ob wir das Mittagsbuffet möchten. Auf Rückfrage – das Mittagsbuffet kostet 7,90 pro Person. Dazu ordern wir einen Jasmintee (2,-) ein Wasser (0,4l Glas 3,20) und später ein Apfelschorle (0,2l Glas 2,-).
 
Das herzhafte Buffet hat mehrere Tellerstationen, man kann sich Stäbchen nehmen, es gibt einen Suppen- und einen großen Reistopf. Das Buffet ist zweiseitig aufgebaut. Es ist übersichtlich, auch ohne Brille gut lesbar ausgeschildert (allerdings auf Kopfhöhe). Auch wenn das Angebot zunächst wenig ausschaut, gibt es doch eine umfassende Auswahl Fisch, Calamari, Tempura, panierte gerillte Sushi. Frittierte Pilze, Herbströllchen, Hähnchen Nuggets, gebackene Banane, diverse Soßen auf der einen Seite des herzhaften Teils. Auf der Gegenseite finden sich dann fertig zubereitete Speisen, die nach Hauptzutat beschrieben werden – Rindfleisch, Schwein, Hähnchen, Krabben, sowie zwei mit Gemüse angerichteten Zubereitungen und noch zwei andere –vergessen, da nicht gegessen.  Das Rindfleisch ist ungefähr so wie sonst Acht Schätze bei Chinesen, hat dabei einen leichten touch Rotwein in der Soße, die anderen Gerichte eine leicht scharfe, nicht zu scharfe leckere kokosmilch- chili-Soße – die so gar nicht nach dem Geschmacks-Einheitsbrei anderer Restaurants dieser geographischen Ausrichtung schmeckt, sondern etwas durchaus eigenständiges zeigt. Das Hähnchenfleisch ist zwar durch, dennoch saftig und zart. Das dünn geschnittene Rindfleisch hat den notwendigen Biss ohne zäh zu sein, und so bin ich schon fast am Schwärmen.
 
Wow – was für ein asiatisches Restaurant! Doch meine Frau weiß mich schnell zu erden. Ihr fehlen am Tisch die Tischasche und Salz (Salz und Pfeffer), um eventuell nachwürzen zu können. Okay – meine ich – aber ich fand es nicht notwendig. Ja, aber Du müsstest immer erst nachfragen. Und die zweite Bemerkung –die spar ich mir an dieser Stelle eines Erstbesuchs erstmal, weil das doch etwas upps war und ich es nicht selbst, bzw. nur Teile gesehen habe. Als drittes fehlen beim Jasmintee, der in einem lose gefüllt—verknoteten Papierfilter mit dem Hinweis „bitte noch ziehen lassen“ serviert wird, sowohl ein Löffel als auch Zucker.
 
Der zweite Teil mit kleiner Tellerstation, Löffelchen, Stäbchen und Suppenlöffeln beinhaltet auf der einen Seite Salate und Gemüse mit entsprechenden separaten Dressings, und eine Platte mit Sushi (Nigiri und Maki)  gegenüber auf der anderen Seite die Süße Abteilung – Vanillesoße, Pudding Vanille und Schoko, Götterspeisewürfel in zwei Farben, Kuchen (Bienenstich und noch) diverse Obstkonserven wie Mandarin-Orangen-stücke, Litschi, und gefüllte Röllchen, sowie frische schön aufgeschnittene Ananas.
 
Insofern ist das Buffet als Mittagsbuffet nicht überladen dennoch breit aufgestellt – jeder dürfte etwas finden, und es ist interessant abgeschmeckt.  Der Service ist freundlich, schnell und manchmal vielleicht zu schnell. Das Restaurant ist sauber, die Tische werden sofort nach den Gästen abgeräumt, gesäubert und entsprechend ergänzt. 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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